Dr. Mojo
Klaus Stachuletz alias "Dr. Mojo" spielte in Karolinas Kunst und Musik Café zugunsten kranker Kinder. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. Dr. Mojo? Seltsamer Name. Aber: „Mojo“ bedeutet „Glücksbringer“ und den „Doktor“, bekam er von Freunden verpasst, weil seine Art, Musik zu machen so heilsam sei. Dr. Mojo alias Klaus Stachuletz spielte am Freitag, den 17.4.2015 in Karolina´s Kunst & Musik Cafe und machte seinem Synonym alle Ehre.

Musik mit Herzblut

Musik mit Herzblut: Dr. Mojo spielte für das Kinderhospiz Wuppertal.
Musik mit Herzblut: Sein Herz schlägt für das Kinderhospiz Wuppertal.

Der Musiker kommt aus Remscheid und macht schon fast sein ganzes Leben lang Musik. Er covert bekannte Oldies, Blues-Rhythmen und viele beliebte Klassiker, z.B. von Johnny Cash, den Beatles, aber auch neuere Sachen von Amy McDonald oder Passenger.

Nun denken vielleicht einige Leser: „Ach, schon wieder so ein Cover-Sänger. Gibt es die nicht wie Sand am Meer?“ Nein, solche wie ihn nicht. Denn was er da zum Besten gab, war Herzblut pur, nicht einfach heruntergesungen, sondern gefühlvoll interpretiert, ohne dabei kitschig zu werden. Im Gegenteil.

Er ist taff, der Dr. Mojo und witzig. Es herrschte schon nach ein paar Takten eine angenehme Stimmung bei Karolina, nur getrübt durch die Tatsache, dass den Gastgebern selbst zwischendurch das Bier ausging, was so manchen Gast ratlos werden ließ.

Aber gute Gewohnheiten, wie das Biertrinken, wollen auch einmal gebrochen werden und spätestens nach einer Trost-Runde selbstgemachtem Likör von Karo, gab es kein Zweifel daran, dass es durchaus auch für einen deutschen Kneipengänger Alternativen in der Wahl seiner Getränke gibt.

Es gab „Music à la Carte“_DSC0026

Der Mann mit dem schönen Namen „Klaus“ spielte derweil unbeeindruckt Gitarre, Bluesharp, Hi-Hat und Stompin´Bass gleichzeitig. Und erzeugte damit eine wirklich erstaunliche Klangfülle. Klar akzentuiert und unterstützend seine Stimme, gut und modern arrangiert die

Es gab als spezielles Menü an diesem Abend "Music á la carte". Lecker!
Es gab als spezielles Menü an diesem Abend „Music á la carte“. Lecker!

Songs. Und dabei ganz publikumsnah.
Denn es gab „Music à la Carte“. Was bedeutete, dass Dr. Mojo auf den Tischen „Speisenkarten“ ausgelegt hatte und vor seinem Konzert von Tisch zu Tisch ging,
um die Bestellungen der Gäste, die aus
130 verschiedenen Song-Vorschlägen ein „Gericht“ in Form eines Lieblingssongs auswählen konnten, aufzunehmen.

Und die spielte er dann auch tatsächlich.
Ein buntes Menü, dessen Zusammenstellung allen schmeckte. Zwar eher Hausmannskost als 5-Sterne Menü, aber vielleicht dadurch umso bekömmlicher.

Über 100 Konzerte im Jahr zugunsten des Kinderhospizes

_DSC0042
Karo und ihr Hut. Der wurde voll an diesem Abend. Die Gäste spendeten gerne für das Hospiz.

Dr. Mojo ist erfolgreich, er gibt über
100 Konzerte im Jahr und was ihn dabei besonders auszeichnet, ist sein caritatives Engagement.

Sein Name „Glücksbringer“ ist nämlich Programm. Die Einnahmen aus seinen Konzerten gehen komplett an das Kinderhospiz in Wuppertal. Denn dafür schlägt sein Herz.

Für das Hospiz ist er fast jedes Wochenende unterwegs, gibt Konzerte, sammelt Spenden. Er selbst sagt von sich: „Ich habe so viel Gutes in meinem Leben bekommen, ich möchte gern etwas davon zurückgeben. Und das an Menschen in meiner direkten Nähe, die erfahrbar sind und zu denen jeder hingehen kann, um sich selbst davon zu überzeugen, wofür sein Geld gebraucht wird.“

Nur 150 Plätze für totkranke Kinder deutschlandweit

Der Fuchs, das Logo des Kinderhospiz Wupppertal begleitet ihn zu allen Konzerten.
Der Fuchs, das Logo des Kinderhospiz Wupppertal begleitet ihn zu allen Konzerten.

11091177_345120115695357_7016178580843828252_n-1Dr. Mojo erzählte den Anwesenden, dass es lediglich 150 Plätze in 14 Hospitzen für totkranke Kinder in unserem reichen Deutschland gibt, aber 230.000(!) Kinder unter einer zum Tode führenden Krankheit leiden.

Dass Krankenkassen kein Geld geben für die Angehörigen, die mit ihren Kindern in diese Hospitze kommen und dass gleichzeitig die Wartelisten für solche Plätze meterlang sind.

Man kann es eigentlich kaum glauben, dass es möglich ist, dass es in so einem Land, wie dem unseren nur 150 Plätze für todkranke Kinder bereit stehen. Gut hingegen, dass sich solche Menschen wie Dr. Mojo engagieren, um solche unterstützenswerten Projekte ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, die gern gibt, wenn man ihr beweist, dass das Geld gut angelegt ist.

Wer Lust hat, in das Kinderhospiz Wuppertal zu investieren, kann dies gern tun: www.kinderhospiz-burgholz.de oder über das „Bergische Kinder- und Jugendhospiz Burgholz“ auf Facebook. Jede Spende ist willkommen und führt dazu, dass solche Häuser ihre Arbeit auch tatsächlich tun können.

 

 

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here