Das gewaltige Eingangsportal des Erlebnisaufzugs zur Burg Altena. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Mit dem neuen Erlebnisaufzug kommen deutlich mehr und auch andere Besuchergruppen zur Burg Altena. Dies zeigen die ersten Zahlen der Museen des Märkischen Kreises auf der Burg Altena für das erste Halbjahr 2014 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013. Kamen von Januar bis Juni vergangenen Jahres genau 23.896 Gäste zum Wehrbau über der Lenne, haben sich diese Zahlen in der ersten Hälfte dieses Jahres mehr als verdoppelt.

Für die ersten sechs Monate stehen 56.245 Gäste in der Statistik, eine Steigerung rund 135 Pro-zent. „Das ist das gewünschte und insgeheim erhoffte Ergebnis“, freut sich Detlef Krüger, Fachdienstleiter Kultur und Tourismus beim Märkischen Kreis. „Wir wissen natürlich, dass zurzeit viele kommen, um den neuen Erlebnisaufzug auszuprobieren.“ Der Kreis arbeite intensiv daran, dieses positive Ergebnis zu halten und auszubauen. „Der Mix aus touristischem Ausflugsziel und kulturellem Highlight mit den Museen und den Veranstaltung ist unser Kennzeichen. Nun müssen wir auch unseren neuen Gästen zeigen, dass es sich lohnt wieder zu kommen.“

Bei den Besucherzahlen für die Museen wird nun zwischen dem „kleinen“ und dem „großen“ Burgrundgang unterschieden. Der Burghof und ausgewählter Museumsbereiche sind seit der Eröffnung des Erlebnisaufzugs frei zugänglich. Daneben gibt es den „großen Rundgang“. Er beinhaltet die wesentlichen Teile der Dauerausstellung wie beispielsweise die Räume mit den Waffen und Rüstungen, den Sprichwörterraum, die Kapelle und den Bereich „Leben im Luxus“. Für diesen Teil muss weiterhin Eintritt gezahlt werden. Im ersten Halbjahr wurden 34.760 zahlende Besucher registriert. Die Tendenz der Monate Mai und Juni zeigt, dass etwa die Hälfte aller Burgbesucher in die Museen gehen. Positiv auf die wirkt sich auch die Ruhr-Top-Card aus. Seit Jahresbeginn kamen 3.743 Gäste über diese Karte zur Burg.

Geändert hat sich die Besucherstruktur. „Neben Schulklassen und Familien kommen jetzt verstärkt Bus- und Seniorengruppen“, berichtet Museumspädagogin Bernadette Lange. „Viele der Besucher im fortgeschrittenen Alter sind froh, nach langen Jahren wieder auf der Burg zu sein. Sie genießen die Atmosphäre im Burghof oder machen bei unseren Führungen mit.“ Dabei werde flexibel auf die Mobilität der einzelnen Teilnehmer eingegangen. „Wir versuchen dann bewusst Räume wie die Kapelle zu zeigen, die nur über eine oder wenige Stufen erreichbar sind.“ Gut angenommen werden auch die offenen Führungen am Wochenende. Bei vereinzelten Gruppenstärken von 35 bis 40 Personen gibt es aktuell Überlegungen, die Termine in den Stoßzeiten doppelt zu besetzen.

Entgegen anderslautender Befürchtungen haben sich auch die Zahlen für das Deutsche Drahtmuseum im ersten Halbjahr 2014 positiv entwickelt. Bisher kamen 8.079 Besucher, 1.781 mehr als im gleichen Zeitraum 2013. Dazu wird auch die Ruhr-Top-Card beigetragen haben, denn 1.215 Gäste kamen allein über diese Karte.

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