Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Dura Automotive Plettenberg Leisten & Blenden GmbH hat Äußerungen von Betriebsrat und IG Metall gegenüber Dura-Mitarbeitern scharf kritisiert. Angeblich hatten am Freitag, 30. September, Vertreter von Gewerkschaft und Betriebsrat gesagt, dass eine Insolvenz angeblich die beste Option für die Mitarbeiter in Plettenberg sei.

Die zu Wochenbeginn geführten Gespräche zur dringend erforderlichen Mehr- und Wochenendarbeit seien erneut gescheitert, teilt die Dura-Chefetage mit. Trotz eindringlicher Bitten von Duras Kunden, die an den Gesprächen teilgenommen haben, hätten der Betriebsrat und die Gewerkschaft die Mehr- und Wochenendarbeit weiterhin verweigert.

Ernsthafter Schaden möglich

Der Stillstand der Produktion in Plettenberg am Wochenende könne nun zur Folge haben, dass den Kunden ernsthafter Schaden in Form von Produktionsausfällen entstehe.

„Die unberechtigte Drohung des Betriebsrats und der IG Metall, dass eine Insolvenz für die Mitarbeiter besser sei, ist mir völlig unverständlich. Sie missachtet eindeutig die Interessen unserer Mitarbeiter und Kunden. Dies gilt auch für die andauernde Weigerung, Mehr- und Wochenendarbeit zu genehmigen, wodurch unseren Kunden erheblicher Schaden entsteht“, sagt Lynn Tilton, CEO von Duras Eigentümergesellschaft.

Tilton: Niemals zuvor eine solche Situation erlebt

„Ich habe Betriebsrat und IG Metall einen Vorschlag unterbreitet, wie wir unseren Konflikt im Interesse von Duras Kunden einstweilen beilegen können. Der Vorschlag, der die volle Unterstützung aller Kunden hatte, wurde von den Arbeitnehmervertretern abgelehnt, ohne die Auswirkungen für unsere Kunden und Mitarbeiter zu berücksichtigen. Niemals zuvor habe ich eine solche Situation erlebt, in der einige wenige die Macht und Bereitschaft haben, die Kundenbasis, den Standort und die Zukunft der Mitarbeiter und ihrer Familien zu zerstören, ohne dass sie selbst Konsequenzen davon tragen“, wird Lynn Tilton in der Mitteilung zitiert.

Die Gespräche, ursprünglich initiiert vom Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, sollten dazu dienen, eine Lösung in der festgefahrenen Situation bei Dura in Plettenberg zu finden, die zu signifikanten Produktionsverzögerungen und Qualitätsproblemen geführt hat. „Indem IG Metall und Betriebsrat von Insolvenz sprechen und Produktionsausfälle auf Kundenseite in Kauf nehmen, gefährden sie die Existenzgrundlage von 1.000 Mitarbeitern und deren Familien. Einmal mehr plädiere ich an die Arbeitnehmervertreter sich im Interesse aller – der Arbeiter in Plettenberg, der Kunden und des Managements – zu verhalten und gemeinsam an einer Zukunft für das Werk zu arbeiten“, so Lynn Tilton weiter.

Oliver Denzler neuer Werkleiter

Dura hat Anfang der Woche sämtliche angesammelten Überstunden ausbezahlt. Außerdem investiert Dura weiterhin in das Plettenberger Werk, in dem unter anderem eine neue Führungsmannschaft benannt und ein neues System zur Materialbedarfsplanung eingeführt wurde. Neuer Werkleiter ist Oliver Denzler.

Diese und weitere Maßnahmen seien Beleg dafür, dass Dura weiterhin am Standort Plettenberg festhalten wolle. Dura weist jegliche anderweitige Behauptungen zurück.

 

 

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2 KOMMENTARE

  1. Hallo ihr zusammen was schreib ihr für ne scheisse .Seid einem Jahr möchte Lynn Tilton 850 Arbeiter entlassen ! Das sind genau kanpp 1000 Arbeitsplätze ! Sie versucht das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats zu unterwandern ! Und Arbeitsplätze ins Ausland zuverlagern ! Denn Sie hat einen Schlichterspruch ausgeschlagen in dem der Betriebsrat Mehrarbeit und Überstunden zugestimmt hat ! Tilton hat nicht unterschrieben ! Weil die Sozialklausel für die Kündigungen unter einen Sozialplan ablaufen sollte !

  2. Da fehlen einem echt die Worte! Das es die Geschäftsleitung der Firma Dura nicht so genau mit der Wahrheit nimmt ist ja mittlerweile bekannt.Das nun aber auch noch die heimische Presse diese Unwahrheiten verbreitet ist einfach nur traurig.
    Dieser Artikel ist eine Ohrfeige für die seit Monaten unter der Situation leidenden Mitarbeiter und deren Familien.
    Schämt Euch!!!

    PS:Wer weiß welche Seilschaften da wieder gegriffen haben.

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