Hanno Steiger ist der neue Prinz im Düsseldorfer Karneval. Foto: CDC

Meinerzhagen. Der neue Düsseldorfer Prinz kommt aus Meinerzhagen. Am 13. November proklamiert das Komitee Düsseldorfer Carneval das neue Prinzenpaar. Als Hanno I. regiert dann der aus Meinerzhagen stammende Hanno Steiger das närrische Volk gemeinsam mit Prinzessin Sara Flötmeyer. Beide sind auch im richtigen Leben ein Paar.

Statt Schützenkönig Prinz Karneval

Hanno Steiger hätte sich auch vorstellen können Schützenkönig in Meinerzhagen zu werden, bevor es ihn nach Düsseldorf zog. Foto: CDC
Hanno Steiger hätte sich auch vorstellen können Schützenkönig in Meinerzhagen zu werden, bevor es ihn nach Düsseldorf zog.
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Hanno Steiger hätte sich auch gut vorstellen können Schützenkönig in Meinerzhagen zu werden. Er hätte damit eine Familientradition fortgesetzt. Opa und Vater haben bereits den Vogel abgeschossen. Aber: nach dem Studium zog es den Betriebswirtschaftler nach Düsseldorf, wo er „keinen kannte“. Hanno Steiger trat in die Garde Blau-Weiß ein, einen der führenden Düsseldorfer Karnevalsvereine ein. Er engagierte sich und machte im Verein schnell Karriere. Seit 2009 ist er Standartenoffizier. Er kennt das Programm, das Prinzenpaar und Tross zu bewältigen haben. „Da kommen schon mal 450 Auftritte im Jahr zusammen.“, sagt er.

Die künftige Prinzessin, Sara Flötmeyer, war Tanzmariechen im zweiten großen Düsseldorfer Verein, der Garde Rot-Weiß. Dass beide auch privat ein Paar sind, sprach sich rum. Da die Garden beide 2016 Jubiläum haben, passte es gut, ein Prinzenpaar zu küren, das verbindet. Das Prinzenpaar wählt das Comitee aus. „Vereine mit Jubiläum“ werden vorrangig berücksichtigt.

Traum wird Wirklichkeit

„Eins fügte sich zum anderen. Wir hatten beide den Traum“, so Hanno Steiger. Sie bewarben sich für die Regentschaft im Düsseldorfer Karneval. Dass die Tollitäten auch privat ein Paar ist, „hatte es in Düsseldorf zuletzt vor 25 Jahren gegeben“, bilanziert Steiger. Sponsoren halfen „den finanziell hohen Aufwand“ zu stemmen. Damit war der Weg zum Prinzenthron geebnet.

Zumindest für die Dauer der närrischen Session ist der Prinz auch Repräsentant der Stadt. „Man ist voll integriert ins gesellschaftliche Leben“, so Steiger. Im Job muss sich der Unternehmensberater für die Session eine Auszeit nehmen. Dennoch: Es werde eine „spannende, schöne und intensive Zeit“, glaubt der künftige Prinz. Eingebunden sind auch die Eltern, die noch in Meinerzhagen leben. Die Mütter des Prinzenpaares sind Gast auf der Tribüne des Oberbürgermeisters wenn der Zug durch die Rhein-Metropole rollt. Und der Vater des Prinzen fährt auf dem Wagen des Sohnes mit.

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