„Der Engel des Friedens“ weist an der Rezeption von Haus Nordhelle dem Gast den Weg zur Ausstellung „Shona-Art“ im Sauerland. Foto: Wolfgang Teipel

Meinerzhagen/Märkischer Kreis. Der Engel des Friedens grüßt Besucher an der Rezeption des Haus Nordhelle. Mit seiner ruhigen Energie nimmt er den Gast auf und weist ihm den Weg in ein tiefes friedvolles Lebensgefühl. Der Engel ist eine von 20 Skulpturen des Künstlers Edious Nyagweta. Der 39-jährige Bildhauer aus Simbabwe zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Shona-Art. Seine Werke sind noch bis zum 17. September in der Evangelischen Tagungsstätte zu sehen.

Pfarrer Martin Ahlhaus nennt den Künstler liebevoll „Eddy“. In Deutschland wird der 39-Jährige von der Wittener Galerie Shona Art vertreten. Sie hat die Ausstellung zusammen mit dem Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWE) organisiert.

Pfarrer Martin Ahlhaus, Edious Nyagweta und Volker Bäumel von Haus Nordhelle bei der Ausstellungseröffnung.
Foto: Wolfgang Teipel

„Simbabwe zählt zu den ärmsten Ländern der Welt“, sagte Martin Ahlhaus bei der Ausstellungseröffnung. Die Kirchen in diesem Land dürften nicht vergessen werden. Dazu zähle es eben auch, Bildhauern aus Simbabwe eine Chance zu geben, ihren Lebensunterhalt mit ihrer Kunst zu verdienen.

Werke aus Serpentingestein

Was Edious Nyagweta in den rund 2,5 Milliarden alten Bruchstücken aus Serpentingestein sieht und was er aus ihnen herausholt, ist faszinierend. Seine Kunstwerke zeigen menschliche Gefühle und Werte wie Liebe, Geborgenheit, Gemeinschaft, Zufriedenheit und Harmonie. Andere zeigen Szenen und Personen der biblischen Überlieferung in afrikanischer Interpretation. Zu ihnen zählt auch der überlebensgroße Sämann auf dem Außengelände an der Auffahrt zum Haus Nordhelle.

2005 erstmals in Europa

Die Skulptur „Der Sämann“ an der Auffahrt zum Haus Nordhelle. Foto: Wolfgang Teipel

Schon als Achtjähriger war Edious Nyagweta von der Shona-Kunst fasziniert. „Als kleiner Junge durfte ich den großen Meister Thomas Mukarobgwa besuchen“, berichtete der Künstler bei der Ausstellungseröffnung. Der berühmte Mann drückte ihm eines Tages Hammer, Meißel, Raspel und Feile und die Hand und Edious legte los. Mukarobgwa erkannte sein Talent und förderte ihn später nach Kräften. 2005 wurde Edious Nyagweta erstmals nach Europa eingeladen.

Workshops mit Edious Nyagweta

Seine Werkstatt hat er in einem Pavillon auf dem Außengelände von Haus Nordhelle aufgebaut. Hier oder auch im Werkraum lädt er zu Workshops ein. Interessierte jeden Alters können von ihm lernen, den original Serpentinstein zu bearbeiten und eigene Skulpturen erschaffen.

Weitere Informationen und Anmeldung im Haus Nordhelle bei Claudia Neuhäuser, Telefon 02358 8009161, Mail: c.neuhaeuser@haus-nordhelle.de

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here