Die sechs Slam Poeten schlugen sich gut. Gewinnen konnte indes nur einer und das war eine SIE. v.l.n.r. Henrik Galla, Johannes Floehr, Henrike Klehr, Florian Stein, Yannick Steinkellner, Sim Panse und Moderator Marian Heuser. Alle Fotos: Daniel Scharf

Lüdenscheid. Der erste Poetry Slam dieses Jahres unter der Regie von Marian Heuser fand einen schönen Einstieg im Kulturhaus Lüdenscheid.

Ein Battle – sechs Slammer

So lieferten sich an diesem Freitagabend die sechs Slammer Henrike Klehr, Johannes Flöhr, Florian Stein, Henrik Galla, Sim Panse und Yannik Steinkellner einen spannenden Fight um die „Goldene Feder“ und das Preisgeld von 150 Euro.

Marian, das „Sacrifice“

Marian heuser. Der "World of Wordcroft"-Erfinder und Leiter der Veranstaltung moderierte seine Battle-Show mit gewohnter Leichtigkeit und Eloquenz.
Marian Heuser. Der „World of Wordcroft“-Erfinder und Leiter der Veranstaltung moderierte seine Battle-Show mit gewohnter Leichtigkeit und Eloquenz.

Moderator Marian Heuser trug wie immer maßgeblich zum Gelingen des Abend bei, nicht nur durch eine rasante Moderation in gewohnter „Marian-Chuzpe“, sondern auch, indem er einmal mehr das „Sacrifice“ machte.

Das ist derjenige, der quasi als „Vorband“ für einen Poetry Slam dient und sich als erster dem Publikum stellt, ohne jedoch mit in die Wertung einzufließen.

Und ganz undankbar auch das „Opfer“ genannt wird. Zum Einstieg gab´s einen sanften, leisen, humorigen und bisweilen sehr selbstkritischen Text, ganz neu aus Marians Feder, der dem Publikum den Einstieg in den Abend leicht machte. Und schon einmal für gute Stimmung sorgte.

Texte waren bunt gemischt

Florian Stein zeigte echten Körpereinsatz.
Florian Stein zeigte echten Körpereinsatz.

Die anderen sechs Slammer gaben ebenfalls sichtlich ihr Bestes. Die Texte waren sehr bunt gemischt, vom echten Slapstick eines Johannes Flöhr bis hin zu dem Hammertext über Sarajevo von Yannik Steinkellner war alles dabei, was ein guter Poetry Slam zu bieten hat.

Intellektuell anspruchsvoll und eher philosophisch kamen Florian Stein und Sim Panse daher, Henrik Galla referierte amüsant über seine Heimatstadt Werdohl und deren Bewohner und Henrike Klehr, nun, sie sprach einfach über Henrike Klehr und ihre Begegnung mit dem Leben.

Jüngste im Poeten-Bund

Hendrike war eigentlich das "Küken" in der Runde. Und gewann dann Slam in lockerer Manier.
Henrike war eigentlich das „Küken“ in der Runde. Und gewann dann den Slam in lockerer Manier.

Und das so erfolgreich, dass sie das Battle gleich einmal gewann. Verdient, wie eigentlich alle fanden, war sie doch nicht nur mit ihren 18 Jahren die Jüngste im Bunde der Poeten, sondern auch die mit dem frechsten Mundwerk.

Marian Heuser als „älteren Herrn“ zu bezeichnen, nun da gehört schon eine gehörige Portion Mut und Selbstbewusstsein dazu. Er nahm es ihr nicht übel, sondern konterte gewohnt schlagfertig und gut gelaunt zurück, so dass die beiden dann wieder „quitt“ waren miteinander.

Gewinnerin des Abends

Der "Hintere Bühnesaal" war mit 270 Besuchern ausverkauft.
Der „Hintere Bühnensaal“ war ausverkauft.

Henrike bezauberte jedenfalls nicht nur ihr Publikum mit ihren „Geschichten aus dem Leben“, sondern war auch unter ihren Kollegen sichtlich wohlgelitten, die sich alle ehrlich mitfreuten über ihre Feder-Trophäe aus der künstlerischen Hand von Claudia Bäcker-Kirmse.

Der erste Poetry Slam „World of Wordcraft“ des Jahres 2017 vor ausverkauftem Haus und mit einem Publikum, das sich auch durch Sachverstand auszeichnete, läutete eine neue Reihe von ganz unterschiedlichen Slam-Wettbewerben ein, die Marian Heuser in den nächsten Monaten den Lüdenscheidern im Kulturhaus bietet.

Es geht am 24. März weiter mit dem Song-Slam, bei dem man sich u.a. auch auf den in der Bergstadt mittlerweile recht bekannten Singer- / Songwriter Edy Edwards freuen darf!

 

 

 

 

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