Allen Protesten und Solidaritätskundgebungen zum Trotz kündigt Dura jetzt 250 Entlassungen an. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Monatelang war nichts Neues zu hören über die Dura-Standorte Plettenberg und Selbecke. Jetzt lässt die Chefetage die Katze aus dem Sack. Das geht aus einer Pressemitteilung der IG Metall hervor.



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Auf der heutigen (27. März) Betriebsversammlung habe der Plettenberger Automobilzulieferer Dura erklärt, etwa 250 Personen in diesem Jahr entlassen zu wollen, informiert die IG Metall. Hierüber wolle der Arbeitgeber bis Ende April ein Verfahren zum Interessenausgleich und Sozialplan abschließen. Dura-Geschäftsführer David Pettyes sei heute ohne Vorankündigung zur Betriebsversammlung erschienen, um diese Botschaft zu übermitteln. Den Abbau von Arbeitsplätzen begründe der Arbeitgeber mit dem Auftragsrückgang für den Bereich Leisten und Blenden.

Torsten Kasubke führt auf der Arbeitnehmerseite die Verhandlungen mit der Dura-Geschäftsführung. Foto: Bernhard Schlütter

Hierzu erklärt Torsten Kasubke, 2. Bevollmächtigter der IG Metall: „Nach Monaten der Stille stellt der Arbeitgeber seine Beschäftigten erneut vor vollendete Tatsachen. Der Auftragsrückgang war lange bekannt. Seit Jahren hat sich die amerikanische Geschäftsführung nicht um neue Aufträge für Plettenberg bemüht. Anstatt fair mit den Beschäftigten umzugehen und vielleicht sogar nach alternativen Aufträgen zu suchen, hat der Arbeitgeber in der Vergangenheit nichts gemacht. Die Zeit wäre dafür da gewesen.“

Nun solle innerhalb von vier Wochen über einen Sozialplan beraten werden. Dazwischen lägen die Osterferien, in denen viele Menschen im Dura-Werk auch Urlaub nehmen würden. „In diesem Zeitraum mit den Beschäftigten auch im Einzelgespräch über ihre persönliche Zukunft zu beraten, erscheint fast unmöglich. So kann man nicht miteinander umgehen.“

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