Foto: Parnemann

Lüdenscheid / Süd-MK – Rund 50.000 Teilnehmer, in ganz NRW, beteiligten sich in der letzten Woche, nach ver.di-Angaben, an den Warnstreiks im öffentlichen Dienst. In Lüdenscheid gab es einen Protestzug mit rund 300 Teilnehmern der vom Kreishaus bis zum Sternplatz zog.

Um Ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, soll auch in dieser Woche gestreikt werden. Am Mittwoch fahren Busse und Bahnen dann nur zeitweise oder gar nicht. Am Donnerstag schließen sich dann Kitas, Müllabfuhr, Stadtverwaltungen und Sparkassen den Streiks an.Kliniken, Altenheime und Jobcenter werden voraussichtlich ebenfalls von den Streiks betroffen sein. Nach den rund 50.000 Teilnehmern rechnet Verdi in dieser Woche mit rund 70.000 Beteiligten.

Die privaten Auftragnehmer der MVG im MK werden nicht bestreikt. Auch die Linie 134 von  Lüdenscheid über Brügge und Halver nach Radevormwald wird den Betrieb Aufrecht erhalten. Auf folgenden Linien im Süd-MK fährt zeitweise die Busverkehr Ruhr-Sieg GmbH (BRS): Linie 55 (Lüdenscheid – Wipperfürth), Linie 58 (Lüdenscheid – Meinerzhagen) und die Linine 59 (Lüdenscheid – Kierspe, Feuerwehrgerätehaus). Die BRS Fahrten sind auf den Seiten des Fahrplanbuchs in der Koppfzeile gekennzeichnet. Ebenso auf den Fahrplänen im PDF-Format auf der Internetseite der MVG.

Hintergrund

„Die Warnstreiks sollen die Tarifverhandlungen beschleunigen. Wir wollen in der nächsten Verhandlungsrunde einen guten Abschluss erreichen“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. „Die Beschäftigten werden in dieser Woche zeigen, dass sie die Verhandlungen nicht nur passiv beobachten, sondern sich aktiv einbringen. CDU und CSU haben im Bundestagswahlkampf auf sprudelnde Steuereinnahmen hingewiesen. Und die Beschäftigten finden, es ist an der Zeit, dass sie daran beteiligt werden.“

ver.di fordert für alle Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst Entgeltsteigerungen um 100 Euro und zusätzlich 3,5 Prozent, die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich. Außerdem will ver.di mit den Arbeitgebern einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen regeln und grundlos befristete Arbeitsverträge künftig tarifvertraglich ausschließen.

Am Mittwoch, 26. März 2014, wollen die Beschäftigten in den Nahverkehrsbetrieben ein deutliches Signal für eine rasche Tarifeinigung setzen. Bürgerinnen und Bürger müssen sich an diesem Tag auf erhebliche Einschränkungen einstellen. ver.di fordert für die Nahverkehrsbeschäftigten eine Zulage von 70 Euro. „Im Nahverkehr und vor allem im Fahrerbereich ist die tägliche Belastung enorm. Um hier den nötigen qualifizierten Berufsnachwuchs zu gewinnen, muss der Nahverkehr attraktiver werden“, betonte Bsirske.

 

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