Die Mitglieder der Partei "Die Linke" freuen sich auf die Eröffnung ihres linken Zentrums "LIZ" in der Knapper Straße. Foto: Parnemann

Lüdenscheid – An die vorherige Nutzung als Gaststätte erinnert in der Knapper Straße 69 kaum noch etwas, höchstens die Umrisse der alten Theke auf dem Holzfußboden. Ansonsten ist das ehemalige Lokal kaum wiederzuerkennen: An den Wänden hängen Gemälde, Zeichnungen und kunstvolle Grafiken lokaler Künstler, die im Rahmen einer geplanten Ausstellung dort ihren Platz gefunden haben. Die wuchtige Theke ist einem langen Tisch für lebhafte Diskussionen gewichen. Hier und da finden sich auch gezeichnete Porträts von Marx oder Gregor Gysi. Direkt daneben Fotos aus der Geschichte der Partei „Die Linke“, die dann wieder in Erinnerung rufen, wo man sich befindet. Nämlich im neuen linken Zentrum an der Knapper Straße – kurz LIZ.

Kulturelle und soziale Arbeit im Mittelpunkt

Bunt wird es am Freitag bei der Ausstellungseröffnung im LIZ. Foto: Parnemann
Bunt wird es am Freitag bei der Ausstellungseröffnung im LIZ. Foto: Parnemann

In den Räumen der Partei „Die Linke“, soll es in Zukunft ein vielfältiges Angebot in Form von Veranstaltungen geben. Bereits am kommenden Freitag, den 25. April ist eine Kunstausstellung geplant. Sie ird um 17:00 Uhr eröffnet. Zu sehen gibt es dann Werke der Lüdenscheider Künstler Brigitte Eichstädt, Osman Acun und Theo Klein. Am Mittwoch, den 30. April ab 19:00 Uhr folgt dann die zweite Veranstaltung im LIZ. Ein internationales Fest mit Musik der Meinerzhagener Band „Deep Orange“ und dem Liedermacher Rüdiger Drallmeyer sowie Lesungen und internationalen Speisen und Getränken soll zahlreiche Besucher in das LIZ locken. Auch die Kunstwerke aus der Ausstellung vom 25. April werden hier selbstverständlich zu begutachten sein.

Neben kulturellen Angeboten wird es auch ein soziales Engagement im LIZ geben. So ist zum Beispiel eine Hartz 4-Beratung in Planung, die sich an Beispielen aus dem Märkischen Kreis orientieren soll. Dieses Angebot richtet sich an alle Personen, die dem Überblick im Behördendschungel verloren haben oder einfach Hilfe beim Ausfüllen der Dokumente benötigen. Erste Termine hierfür sind bereits in Planung. Man will sich im LIZ aber nicht nur Problemen zuwenden, sondern auch ein Ort für positive Begegnungen sein. Dafür gibt es unter anderem Überlegungen für ein Bürgerfrühstück oder -treff.

Forum für alternative Politik

Natürlich wird es in einem linken Zentrum auch politisch. Die Räumlichkeiten in der Knapper Straße können in Zukunft auch von anderen Gruppen für Veranstaltungen oder Treffen genutzt werden. Kooperationen in diese Richtung steht „Die Linke“ offen gegenüber und freut sich über jeden, der sich im LIZ mit einbringen möchte. Aktuell gibt es erste Kooperationen mit der alevitischen Gemeinde Lüdenscheid sowie der antifaschistischen Aktion und weiteren Mitgliedern des Bündnisses gegen Rechts in Lüdenscheid. Diese werden das LIZ in Zukunft mit Ausstellungen, Veranstaltungen oder Aktionen bereichern. Geplant ist eine Diskussionsrunde zum Thema Energiewende mit Wolfgang Utsch. Außerdem lädt die alevitische Gemeinde am 27. April zur Podiumsdiskussion mit der Bundestagsabgeordneten Sevim Degdelen.

Öffnungszeiten und die Zukunft

Die bisherigen Räumlichkeiten der Linken in der Glatzer Straße, die auch weiterhin gehalten werden sollen, wurden so oft es ging für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Dieses Konzept will man nun auch so gut wie möglich auf das Zentrum in der Knapper Straße übertragen. Montags bis freitags in der Zeit von 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr soll das LIZ seine Türen für alle Interessierten öffnen. Die Öffnungszeiten am Wochenende, zum Beispiel zu Veranstaltungen, werden gesondert kommuniziert.

Die Räumlichkeiten des LIZ sind zunächst bis einschließlich Juni, durch die Linke, angemietet. Eine weitere Anmietung wird von der dann gegebenen finanziellen Situation abhängen. Sollte die Knapper Straße allerdings zum langfristigen Standort für „Die Linke“ werden, will man die Räume in der Glatzer Straße aber aufgeben.

 

 

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