Dr. med. Gerald Böhl (2. v. l.), Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin und Manuelle Therapie, operiert seit Oktober im Krankenhaus Plettenberg. Seine Ehefrau Bettina, gelernte Physiotherapeutin, unterstützt ihn. Über die Zusammenarbeit freuen sich die Chefärzte André Scholz und Dr. Andrzej Ploch sowie Geschäftsführer Andreas Martin (v. r.). Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg/Werdohl. Das Krankenhaus Plettenberg setzt verstärkt auf die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten in der Umgebung. So operiert Dr. med. Gerald Böhl, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin und Manuelle Therapie, seit Oktober im Krankenhaus Plettenberg. Am heutigen Donnerstag (29. Dezember) wurde Dr. Böhl offiziell in Plettenberg vorgestellt.

Praxissitz bleibt in Werdohl

Der seit 20 Jahren in Werdohl praktizierende Arzt hat sich auf ambulante Operationen und Arthroskopien (minimalinvasive Operationsmethode, bei der ein Endoskop über kleine Schnitte in das Gelenk eingeführt wird) spezialisiert. An einem Tag pro Woche operiert Dr. Böhl im Krankenhaus Plettenberg. Schwerpunkte dabei sind Operationen von Schädigungen bzw. Verletzungen an Knie-, Schulter- und Sprungelenken. Der Praxissitz von Dr. Böhl bleibt in der Bahnhofstr. 9 a in Werdohl.

Der 56-jährige Mediziner wird bei seiner Tätigkeit von seiner Ehefrau Bettina Böhl unterstützt. Sie ist gelernte Physiotherapeutin, was den Patienten bei der postoperativen Behandlung zu Gute kommt.

Böhl ist gebürtiger Werdohler

1960 in Werdohl geboren, führte Gerald Böhls Weg zunächst zum Medizinstudium nach Düsseldorf, wo er auch das in den 1980er Jahren noch fast unbekannte Arthroskopieren erlernte. Nach Stationen in verschiedenen Kliniken in Nordrhein-Westfalen, u.a. Universitätsklinik Münster (Unfallchirurgie und Kinderchirurgie) und Sportklinik Lüdenscheid-Hellersen, eröffnete Dr. Böhl im August 1996 seine Praxis in Werdohl. Der Familienvater (zwei Kinder) ist von den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen zugelassener Durchgangsarzt (D-Arzt) für die Behandlung von Verletzungen durch Arbeitsunfälle.

Zuvor hatte Dr. Gerald Böhl Operationen im Krankenhaus Werdohl durchgeführt. Im Juni dieses Jahres verlegte er seine OP-Tätigkeit ins Altenaer Krankenhaus. Nach der Schließung der dortigen chirurgischen Abteilung ermöglichte es ihm sein Vertrag, im Zuge der Kooperation zwischen Altena und dem Krankenhaus Plettenberg dorthin zu wechseln.

„Die Abläufe sind nahezu optimal.“

„Eigentlich war es schon lange sein Wunsch, im Krankenhaus Plettenberg zu operieren“, verrät Dr. Andrzej Ploch, der den Kollegen bereits aus früherer Zusammenarbeit kennt. „Aufgrund der beruflichen Beziehungen war es eine Frage der Zeit“, meint auch Dr. Böhl. Für das Krankenhaus Plettenberg findet er nur lobende Worte: „Ich bin erstaunt und erfreut, wie hier ein Rädchen ins andere greift. Die Abläufe sind nahezu optimal.“

Die Chefärzte Dr. Andrzej Ploch (Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Anästhesie) und André Scholz (Chefarzt der chirurgischen Abteilung) sowie Geschäftsführer Andreas Martin freuen sich über die Zusammenarbeit mit dem Kollegen. „Durch die räumliche Nähe ist ein enger fachlicher Austausch möglich, wovon in erster Linie die Patienten profitieren“, erklärte Dr. Ploch.

Radprax GmbH Mitinhaberin des Krankenhauses

Andreas Martin, der Anfang Dezember zusammen mit Barbara Teichmann die Geschäftsführung übernommen hatte, kündigte an, die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten weiter zu verstärken. „Das ist sowohl aus medizinischer als auch wirtschaftlicher Hinsicht sinnvoll.“ Martin ist auch geschäftsführender Gesellschafter der Radprax MVZ GmbH, die die Besitzanteile an der Krankenhaus Plettenberg gGmbH von der Mendritzki-Stiftung erworben hat. Derzeit verhandelt Radprax mit der Stadt Plettenberg, um das Krankenhaus komplett zu übernehmen.

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4 KOMMENTARE

    • HHH, was so viel heißt wie „Hallo Herr Hantzsch“, die Kamera war verstellt und das ärgert mich auch. Dennoch habe ich mich entschieden, das Bild zum Bericht zu veröffentlichen, um u.a. Sie kostenlos zu informieren.

  1. Hallo Herr Schlütter, eine D-Arzt-Zulassung hat nichts mit Krankenkassen zu tun. D-Ärzte sind von den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen zugelassene Ärzte, die Berufsunfälle behandeln dürfen.

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