Gordan Dudas, Sebastian Wagemeyer, Fabian Ferber und Jens Voß stellten das Positionspapier "Eine Stadt für alle" im Willy-Brandt-Haus vor. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die Integration von Flüchtlingen, bezahlbarer Wohnraum für alle, die ihn brauchen, Bewältigung des demografischen Wandels, Erhalt und Pflege öffentlicher Einrichtungen und mehr – Lüdenscheid steht vor zahlreichen Herausforderungen und das bei knappen Kassen. Wie sollen die Aufgaben bewältigt werden?

„Gestalten statt verwalten“, sagt SPD-Stadtverbandsvorsitzender Gordan Dudas. Den finanziellen Spielräumen seien zwar enge Grenzen gesetzt. Dennoch erhebe die SPD den Anspruch „Lüdenscheid gemeinsam mit anderen zu gestalten.“ Bei ihrer Stadtverbandsdelegiertenkonferenz am Mittwoch haben die Sozialdemokraten dazu ein 20-seitiges Positionspapier verabschiedet. Es trägt den klingenden Titel „Eine Stadt für alle“ und beschreibt zehn Handlungsfelder, auf denen die SPD ihre Arbeit fortsetzen, verstärken oder auch neu aufnehmen will.

Auftakt im November 2015

Die Geschichte des Positionspapiers begann mit einer Veranstaltung in November, bei der Ideen gesammelt wurden. Sebastian Wagemeyer und Fabian Ferber stellten die Gedanken zusammen. Im anschließenden Diskussionsprozess entstand schließlich das Handlungskonzept, dass die SPD in den nächsten Jahren beschäftigen wird. „Dazu zählt selbstverständlich der Austausch mit allen gesellschaftlichen Gruppen in der Stadt betonte Gordan Dudas. Das komplette Positionspapier zum Nachlesen:SPD Lüdenscheid – Eine Stadt für alle

Umsetzung beginnt sofort

Lüdenscheid (hier der Sternplatz) soll eine Stadt für alle werden. Foto: Wolfgang Teipel
Lüdenscheid (hier der Sternplatz) soll eine Stadt für alle werden. Foto: Wolfgang Teipel

Die Umsetzungsphase beginnt ab sofort. Ortsvereine und die Fraktion werden Arbeitsaufträge erhalten. Für Fraktionschef Jens Voss bedeutet das: „Wir werden uns intensiv mit dem Positionspapier befassen, prüfen, an welchen Stellen Potenzial für Anträge vorhanden sind und uns Mehrheiten suchen.“ Eine Chance, Vorhaben in Lüdenscheid auf eine breitere Basis zu stellen, sieht Voss in den Stadtteilkonferenzen. Sie könnten noch für die Ortsteile Brüninghausen, Buckesfeld und Wettringhof ins Leben gerufen werden.

Integration, Bildung, angemessener Wohnraum zu bezahlbaren Preisen, die Stärkung der Lüdenscheider Wohnstätten als Element kommunaler Daseinsvorsorge – das sind Punkte, die für die beiden Autoren Sebastian Wagemeyer und Fabian Ferber eine wichtige Rolle spielen. Ebenso bedeutsam sei es, ein neues Verständnis für Transparenz und die Bereitstellung von Informationen zu entwickeln. „Wir müssen auch Menschen, die nicht das große Wort führen können oder wollen eine Chance geben, ihre Meinung kundzutun.“ In diesem Zusammenhang müsse auch über neue Veranstaltungsformen nachgedacht werden.

Partei übernimmt gestalterische Aufgaben in der Gesellschaft

„Man braucht nicht immer eine Ortsvereinsversammlung mit Tagesordnung und so weiter . . .“ Stärkere Beteiligungsmöglichkeiten für SPD-Mitglieder, Öffnung auch für Nichtmitglieder sowie eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit – die Sozialdemokraten sind auch auf der Suche nach innovativen Formen der Beteiligung. „Dabei muss immer klar sein, dass es die SPD als Partei ist, die eine gestalterische Aufgabe in der Gesellschaft übernimmt“, betonte Fabian Ferber.

 

 

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