Bürgermeister Jörg Schönenberg verlieh Heide Bachmann in Anerkennung ihrer Verdienste eine Ehrenurkunde der Gemeinde. In den Dank schloss er auch Bachmanns Ehemann Wolfgang (rechts) ein. Foto: Wolfgang Teipel

Schalksmühle. In ihrem Gartenhaus sind über viele Jahre Weichen für Schalksmühles Zukunft gestellt worden. Jetzt wird das Refugium im Grünen an der Heedfelder Straße möglicherweise zur politikfreien Zone. Heide Bachmann hat am 14. November ihr Amt als 1. Stellvertretende Bürgermeisterin niederlegt. Am 30. November wird die UWG-Politikerin auch ihr Ratsmandat aufgeben. Damit endet im Volmeort eine Ära. Heide Bachmann war seit 1984 Mitglied im Gemeinderat, 1990 und 1991 1. Stellvertretende Bürgermeisterin, von 1991 bis 1999, noch zu Zeiten der sogenannten Doppelspitze, ehrenamtliche Bürgermeisterin und bis 14. November dann erste Stellvertreterin des Bürgermeisters. Mit Schalksmühle eng verbunden galt sie in dieser Zeit immer als die „First Lady“. Klare Positionen, sicheres Auftreten, immer mit Stil – viele Schalksmühler schätzen sie als Politikerin Mensch. Sie gilt als das Gewissen der Gemeinde.

Rundreise durch die Gemeinde

Gute-Laune-Musik mit "Bäng Bäng". Foto: Wolfgang Teipel
Gute-Laune-Musik mit „Bäng Bäng“. Foto: Wolfgang Teipel

Auch an ihrem letzten Tag als „First Lady“ wurden sie und ihr Mann Wolfgang bei einer Rundreise durch Schalksmühle herzlich aufgenommen. Die Tour war der Auftakt zu einer großen Feier im Rathaus. Der Überraschungsausflug führte Heide Bachmann an Orte, mit denen sie eng verbunden ist. Kinder, Jugend, Soziales und Kultur sind ihre großen Anliegen. Und so führte die von UWG-Chef Bernd Müller ausgeklügelte Tour zum Grundschule Spormecke, in die Musikschule, zur Kita Wansbeckplatz und ins Bauernhaus Wippekühl, für das sie sich gegen viele Widerstände eingesetzt hat.

Rückschau mit „begründeter Zufriedenheit“

Politische Weggefährten würdigten die Arbeit von Heide Bachmann. Fotos: Wolfgang Teipel
Politische Weggefährten würdigten die Arbeit von Heide Bachmann. Fotos: Wolfgang Teipel

Auf all das, sagte SPD-Fraktionssprecher Lutz Schäfer abends im Rathaus, könne sie mit „begründeter Zufriedenheit“ zurückblicken. Bernd Müller bescheinigte Heide Bachmann Leidenschaft für ihre Arbeit und zugleich Anteilnahme, Fairness, Wärme und Menschlichkeit. Ihr Ausscheiden aus der Politik bedeute für Schalksmühle ein starker Einschnitt. „Du bist immer auf die Menschen zugegangenen und giltst deshalb im besten Sinn als Kümmerin“, sagte er. UWG-Fraktionschef Klaus Nelius packte seinen Dank an Heide Bachmann in ein Gedicht, angelehnt an die Sage von den Kölner Heinzelmännchen. Kostprobe: „ . . . und wurde auf dem Amt noch gedöst, hatte Heide das Problem schon gelöst.“

„Alles hat sich so entwickelt“

Auch Ulrich Pfaffenbach, stellvertretender Bürgermeister sowie CDU-Fraktionsvorsitzender, und FDP-Sprecher Jürgen Ebert würdigten das Wirken Heide Bachmanns.

„Ich habe nichts erstrebt. Es hat sich alles so entwickelt“, blickte Heide Bachmann zurück. Sie erinnerte an die aus ihrer Sicht schwierigste Aufgabe. „Die Übernahme der Amtsgeschäfte nach dem plötzlichen Tod von Bürgermeister Wilfried Köhler – das war eine totale Herausforderung“, sagte sie.

Locker und mit Stil

Spaß mit Lioba Albus alias "Mia Mittelkötter". Foto: Wolfgang Teipel
Spaß mit Lioba Albus alias „Mia Mittelkötter“. Foto: Wolfgang Teipel

Locker und mit Stil – es war eine Feier, die ganz der Haltung Heide Bachmanns entsprach. Klaviermusik von Jennifer Werthmann, derbes Kabarett von Lioba Albus alias „Mia Mittelkötter“ und fröhliche Dixie-Musik von der Marching-Band „Bäng Bäng“ prägten den Rahmen dieser Abschiedsfeier. Zum guten Schluss wurde es nochmal brenzlig. Die Gruppe „Carnifex“ brannte zu Ehren von Heide Bachmann auf dem Rathausplatz ihre spektakuläre Feuershow ab – ganz so, wie es einer scheidenden „First Lady“ gebührt.

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