Referent Roland Winkel präsentierte die PEMTec-Anlage während des Rundgangs durch das Technikum des Werkzeugbauinstitutes in Lüdenscheid. Foto: Hegewaldt

Lüdenscheid. Rund 25 Mitglieder der gemeinsam von der SIHK zu Hagen und dem Lüdenscheider Institut für Umformtechnik für die mittelständische Wirtschaft GmbH betreuten Erfahrungsaustauschgruppe Press-, Zieh- und Stanzwerkzeuge trafen sich zur ihrer Jahresauftaktveranstaltung im Werkzeugbauinstitut Südwestfalen GmbH – WI SWF in Lüdenscheid.

Olaf Schmidt, Geschäftsführer des WI SWF, stellte den Anwesenden das 2011 als An-Institut der Fachhochschule Südwestfalen gegründete Werkzeugbauinstitut vor, das aus einem Werkzeugmacherstammtisch von 7 Gründern entstanden ist. Aktuell zählen 65 namhafte Unternehmen und Institutionen aus Südwestfalen zu den Gesellschaftern der GmbH bzw. sind Mitglied im Trägerverein. Ein Hauptaugenmerk legt das Institut in den Aufbau eines funktionierenden Kompetenznetzwerkes, in die Entwicklung und Förderung neuester Technologien sowie in das Angebot firmenspezifischer Seminare und Workshops. Weiterhin stehen im Mittelpunkt die Entwicklung eines Gütesiegels für die Zusammenarbeit im Werkzeugbau, der Technologietransfer und die Industrieberatung. Auch werden Gespräche zur Etablierung eines Studienangebotes für Werkzeugmacher in der Region geführt.

Dipl.-Ing. Roland Winkel, Projektleiter im Werkzeugbauinstitut, stellte den Anwesenden die PECM-Technologie (Präziser Elektro-Chemischer Metallabtrag) vor. Bei dieser Technologie, im Fachjargon als „pemmen“ bekannt, handelt es sich um ein Verfahren, bei dem Metallpartikel gezielt durch einen elektrisch beschleunigten Prozess chemisch gelöst und von der Oberfläche des Werkstücks abgetragen werden. Dabei nimmt ein positiv gepoltes Werkstück (Anode) mit Hilfe eines gesteuerten Stromimpulses über einen entsprechend leitfähigen Elektrolyten (Salzwasser) die Form der negativ gepolten Werkzeugelektrode (Kathode) an. Die Vorteile dieser Technologie liegen in einer guten Oberflächenbeschaffenheit bei gleichzeitigem sehr geringem bzw. nicht vorhandenem Elektrodenverschleiß und hoher Bearbeitungsgeschwindigkeit Im Anschluss an den Vortrag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, im Technikum des Werkzeugbauinstitutes eine PEMTec-Anlage in der praktischen Anwendung erleben zu können. Hierbei bot sich auch die Gelegenheit zur Erörterung weitergehender Fragestellungen und Diskussionen mit dem Referenten.

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