9. Mai 2015: Eröffnung der Schieferhäuser in Halver (Häuser der Kunst). Nach der Feier in der Sparkasse Besichtigung der Häuser mit Cafe und Räumen des Kunstvereins VAKT, die noch Baustelle sind. im Tortencafe. Foto: Rüdiger Kahlke

Halver. „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“. Der Kunstverein VAKT nimmt’s mit Humor, dass die Schieferhäuser am 9. Mai zwar eröffnet worden sind, an einen Einzug aber noch nicht zu denken ist. Den Titel von Zarah Leander haben die Künstler auf das Haus Nr 41 gemünzt, in dem sie künftig arbeiten und ausstellen wollen.

9. Mai 2015: Eröffnung der Schieferhäuser in Halver (Häuser der Kunst). Nach der Feier in der Sparkasse Besichtigung der Häuser mit Cafe und Räumen des Kunstvereins VAKT, die noch Baustelle sind. Foto: Rüdiger Kahlke
9. Mai 2015: Eröffnung der Schieferhäuser in Halver (Häuser der Kunst). Nach der Feier in der Sparkasse Besichtigung der Häuser mit Cafe und Räumen des Kunstvereins VAKT, die noch Baustelle sind.
Foto: Rüdiger Kahlke

Ursprünglich sollten die „Häuser der Kunst“ schon im Herbst vorigen Jahren fertig renoviert sein. Dass immer noch Türen und Fußböden fehlen, hielt die Stadt nicht davon ab, den „Tag der Städtebauförderung“ am Samstag zu nutzen, die Eröffnung schon mal zu feiern. Auch wenn man dafür ins Foyer der benachbarten Sparkasse ausweichen musste. Am E-Piano schuf Antonia Burgrard (15) von der Musikschule Volmetal den musikalischen Rahmen. Vor der Schlüsselübergabe an die künftigen Nutzer (Uwe Lassen und Gundi Mausbach-Dahl für Vakt; Stefano Gallus, Betreiber des Tortencafes und David Babin, Kulturmanager) hatte Bürgermeister Dr. Bernd Eicker darauf hingewiesen, dass die Sanierung Teil des Erfolgsprojektes „Oben an der Volme“ sei.

Häuser der Kunst verbinden Zeiten, Räume und Menschen

Durch die Regionale 2013 seien 60 Millionen Euro an Fördermitteln in die Region

Antonia Burgard (15) umrahmte die Feier musikalisch. Foto: Rüdiger Kahlke

geflossen. Zu 70 Prozent seien die Häuser aus Regionale-Mitteln gefördert worden. Daneben habe sich die Sparkasse an den Kosten beteiligt. „Wir freuen uns, dass es unsere Region so nach vorne bringt“, sagte Eicker. Die Häuser, die seit gut 20 Jahren unter Denkmalschutz stehen, würden Zeit, Räume und Menschen verbinden.

Eicker erinnerte auch daran, dass es der Kunstverein VAKT war, der als erstes die Idee hatte, die Häuser für die Kultur zu nutzen. Sparkassen-Direktor Thorsten Haering verwies auf die verschiedenen Nutzungen im Laufe der Zeit. So hatte die Sparkasse die Häuser zum Teil selbst genutzt bevor Malergeschäft, Reisebüro und Vakt eingezogen waren. Die renovierten Häuser seien „etwas Besonderes für das Stadtbild“, sagt Haering. Am Erhalt des reizvollen und städtebaulich gelungenen Ensembles habe sich die Sparkasse, ihrem Selbstverständnis gemäß, gerne beteiligt.

Baustelle mit vielen Meistern

Architekt Stefan Czarkowski hatte bereits vor fünf Jahren Untersuchungen zur Rettung der Häuser angestellt. „Wer an der Straße baut, hat viele Meister“, zitierte er einen älteren Bau-Experten. Demnach dürfte es keinen Fachkräftemangel geben, merkte der Planer augenzwinkernd an. Pünktlich fertig geworden sind die Schieferhäuser trotz der vielen Ratgeber jedenfalls nicht. Ein Wunder, wie Zarah Leander es beschwört, braucht es bis zur Fertigstellung sicher nicht mehr. Auf einen Termin festlegen wollen sich die VAKT-Aktiven nach ihren bisherigen Erfahrungen aber auch nicht. Sie hoffen nun, dass sie im Juli einziehen und wieder ausstellen können.

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