Mit dem ersten Spatenstich auf dem Grundstück an der Rheinstraße feierten Vertreter des Fördervereins, der Betreibergesellschaft und der Klaus-Korte-Stiftung den Baubeginn für das erste stationäre Hospiz in Hagen. Foto: Wolfgang Teipel

Hagen. „Leben bis zum letzten Tag“ – der Förderverein für ein stationäres Hospiz kommt seinem Ziel immer näher. Mit dem ersten Spatenstich am 31. Mai erfolgt an der Rheinstraße der Start in die lang ersehnte Bauphase. „In acht Tagen kommen die Bagger“, freute sich Brigitte Passoth, Gründerin der Klaus- Korte-Stiftung.

Das Vermächtnis des Hageners Klaus Korte ermöglicht dem Förderverein für ein stationäres Hospiz in Hagen nach vielen Jahren endlich den Bau einer Einrichtung, in der Menschen in Würde sterben können. Klaus Korte starb im Frühjahr 2011 im Alter von 62 Jahren und hatte während seiner todbringenden Krankheit das Leben im Mutter-Theresa-Hospiz in Letmathe kennengelernt. So wurde es schließlich sein sehnlichster Wunsch anderen todkranken Menschen ein Sterben in Würde zu ermöglichen.

Vermächtnis von Klaus Korte machte den Weg frei

Er brachte sein stattliches Wohnhaus am Ischeland und sein Vermögen in die Klaus-Korte-Stiftung ein. Das Ziel: In Kortes ehemaligen Wohnhaus in der Rheinstraße 3 soll ein stationäres Hospiz mit acht Patientenbetten eingerichtet werden. Brigitte Passoth, seine Betreuerin aus Letmather Zeiten, wurde seine Testamentsvollstreckerin. Sie gründete die Klaus-Korte-Stiftung. Diese Stiftung und eine Trägergesellschaft (bestehend aus Förderverein, Caritas, Diakonie und Pflegedienst Wohlbehagen) arbeiten daran, dass schon bald ein Hospiz mit acht Betten seinen Betrieb aufnehmen kann.

700.000 Euro von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW

Hospiz
Auf dem Grundstück hinter dem Gebäude soll das Gästehaus mit acht Betten entstehen.

„Klaus hätte sie niemals vorstellen können, welche Umstände sein sehnlichster Wunsch verursachen würde. Ich übrigens auch nicht“, bekannte Brigitte Passoth am Dienstag. Jetzt aber, fünf Jahre nach der testamentarischen Gründung der Stiftung sei es soweit. Ein weiterer wichtiger Meilenstein: Im März dieses Jahres hat die Hospiz Hagen gem. GmbH von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW eine Zuwendung von 700.000 Euro. Das Geld wird vollständig in den Neu- und Umbau des Gebäudes der Hospiz Klaus Korte Stiftung fließen. Die Bau- und Umbaukosten auf dem 1480 Quadratmeter großen Grundstück an der Rheinstraße werden auf rund 1,9 Millionen Euro beziffert.

Selbstbestimmung bis zum Tod der Maßstab

Hospiz Hagen
Brigitte Passoth mit Pfarrer Martin Wehn (links) und Hagens 1. stellvertretendem Bürgermeister Dr. Hans- Dieter Fischer. Foto: Wolfgang Teipel

„Hier entsteht ein Platz für Kranke und Sterbende in unserer Mitte“, sagte 1. Stellvertretender Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer. Er freue sich über den großen Rückhalt, den der Förderverein in Hagen verspüre. Pfarrer Martin Wehn, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, kündigte an, der „Wunsch unsere Gäste nach Selbstbestimmung bis zum Tod soll der Maßstab für unsere Arbeit sein.“ Gesellschafter der „Stationäres Hospiz gem. GmbH“ sind die Diakonie Mark-Ruhr, der Pflegedienst Wohlbehagen sowie der Förderverein. Kooperationspartner ist die Caritas.

Zwei Übernachtungszimmer für Angehörige

Die Betreibergesellschaft wird die Immobilie für 25 Jahre mieten. Nach Fertigstellung des Gebäudes kümmern sich speziell ausgebildete Pflegekräfte und zahlreiche Ehrenamtliche um Unterbringung und Pflege, um menschliche Zuwendung und Verpflegung von bis zu acht Hospizgästen. Alle Zimmer sind vollklimatisiert und werden neben einem modernen Pflegebett über eine Sitzgruppe, einen Schlafsessel, TV- und Musikanlage, WLAN, Telefon und eigene Dusche und WC verfügen. Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige werden in zwei zusätzlichen Gästezimmern möglich sein.

Wer die Arbeit des Fördervereins unterstützen möchte, kann eine Spende auf folgendes Spendenkonto überweisen:

Sparkasse Hagen
IBAN: DE57 4505 0001 0104 0154 38
BIC: WELADE3HXXX
Stichwort: Bau eines stationären Hospiz

Der Verein freut sich über jeden, der seine Arbeit unterstützt.

Der Antrag zur Mitgliedschaft hier zum Download:

http://hospizhagen.de/docs/antrag_mitgliedschaft.pdf

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