Tablets mit Köpfchen nutzen. Das spart Energie. Foto: Fernuniversität/Veit Mette

Hagen. Smartphones stehen ganz oben auf der Hitliste der Weihnachtsgeschenke. Leider sind die Akkus oft genau dann leer, wenn man sie am dringendsten braucht. Manchmal werden sie auch heiß, sehr heiß.  Prof. Jörg Keller, der ein IT-Lehrgebiet an der FernUniversität in Hagen leitet, meint: Es gibt gute Gründe, auch mit mobilen Endgeräten Energie zu sparen. Dagegen gibt es keine Gründe, beim Umgang mit ihnen mit dem Nachdenken aufzuhören.

Die Kleinen haben großen Energiehunger

„Akkus sind unproblematisch, sofern die Geräteelektronik ordnungsgemäß entworfen und gefertigt wird“, erläutert Prof. Dr. Jörg Keller von der FernUniversität in Hagen. Ein zentrales Problem ist ihr „Energiehunger“. Die immer mehr Funktionen benötigen ausreichend große Stromspeicher. Das allerdings widerspricht dem Trend zur Miniaturisierung. Zwar werden auch elektronische Bauteile immer energieeffizienter, jedoch hinken die Einsparpotentiale hinter dem Verbrauchszuwachs her.

Prof. Jörg Keller gibt Tipps, wie man Energiesparen kann. Foto: Fernuniversität Hagen
Prof. Jörg Keller gibt Tipps, wie man Energiesparen kann. Foto: Fernuniversität Hagen

„Brauche ich alle Funktionen ?“

Das zweite grundsätzliche Problem sieht Keller im Technikverhalten, das sich in den letzten 10 bis 15 Jahren stark gewandelt hat: „Alle wollen ständig erreichbar und sofort im Internet sein.“ Dabei werden gerade beim Telefonieren, Onlinespielen, Anschauen von Videos und Herunterladen von Musik große Datenmengen bewegt. Das führt zu einem – gemessen an der Akkukapazität – erheblichen Stromverbrauch.
Stundenlang werden Nachrichten empfangen und gesendet, Musik im Netz gehört: „Muss ich dabei den Bildschirm ständig anlassen?“
Durch Änderungen ihres Verhaltens können Nutzerinnen und Nutzer den Energieverbrauch vermindern. „Dazu sollten sie sich fragen, ob sie die ganzen Funktionen ständig brauchen. Und ob sie sie überhaupt brauchen.

Einfach mal die Bedienungsanleitung lesen

Energiesparen durch Ändern der Geräteeinstellungen. Ein Beispiel von vielen: Der Bildschirm soll sich nach 30 Sekunden selbst abschalten. Und: Für manche Einstellungen muss man vielleicht die Bedienungsanleitung lesen. Aber auch die Hersteller seien gefordert, die Geräte energiesparsam bedienerfreundlich zu entwickeln. Infos unter www.fernuni-hagen.de/universitaet/aktuelles/2016/12/am-13-Keller-akkus.shtml.

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