HAZEFELD zu Gast im "Ritter am Markt". Ein Auftritt, der überzeugte! Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. Das Duo „HAZEFELD“ gab mit seinen „FRIENDS“ am Samstag, 11. März, ein Konzert im „Ritter am Markt“. Und wer dachte, „Das kann ja nicht passen“, wurde an diesem Abend eines besseren belehrt. Die beiden Halveraner, Robin Brunsmeier alias BINYO und Sebastian Kreinberg alias BASSTEA wurden dabei unterstützt von Rudolf F. Nauhauser am Saxofon und DJ Nachtfalke (Gerit Nicolas Rüter). Gemeinsam brachten sie die Kneipe zum Kochen.



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Musik von der Straße

Diese beiden machten spontan mit. „Hoffnung gewinnt“ hieß der Song von Maximilian Lappe (rechts), der echtes Hitpotenzial hat.

Gerade die Atmosphäre des „Ritter“ war dieser Art von HipHop sehr zuträglich.

Als Musik von der Straße etablierte sich HipHop zwar schon in den 90er Jahren als Musikstil weltweit in den angesagten Clubs der Städte, entstand aber nichtsdestotrotz nicht in den feinen Szene-Treffs, sondern entwickelte sich auf der Straße und in den einfachen Kneipen New Yorks, in denen die Arbeiter und der künstlerische „Underground“ der Stadt ihr Bier tranken.

Also genau in der kreativen Szene, die es immer wieder schafft, Trends und künstlerische Impulse weltweit zu setzen.

Hoffnung für alle

Auch diese drei legten ganz spontan eine HipHop-Nummer hin, die begeisterte. Eigentlich waren sie als Publikum ins „Ritter“ gekommen.

Und so war auch an diesem Abend in dieser noch „echten“ Kneipe alles so, wie es sein sollte. Außer „HAZEFELD“ traten auch Leute aus dem Publikum auf. Herausragend das Lied „Hoffnung gewinnt“ des Lüdenscheiders Maximilian Lappe, das die anwesenden HipHop Fans absolut begeisterte.

Und für genau die richtige Einstimmung für „HAZEFELD“ sorgten. HipHop ist eine der wenigen musikalischen Richtungen, die nie wirklich „fertig“ werden, sondern von der Kreativität seiner Macher lebt.

In den rasanten Rhythmen steckt immer wieder neues Potenzial für neue Kombinationen mit anderen Musikrichtungen. Ob Jazz und Popsongs, klassische Elemente oder ein kleiner Reggae-Riff, HipHop liefert die ideale Steilvorlage für jede Art von musikalischem Experiment. Und eben auch dafür, einfach mal ganz spontan mitzumachen, so wie an diesem Abend.

Monumental und reduziert

Sehr cool: DJ Nachtfalke.

„HAZEFELD“ ist dabei einer der lebendigsten  Bands der Sauerländer HipHop-Szene: sanfte Texte, die zum Nachdenken anregen und direkt aus dem Leben stammen, treffen auf eingängige Musik und heiße Rhythmen.

BINYO und BASSTEA wurden an diesem Abend von DJ Nachtfalke unterstützt. Dieser Mann weiß genau, was seinen Frontsängern musikalisch gut tut und reduzierte sich in seiner Musik so perfekt abgestimmt, dass die Stimmen der beiden Sänger oder das Saxofon von Rudolf nie zu kurz kamen. Um dann mit solch monumentalen Klängen, den gemeinsamen Rhythmus nach vorne zu treiben, dass eine Dynamik entstand, die das Herz des Zuhörers sofort höher schlägen ließ.

Vorbehalte abbauen

Rudolf F. Nauhauser und sein Saxofon.

Rudolf F. Nauhauser, mittlerweile ein fester Bestandteil bei allen BINYO-Auftritten, trug an diesem Abend im „Ritter am Markt“ mit seinem Saxofon entscheidend dazu bei, auch die älteren Zuhörer von dieser Musik zu überzeugen.

Er war auch nach dem Konzert noch DAS Gespräch des Abends und sorgte dafür, dass die Vorbehalte, HipHop sei ja nur etwas für die ganz, ganz Jungen deutlich abgebaut wurden.

Nie langweilig

Überhaupt spricht „HAZEFELD“ ein sehr breites Publikum an. Alterstrukturen sind Robin und Sebastian sichtlich egal, sie haben einfach Spaß an ihrer Musik und begegnen ihrem Publikum mit Respekt und sehr viel Lebensfreude. Dazu zeigen beide so eine Präsenz, dass man nichts anderes tun kann, als mitzufeiern. Ihre Texte sind lyrisch anspruchsvoll und sagen tatsächlich etwas aus und ihre Stimmen tragen den Sound über einen ganzen Abend hinweg, ohne einmal wegzubrechen oder an Qualität einzubüßen. Es ist ein Gewinn, ihnen zuzuhören und man darf von ihnen noch so einiges erwarten.

Experimentell, spontan und kreativ

Robin Brunsmeier alias BINYO.

Die beiden Bandleader lassen sich dabei auch musikalisch immer wieder etwas Neues einfallen, ein Konzert der beiden ist experimentell, spontan und kreativ. Nie langweilig.

So auch an diesem Abend: Man ging gestärkt, ein wenig hoffnungsvoller und sehr viel fröhlicher nach Hause.

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