Gospelgottesdienst in der evangelischen Kirche Oberrahmede. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. Am Sonntag lud die evangelische Gemeinde Oberrahmede zum ersten Gospelgottesdienst des Jahres 2017 ein. Unter dem Motto „We serve a mighty God“ zeigte der Chor unter der musikalischen Leitung von Helmut Jost, dass es sich für jeden Besucher lohnte, diesem außergewöhnlichen Gottesdienst beizuwohnen.

Pastorin als Teil des Chores

Hirt singt der "Hirte" mit. Monika Deitenbeck ist nicht nur Pastorin sondern auch Sängerin bei "Risecorn".
Hier singt der „Hirte“ mit. Monika Deitenbeck ist nicht nur Pastorin sondern auch Sängerin bei „Risecorn“.

Wo, wenn nicht in dieser lebendigen Gemeinde kann man eine ordinierte Pastorin im Talar inmitten eines Gospelchores mitsingen sehen?

Pastorin Monika Deitenbeck-Gosenberg schaffte diesen Spagat zwischen Verkündigung, Predigt und Mitsingen im Chor auch an diesem Morgen mühelos und zeigte ein weiteres Mal, dass ein Pastor ebenso gut voller Freude „Gospelwippe“ tanzen kann, wie danach seiner Gemeinde mit einer mitreißenden Predigt Kopf und Herz zurechtzurücken.

Helmut Jost führte durch den Vormittag

Der musikalische Leiter des Chores Helmut Jost.
Der musikalische Leiter des Chores Helmut Jost.

Der gemeindeeigene Chor Risecorn bestach sein Publikum an diesem Sonntagmorgen mit schönen Melodien und Songs wie „Lord I come to you“, „To God be the Glory“ und „Rejoyce“. Risecorn interpretiert dabei zu einem großen Teil „Gospels“ aus der Feder  des bekannten christlichen Liedermachers und Musicalschreibers Helmut Jost, der den Chor auch durch den Vormittag dirigierte, am E-Piano saß und mitsang.

Der Chor singt zudem Gospel-Klassiker wie „Amazing-Grace“ in seiner ganz eigenen „Risecorn“ Art, die altbekannten christlichen Gospelsongs eine zeitgemäße, oft rasante Note gibt, die sie ohne Umwege und punktgenau im 21. Jahrhundert landen lässt.

Große musikalische Bandbreite

Risecorn: Sehr modern und rasant, dazu viele Solisten.
Risecorn: Sehr modern und rasant, mit großer musikalischer Bandbreite.

Dabei zeigte der Chor eine große Bandbreite, angefangen von souligen Rhytmen über echtem Gospel bis hin zu christlicher Popmusik. Für jeden der Anwesenden war etwas dabei, was den vielen Besuchern im Alter zwischen 5 und 90 Jahren sichtlich gut gefiel.

Die Kirche war voll und bis auf den letzten Stuhl besetzt. Es wurde gewippt und mitgeklatscht und auch mitgesungen.

Der Bitte von Chorleiterin Antje Langenegger nachzukommen, die Form zu wahren und nicht nach jedem Lied zu applaudieren, fiel vielen sichtlich schwer.

Viele Solisten

Gospelstimmen vom Feinsten: Die Solisten Susanne Macaluso (links) und Britta Pohl.
Gospelstimmen vom Feinsten: Die Solisten Susanne Macaluso (links) und Britta Pohl.

Bei einem Konzert von Risecorn – selbst, wenn dieses als Gottesdienst gestaltet ist – ist eben immer etwas los. Was nicht zuletzt daran liegt, dass der Chor sehr abwechslungsreich agiert.

Mal singt der Chor als Einheit, mal mit Solosängerin, dann wieder stehen gleich vier Solisten vor dem Chor, dann singt der musikalische Leiter Helmut Jost selbst.

Sehr soulige, echt gospelige Stimmen sind dabei, die Solosängerin Susanne Macaluso beispielsweise könnte man mit geschlossenen Augen durchaus für ein Mitglied der „Harlem Gospel Singers“ halten.

Gelungener Einstieg

Auch besinnliche Momente durften nicht fehlen.
Auch besinnliche Momente durften nicht fehlen.

Alles in allem ein gelungener Einstieg in ein sicher spannendes Kirchenjahr, bei dem Risecorn mit vielen geplanten Auftritten eine nicht unbedeutende Rolle spielen wird.

Wer Lust hat auf mehr Gospel in der Kirche ist herzlich eingeladen, jeweils einmal in den kommenden Quartalen einem der extra gestalteten Gottesdienste beizuwohnen.

Dann jedoch nachmittags, was der Lebendigkeit dieser Veranstaltung keinerlei Abbruch tut. Die genauen Termine erfährt man auf der Gemeindeseite: www.kirche-oberrahmede.de

 

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