Rolf Laufs (stehend, vierter von links), Geschäftsführer der Schaeffler Engineering GmbH in Werdohl, referierte bei den Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid über die Mobilität für morgen. Ebenfalls auf dem Bild im Vordergrund (v.l.n.r.): Vereinsgeschäftsführer Claus Hegewaldt, Sprecher André Schiffner, ehemaliger Sprecher Stefan Klotz und zukünftiger Sprecher Ahmed Zarouali. Foto: Peter Dahlhaus

Lüdenscheid. Rolf Laufs, Geschäftsführer der Schaeffler Engineering GmbH aus Werdohl, referierte bei den Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid

Die Anforderungen an eine umweltfreundliche Fortbewegung sind das Thema, dass Automobilhersteller derzeit am meisten beschäftigt – und mit ihnen auch die Unternehmen, die sich als Dienstleister in der Entwicklung engagieren. Ein solches Unternehmen ist die Schaeffler Engineering GmbH in Werdohl. Deren Geschäftsführer Rolf Laufs referierte beim jüngsten Forum Fabrik der Zukunft der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftskreises Lüdenscheid unter der Überschrift „Mobilität für morgen – Einblick & Ausblick eines internationalen Engineering-Partners“. Wie aktuell das Thema nicht nur in der Automobilbranche, sondern auch für den Alltag der Menschen ist, zeigte sich auch in dem großen Diskussionsbedarf im Anschluss an den Vortrag in den Museen der Stadt Lüdenscheid. Der Referent beantwortete gerne die vielfältigen Fragen, die ihm aus dem über 80 Personen starken Auditorium gestellt wurden, wobei es häufig darum ging, Einschätzungen abzugeben.

Denn: Wie werden sich die Menschen in zehn oder zwanzig Jahren fortbewegen? Welche technischen Antriebsmodelle werden sich durchsetzen? Das sind die Fragen, auf die es noch keine endgültigen Antworten gibt, aber mit denen sich die Entwicklungsingenieure beschäftigen müssen. Gleich mehrere Megatrends der kommenden Jahre, die Auswirkungen auf die Fortbewegung der Menschen haben werden, nannte Laufs als die großen Herausforderungen für seine Branche – angefangen von Urbanisierung und Bevölkerungswachstum über Anforderungen des Umweltschutzes bis hin zur Globalisierung. Aber auch das Ziel, Mobilität – ob im Individual- oder im öffentlichen Verkehr – weiterhin für jedermann bezahlbar anbieten zu können, sei wichtig.

Den Schwerpunkt in seinem Vortrag legte Rolf Laufs auf umweltfreundliche Antriebe und urbane Mobilität – denn vor allem für sogenannte Mega-Citys mit Einwohnerzahlen im zweistelligen Millionenbereich, von denen es bis 2030 weltweit 37 geben solle, müsse über völlig neue Formen der Mobilität nachgedacht werden. Vorstellbar sei zum Beispiel ein Mix verschiedener Möglichkeiten, der jedem Bürger passgenau zur Verfügung stehen würde. Dazu gehören Autos genauso wie E-Bikes oder öffentliche Verkehrsmittel wie Busse und Bahnen.

Auch bei den Antrieben sei längst nicht klar, wohin die Reise gehe. Prognosen, die Laufs für nachvollziehbar hält, gehen davon aus, dass reine Elektromobilität sich nur moderat durchsetzt, stärker würden sich dagegen die Hybridantriebe entwickeln, bei denen nach wie vor ein Verbrennungsmotor vorhanden sei – dabei müssten aber alle Einsparpotenziale genutzt werden. Laufs stellte in seinem Vortrag auch einige in Werdohl mitentwickelte Konzeptfahrzeuge vor, bei denen der Elektroantrieb direkt an den Achsen sitzt oder sogar in die Fahrzeugfelge integriert wurde.

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