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Werdohl. (ots) Ein 26-jähriger Werdohler wollte sich am frühen Montagmorgen von der Polizei nach Hause bringen lassen. Das ging gründlich schief. Hier die ganze Geschichte und zwar im Wortlaut des Polizeiberichtes:

Lange haben wir überlegt, wie wir diese Pressemitteilung betiteln. „Die Polizei ist kein Taxiunternehmen!“ wäre passend. Oder „Der Notruf ist für Notfälle gedacht“, schreibt die Polizei. Doch der Reihe nach:

Montagmorgen, 00.20 Uhr. Ein Notruf erreicht die Polizei über 110. Auf der Friedrichstraße solle sich in diesem Augenblick eine „Massenschlägerei“ ereignen. Mitten auf der Straße. Der Notrufsachbearbeiter fackelt nicht lang und entsendet mehrere Streifen zum Einsatzort.

Er wollte nach Pungelscheid . . .

Vor Ort treffen die Kollegen auf exakt einen Mann. Er ist 26 Jahre alt, stark alkoholisiert und wohnt in Werdohl. Am Pungelscheid genau genommen. Und genau da will er hin.

„Ich habe angerufen!“ begrüßt er die Beamten. „Ich will nach Hause und brauche ein Taxi! Fahrt ihr mich?“

Als die Polizeibeamten trotz dieser Dreistigkeit die Fassung bewahren, den Mann wegen seiner soeben begangenen Straftat belehren und natürlich verneinen, wird er aggressiv. Einen ignorierten Platzverweis später findet sich der Delinquent im Streifenwagen wieder. Nun hat er doch noch eine Taxi-Fahrt gewonnen.

Direkt ins Polizeigewahrsam

Die führt jedoch nicht nach Hause, sondern auf direktem Wege ins Gewahrsam. Der bei seiner Durchsuchung vorgefundene Schlagring sei hiermit am Rande erwähnt.

Nun verstehen Sie vielleicht, warum wir uns mit der Überschrift etwas schwergetan haben. Am Ende fehlen uns für so ein Verhalten einfach nur die Worte… Womit wir keine Probleme hatten, ist das Betiteln der Strafanzeige: Darauf steht nun „Missbrauch von Notrufen“ und „Verstoß gegen das Waffengesetz“.

 

 

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