Ein starkes Team. Die Syrerin Rahaf Zadea machte ein Praktikum bei Kunsttherapeutin Regina Lehmann. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. In den Ferien bietet die Künsttherapeutin Regina Lehmann in ihrem Atelier regelmäßig Kreativ-Kurse für Kinder an. Malen, basteln und nähen stehen dabei auf dem Programm. So auch in diesen Osterferien. Ein anspruchsvolles Programm für die 8- bis 14-jährigen Kinder, die in wenigen Tagen lernen, wie man z.B. eine Tasche oder ein Kissen näht. Oder mit Farben umgeht und dabei die verschiedensten künstlerischen Techniken ausprobieren.



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Hilfe bekam Regina Lehmann diesmal von der Syrerin Rahaf. Die 20-Jährige ist seit Ende 2015 mit ihren zwei Brüdern in Deutschland. Nach einer spektakulären Flucht übers Mittelmeer, bei der ihr Boot unterging und sie gemeinsam mit ihren Brüdern stundenlang an eine Planke geklammert auf dem Mittelmeer trieb, kam sie nach Lüdenscheid.

Es passte auf Anhieb

Rahaf studierte in Syrien bereits Kunst und möchte dies auch in Deutschland tun.

Rahaf, die in Syrien Kunst studierte, lernt im Moment in Lüdenscheid Deutsch und suchte für die Osterferien ein Praktikum im kreativen Bereich. Über eine gemeinsame Freundin erfuhr sie von Reginas Ferienkursen. Die beiden trafen sich und es passte auf Anhieb.

Zwei Wochen lang unterstützte die Syrerin Regina Lehmann bei der Arbeit mit den Kindern. Und lernte selbst noch viel dazu. Wie man Kindern etwas beibringt, z.B. Sie verbesserte zudem ihre eigenen Fertigkeiten im Nähen und Malen und konnte ganz nebenbei ihre Deutschkenntnisse erweitern.

Rundum zufrieden

Regina Lehmann in ihrem Element. Sie gab Rahaf die Chance auf ein Praktikum. Und ist mit dieser Entscheidung sehr zufrieden.

Regina Lehmann war rundum zufrieden mit Rahaf, brachte diese doch als ehemalige Kunststudentin ihr eigenes künstlerisches Wissen mit ein und bereicherte so auch von ihrer Seite aus die Kurse.

Regina und Rahaf – ein Beispiel für gelungene Intergration. Ohne Berührungsängste, dafür mit viel gegenseitigem Respekt, bewiesen sie in diesen zwei Wochen, dass Integration nicht nur möglich ist, sondern auch funktioniert. Wenn man sich drauf einlässt. Die zwei sind Freundinnen geworden. Und Regina zugleich Rahafs Mentorin, die ihr sicher noch viel beibringen wird.

Gelungene Integration

Keinerlei Berührungsängst: Die Kinder und Rahaf verstanden sich super.

Den Kindern in diesen Ferienwochen hat die Arbeit mit der ungewöhnlichen Rahaf ebenfalls Spaß gemacht. Kinder sind da eh ganz locker und sehr offen, wenn man sie nur lässt.

Rahaf selbst wird ein Praktikumszeugnis erhalten, ein weiterer Schritt hin zu ihrem Traum, in Deutschland Kunst zu studieren.

Ab Montag heißt es dann wieder die Schulbank drücken und so schnell wie möglich die deutsche Sprache erlernen.

Zu wünschen wäre, dass solche Beispiele Schule machen. Und sich beide Seiten viel öfter trauen, in konstruktiver Art aufeinander zuzugehen. Z.B. durch ein Praktikumsangebot. Wer mehr über Regina Lehmann und ihre Kursangebote wissen will, findet sie unter: www.malnachmittage.de oder hier bei TACH in der Rubrik: Wer ist eigentlich …

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