Foto: Maja Geisel / pixelio.de

Ein bisschen ist er seinem Namen ja schon voraus, der Märzenbecher. Denn oft blüht er bereits im Februar, teilweise sogar schneller als das Schneeglöckchen. Und obwohl er anderen Frühblühern in seiner Schönheit um nichts nachsteht, hat er bis heute nicht die selbe Bekanntheit erlangt wie Schneeglöckchen oder Krokuss.



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In voller Blüte

Der auch Frühlings-Knotenblume genannte Märzenbecher stammt aus der Familie der Amaryllis-Gewächse. Zum Teil geht sein Name auf seine recht auffälligen Fruchtknoten zurück. Diese liegen oberhalb der Blütenglocke und wirken wie eine knotenartige Verdickung des Blütenstiels. Die hellgrünen Spitzen an der weißen, glockenförmigen Blüte sind eindeutige Erkennungszeichen des Märzenbechers. 10 bis 30 cm in der Höhe kann die Zwiebelblume erreichen. Nach dem verblühen im April zieht sie sich sehr früh wieder ein und ist bereits Ende Mai wieder komplett verschwunden.

Zu finden ist er überwiegend in feuchten Laubmischwäldern wie sie im Süd-MK häufig vorkommen. Sie wächst bevorzugt auf nährstoffreichen und nicht zu trockenen, mäßig sauren Lehmböden mit hohem Humusanteil. Eine größere Ansammlung wie im Naturschutzgebiet Herveler Bruch in Herscheid ist eher selten zu finden und wird zum Teil stark geschützt. Denn der Märzenbecher ist nicht mehr allzu oft in freier Natur anzutreffen.

Im Garten

Auch im Garten macht der Märzenbecher eine gute Figur. Solange der Grund nicht zu trocken ist, kommt er mit jedem Bodengrund gut zurecht. Zum Beispiel macht er sich in kleinen Gruppen um den Gartenteich sehr gut und sorgt noch vor der Sumpfdotterblume für die ersten Blüten. Humusreiche Böden wie unter laubabwerfenden Bäumen oder Sträuchern sind ideale Tummelplätze für den Frühblüher.

Eine tolle Flächenwirkung erzielt man mit Gruppen aus mindestens zehn Zwiebeln die man im Herbst setzt. Gute Partner sind Winterlinge (Eranthis hyemalis), Schachbrettblume (Fritillaria meleagris), Krokusse und Strahlen-Anemonen.

Die Sommer-Knotenblume mit deutlich mehr Blüten. Foto: Harald-KU  / pixelio.de
Die Sommer-Knotenblume mit deutlich mehr Blüten. Foto: Harald-KU / pixelio.de

Sommer-Knotenblume – die große Schwester

Die große Schwester des Märzenbechers ist die Sommer-Knotenblume (Leucojum aestivum). Auf den ersten Blick sehr ähnlich, wird sie häufig mit der Frühlings-Knotenblume verwechselt. Deutlichster Unterschied jedoch ist die Wuchshöhe mit rund 50 cm. Außerdem trägt sie an jedem Blütenstiel bis zu sieben glockenförmige Blüten, während der Märzenbecher pro Stiel nur eine Blütenglocke bildet. Sie ist in Europa bis Asien verbreitet und wächst auf feuchteren Böden als der Märzenbecher. Sie fühlt sich direkt am Gartenteich sehr wohl und verträgt sogar Staunässe. Ihre Blüten öffnet sie von Mitte März bis Mai.

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