Dr. Ulrich Laskowski, Direktor der Klinik für Thoraxchirurgie am Klinikum Lüdenscheid (links) und Dr. Nader Saadeh, Leitender Oberarzt in der Thoraxchirurgie am Klinikum Lüdenscheid. Foto: Nicole Lüling

Lüdenscheid. Mit hochmoderner Technik und fachlicher Kompetenz – Lungenmetastasen werden in der Klinik für Thoraxchirurgie am Klinikum Lüdenscheid nun mit einem „Festkörperlaser“ entfernt. Ein Verfahren mit vielen Vorzügen für die Patienten.



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Die Laserchirurgie am Klinikum Lüdenscheid startet in eine neue Generation – mit dem so genannten Nd:YAG-Laser (Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser) werden seit Mitte letzten Jahres Patienten mit Lungenmetastasen behandelt. Bei der Entfernung von Metastasen ist es besonders wichtig, möglichst viel gesundes Gewebe zu erhalten, um mehrfach operativ eingreifen zu können. Denn: Metastasen treten häufig in großer Zahl auf und können sich jederzeit erneut bilden. „Bei Zirka ein Drittel aller behandelten Patienten mit Karzinomen entwickeln sich Jahre später Lungenmetastasen.

Laser bevorzugte Operationsmethode

„Entscheidend ist daher die frühzeitige Diagnose und vollständige Entfernung der Lungenmetastasen, so wird die Überlebenschance deutlich verbessert“, erklärt Dr. Nader Saadeh, Leitender Oberarzt in der Thoraxchirurgie am Klinikum Lüdenscheid. Diese bedeutsamen Aspekte berücksichtigt der Laser und macht ihn damit zu einer bevorzugten Operationsmethode.

Laser reicht tief ins Gewebe

Mit dem Laser können nicht nur kleinste, sondern auch tief im Gewebe liegende Metastasen besonders gewebeschonend entfernt werden. Denn es gilt, die Lungenlappen weitestgehend zu erhalten. „Je weniger Lungengewebe entfernt wird, umso besser für den Patienten“, erklärt Dr. Ulrich Laskowski, Direktor der Klinik für Thoraxchirurgie am Klinikum Lüdenscheid.

Überlebenszeit und Lebensqualität entscheidend

Eine Voraussetzung für den Einsatz des Festkörperlasers gibt es allerdings: „Die Operation ist nur dann sinnvoll, wenn der Ursprungstumor unter Kontrolle, sprich behandelt, ist“, erklärt Dr. Ulrich Laskowski. Und auch dann stellen sich die Ärzte vor jeder Operation die Frage, ob durch den Eingriff die Lebensqualität des Patienten sowie die Überlebenszeit verlängert werden können.

Heimatnahe Versorgung wichtig

„Wir sind stolz, unseren Patienten hier vor Ort eine solche Behandlung bieten zu können“, freut sich der leitende Oberarzt Dr. Nader Saadeh. Mit einer modernen medizin-technischen Ausstattung und der entsprechenden Expertise müssen die Patienten für eine solche Behandlung nicht mehr in Städte wie Hamburg oder Heidelberg fahren. Denn die heimatnahe Versorgung ist doch gerade bei einer schweren Erkrankung eine große Stütze für die Betroffenen und deren Angehörigen.

Kurze Kommunikationswege

Ein wesentliches Element für eine bestmögliche Behandlung und Versorgung der Patienten ist außerdem die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Im Klinikum Lüdenscheid, als Haus der Maximalversorgung, stehen die Fachärzte anderer medizinscher Abteilungen wie beispielsweise der Pneumologie, der Onkologie oder der Strahlentherapie jederzeit mit ihrer Expertise zur Verfügung. „Diese nahtlose Zusammenarbeit und die kurzen Kommunikationswege geben nicht nur Ärzten, sondern auch Patienten und deren Angehörigen eine große Sicherheit in der Versorgung“, betont Dr. Ulrich Laskowski.

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