Silvia Apel informierte in der Stadtklinik Werdohl zum Thema "Wohnen im Alter". Foto: Andrea Kleff/Märkische Kliniken

Werdohl.  Die meisten Menschen möchten auch mit zunehmendem Alter ihr Leben in den eigenen vier Wänden gestalten und in ihrer vertrauten Umgebung bleiben – auch wenn der Bedarf an Hilfe und Betreuung zunimmt. Mit welchen Hilfsmitteln und Maßnahmen dies gut gelingen kann, darüber informierte Silvia Apel, Krankenschwester und Pflegewissenschaftlerin, interessierte Senioren im Rahmen eines Vortrags der Reihe „Dienstags in den Märkischen Kliniken“ in der Stadtklinik Werdohl.



Anzeige | Eigene Anzeige schalten



Stolperfallen vermeiden

So lässt sich eine ganze Reihe von Barrieren in der Wohnung relativ einfach und kostengünstig beseitigen: Rutschfeste Bodenbeläge und das Entfernen von überflüssigen Teppichen verhindern Stolperfallen. Ein Duschhocker und eine stabile Sitzgelegenheit beim An- und Ausziehen können gefährliche Stürze abwenden.

Haltegriffe für WC und Badewanne

„Montieren Sie Holzklötze unter das Sofa oder das Bett, um die Sitzfläche zu erhöhen, das erleichtert das Aufstehen und Hinsetzen ungemein. Mit ein bisschen Hilfe von Angehörigen oder Nachbarn ist dies recht einfach umsetzbar“, so Silvia Apel. Auch Haltegriffe am WC oder der Badewanne bieten zusätzliche Sicherheit. Für Komfort sorgen zudem Badewannenlifte, mit denen man sitzend per Knopfdruck in die Wanne hinein und nach dem Bad wieder aufrecht nach oben fahren kann.

Zuschüsse für Umbauten

„Mein Badezimmer ist sehr eng, so dass ich mit dem Rollator gar nicht an der Badewanne vorbei komme“, klagte eine Seniorin. Wahrscheinlich sei in ihrem Fall der Einbau einer barrierefreien Dusche erforderlich, so Silvia Apel. Für bauliche Veränderungen dieser Art kann es eine Finanzhilfe von der Pflegekasse geben. Sie muss dort beantragt werden. Auch für den Bau einer Rampe oder einer mobilen Treppensteighilfe sind Zuschüsse möglich.

Viele Stellen beraten

„Bei Wohnraumanpassungen ist eine gute Beratung wichtig. Fachleute finden Sie in Wohnberatungsstellen, die beispielsweise der Märkische Kreis, aber auch Krankenkassen oder Wohlfahrtsverbände anbieten“, rät Silvia Apel. Die Experten machen sogar Hausbesuche und können sich so viel besser einen Eindruck verschaffen und ganz individuelle Tipps und Ratschläge für die Umgestaltung des Heims geben.

Greifhilfen erleichtern den Alltag

Auch die Technik bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Lebensqualität im Alter zu bewahren: Schon kleine technische Hilfsmittel, beispielsweise Greifhilfen, Schuh- und Strumpfanzieher oder spezielle Flaschen- und Dosenöffner, können den Alltag erleichtern.

Informationen zu den vielfältigen Möglichkeiten finden Senioren in den örtlichen Pflegeberatungsstellen oder in Sanitätshäusern. Erstaunt und überrascht über die Vielfalt der Möglichkeiten, die ihnen den Alltag und das Leben erleichtern können, zeigten sich die Besucher des Vortrags und hatten im Anschluss noch einige Fragen zum Thema mitgebracht, die Silvia Apel gern beantwortete.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here