Die verschiedenen Abfallsorten werden sorgfältig getrennt. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Das Gelände der ehemaligen Holzhandlung Damrosch an der Bahnhofsallee wird saniert. Unter anderem müssen rund 250 Kubikmeter mit Mineralkohlenwasserstoffen belastete Böden ausgehoben und fachgerecht entsorgt werden. Diese Ölrückstände stammen offensichtlich aus früheren Nutzungen und nicht von Damrosch. Wie Bürgermeister Dieter Dzewas erklärte, wurden in der Nachbarschaft des Geländes über viele Jahre ein Schrottplatz und auch eine Autowerkstatt betrieben. Die Schmierstoffe müssten im Laufe der Jahre durchgesickert sein.

Umsiedlung im Jahr 2013

Abbruch und Sanierung des ehemaligen Damrosch-Standortes schreiten voran. Am Donnerstag wurde die Maßnahme vorgestellt. Seit 21. August werden im Auftrag des Verbandes für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AVV) und mit fachtechnischer Unterstützung des Märkischen Kreises die Gebäude abgebrochen. Anschließend wird der Boden saniert. Das rund 3700 Quadratmeter große Areal auf dem insgesamt 4,5 Hektar großen Gelände konnte nicht in die erste Sanierungsphase auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände einbezogen werden. Damals wurde das Grundstück noch von der Holzhandlung genutzt.

Bürgermeister Dieter Dzewas und Edgar Weinert, Fachdienstleiter Wirtschaftsförderung, zeigen einen Planentwurf für das Gelände an der Bahnhofstraße. Foto: Wolfgang Teipel

Nach der Umsiedlung im Jahr 2013 hatte der AAV mit der Stadt einen öffentlich-rechtlichen Vertrag über eine ergänzende Sanierungsuntersuchung der Fläche und die Sanierungsplanung abgeschlossen. Im Juli 2016 wurden dann der Rückbau der Gebäude und die anschließende Bodensanierung vertraglich geregelt.

Abschluss Ende September/Anfang Oktober

Auf dem Gelände sind folgende Arbeiten vorgesehen:

  • Circa 6.600 Quadratmeter umbauter Raum müssen ausgeräumt, entkernt und rückgebaut werden. Das ist bereits geschehen.
  • Aktuell werden 2.900 Quadratmeter versiegelte Flächen zurückgebaut.
  • Rund 1.200 Tonnen Abfall aus dem Gebäuderückbau müssen fachgerecht entsorgt werden.
  • Zum Abschluss werden die belasteten Böden ausgehoben und entsorgt.

Die Arbeiten sollen Ende September/Anfang Oktober abgeschlossen sein.

Attraktive innenstadtnahe Fläche

„Danach haben wir eine attraktive innenstadtnahe Fläche für die Erweiterung unseres modernen Bildungs-, Forschungs- und Dienstleistungsquartiers“, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas. Unter anderem liegen hier Optionsflächen für die Fachhochschule. Möglicherweise konnte hier auch die neue Feuer- und Rettungswache angesiedelt werden. „Das ist eine Option“, erklärte der Rathaus-Chef.

Kosten betragen rund 300.000 Euro

Die Sanierungskosten werden auf rund 300.000 Euro beziffert. 80 Prozent werden von der AAV übernommen. 20 Prozent trägt die Stadt Lüdenscheid.

Info: Der AAV gilt bundesweit als einzigartiges Kompetenzzentrum für Flächenrecycling und Altlastensanierung. Land, Kommunen und die Wirtschaft arbeiten hier partnerschaftlich zusammen. Die AAV beseitigt überall Altlasten in Boden und Grundwasser, wo ein Verursacher der Verunreinigungen nicht mehr haftbar gemacht werden kann. So schützt der AAV Mensch und Umwelt vor Gefahren. Gleichzeitig macht er so wertvolle, meist attraktiv gelegene und gut erschlossene Flächen wieder nutzbar.

 

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