Die Radverkehrsbeauftragte der Stadt Hagen, Petra Leng, und der städtische Klimaschutzmanager Andreas Winterkemper freuen sich auf die neuen Fahrradboxen, die unter anderem am Hagener Hauptbahnhof aufgestellt werden. Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen

Hagen. Die Nutzung des Fahrrads und die damit verbundene Radverkehrsplanung werden in Hagen in den kommenden Jahren deutlich stärker in den Fokus gerückt. Neben der gerade gestarteten und erstmals durchgeführten umfassenden Haushaltsbefragung zur Mobilität in Hagen, bei der auch das Thema Rad eine wesentliche Rolle spielt, hat Hagen erfolgreich am Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ teilgenommen.



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Reservieren über App oder Internetseite

An den Bahnhöfen Heubing, Hohenlimburg und Vorhalle sowie am Hagener Hauptbahnhof werden insgesamt 34 hochmoderne und elektronisch verschließbare Radboxen errichtet. Pendler können so ihr Fahrrad diebstahlsicher und witterungsgeschützt abstellen und die Boxen zukünftig über eine App oder eine Internetseite reservieren und buchen.

VRR-Verbundvorhaben mit 15 Kommunen

Das Hagener Vorhaben ist ein Teilprojekt eines Verbundvorhabens mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und insgesamt 15 weiteren Kommunen, die gemeinsam mit einem Beitrag am Wettbewerb teilgenommen haben. Das Bundesumweltministerium (BMUB) unterstützt das VRR-Verbundprojekt „Nationale Klimaschutzinitiative: Moderne und sichere Fahrradabstellanlagen mit digitalem Hintergrundsystem (Web / App) zur Reservierung / Buchung“ mit rund 4,3 Millionen Euro.

Zuwendung aus dem Bundesumweltministerium

Die Stadt Hagen erhält für ihr Vorhaben rund 180.000 Euro an Fördermitteln aus dem Wettbewerb und stellt rund 20.000 Euro an Eigenmitteln für die Errichtung der Boxen zur Verfügung. „Es ist wichtig, dass wir das Thema Radfahren in Hagen weiter intensiv im Blick haben und nach vorne bringen“, sagt Oberbürgermeister Erik O. Schulz, „so dass ich mich verständlicherweise sehr über die Zuwendung des Bundesumweltministeriums für die Realisierung dieses Projekts freue.“

Elektronisches Schließsystem

Die 34 Hagener Fahrradboxen sind Bestandteil von über 1.000 neuen Stellplätzen, die für Fahrräder an ÖPNV-Haltestellen in 16 Städten im VRR-Gebiet über den Bundeswettbewerb hinzugebaut werden. Neben der Errichtung von Fahrradboxen fördert das BMUB den Bau von Sammelabstellanlagen und Fahrradparkhäusern. Alle Abstellanlagen werden mit einem elektronischen Schließsystem und entsprechendem Hintergrundsystem mit einer Verbindung zu einer Reservierungs-App oder Webseite ausgestattet.

Teilprojekte werden bis Juni 2018 umgesetzt

Alle Teilprojekte in den beteiligten Städten werden bis Juni 2018 umgesetzt. Die Hagener Straßenbahn wird für die Fahrradboxen als Betreiber auftreten, also sich sowohl um die Funktionsfähigkeit der Fahrradboxen kümmern als auch die Nutzer beraten und betreuen. Damit stärkt die Straßenbahn ihre Position als Mobilitätsdienstleister für die Hagener Bürgerinnen und Bürger und bietet ihren Kunden sinnvolle Ergänzungen zum öffentlichen Nahverkehr an. Für eine verbundweite einheitliche und intensive Vermarktung der neuen Abstellmöglichkeiten wird mit Unterstützung einer Agentur ein einheitliches Kommunikationsdesign sowie eine Kommunikationskampagne entwickelt werden.

Eins der ersten von 24 Vorzeigeprojekten

Die Radverkehrsbeauftragte der Stadt Hagen, Petra Leng, und der städtische Klimaschutzmanager Andreas Winterkemper freuen sich auf die neuen Fahrradboxen, die zu einem radfreundlicheren Klima in Hagen beitragen werden. Beide haben in 2016 die Teilnahme Hagens am Bundeswettbewerb vorangetrieben.  Das VRR-Verbundvorhaben ist eines der ersten 24 Vorzeigeprojekte, die durch den Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ gefördert werden. Bei der ersten Runde des Wettbewerbs wurden in 2016 insgesamt 51 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 70 Millionen Euro zur Antragsstellung aufgefordert. Mit dem Bundeswettbewerb wird das BMUB auch zukünftig Projekte unterstützen, die die Radverkehrssituation vor Ort verbessern, um so Treibhausgasemissionen im Verkehr zu senken und die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen. Weitere Informationen im Internet unter www.klimaschutz.de/radverkehr.

 

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