Enervie
Foto: Enervie

Hagen/Märkischer Kreis. Nach dem gutem Jahresergebnis 2016 und frühzeitig greifenden Restrukturierungsmaßnahmen hat Enervie jetzt mit Banken vollständige Neufinanzierung vereinbart.

Das Unternehmen konnte deutlich früher als erwartet und in vergleichbaren Situationen üblich den Restrukturierungsrahmenvertrag mit den Banken einvernehmlich beenden und eine marktaktuelle Unternehmensfinanzierung mit deutlich günstigeren Konditionen vereinbaren, heißt es in einer Pressemitteilung des Stromversorgers. Dies eröffne den Unternehmen der Enervie Gruppe, Hagen, neuen Handlungsspielraum für eine erfolgreiche Positionierung mit Produkten und Dienstleistungen – insbesondere in der Region.

Eigenkapital wird gestärkt

Enervie hatte das Geschäftsjahr 2016 zuvor besser als prognostiziert mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 30,2 Millionen Euro und einem Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen in Höhe von ca. 91 Millionen Euro abgeschlossen. Das Unternehmen konnte mit der Neufinanzierung die Verschuldung seit Beginn der Restrukturierung Mitte 2015 von rund 290 auf ca. 140 Millionen Euro reduzieren. Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis hat zudem die Hauptversammlung am 22. Mai 2017 einvernehmlich beschlossen, für das Geschäftsjahr 2016 keine Dividende an die Aktionäre auszuzahlen.

Acht Banken im Konsortium

Aktuell wurde mit einem Konsortium aus insgesamt acht Banken ein neuer Kreditvertrag vereinbart. Dieser löst den 2015 geschlossenen Restrukturierungsrahmenvertrag ab, der zum damaligen Beginn der Restrukturierung die Finanzierung des Unternehmens mit über 30 engagierten Banken sicherstellte. Auf Basis des erfolgreichen Verlaufs der Restrukturierung und der damit verbundenen positiven wirtschaftlichen Entwicklung ist es Enervie gelungen, eine marktgerechte Neufinanzierung abzuschließen, deren Konditionen erheblich verbessert sind.

Aktionärsdarlehen der drei Hauptgesellschafter

Wichtiger Bestandteil der Unternehmensfinanzierung bleibt das bereits 2015 im Rahmen des Restrukturierungsbeginns gewährte Aktionärsdarlehen der drei Hauptgesellschafter Stadt Hagen, Stadt Lüdenscheid und Remondis in Höhe von 60 Millionen Euro.

„Mit dieser Neufinanzierung setzen wir ein deutliches Zeichen für eine erfolgreiche Stabilisierung der Enervie Gruppe. Für uns ist der frühe Zeitpunkt ein Vertrauensbeweis in die zurück gewonnene finanzielle Solidität des Unternehmens und zugleich eine Motivation, die erfolgreiche Restrukturierung im Sinne der Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter fortzuführen“, zeigte sich Erik Höhne, Vorstandssprecher und Finanzvorstand der Enervie Gruppe, zufrieden mit dem erreichten Meilenstein. „Wir haben im Rahmen der Neuausrichtung und der vollständigen Restrukturierung noch einen Weg vor uns. Im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem Erreichten werden wir jetzt nicht in unserer Anstrengung nachlassen.“

Weitere Informationen zum Jahresabschluss 2016 der ENERVIE Gruppe unter www.enervie-gruppe.de.

 

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