Lüdenscheid. An “Tag drei” der Lüdenscheider Kulturwoche “Laut & Leise” wurde es turbulent und sehr laut im STOCK. “Laut & Leise” ist eine Woche voller Kultur mit sieben künstlerischen Highlights und zudem eine Initiative des Vereins KultStädte e.V., gemeinsam mit dem Stock, TACH (www.guten-tach.de), localaid.eu, der Soundbäckerei, dem Jazz-Club Lüdenscheid e.V. und der Music Store Musikschule.

Gospelmusik rockt und swingt – mehr denn je

Matthias Ortmann, musikalischer Leiter des Chores und eine seiner typischen Gesten. Der Chor hört auf jedes seiner Kommandos ;-)
Matthias Ortmann, musikalischer Leiter des Chores und eine seiner typischen Gesten. Der Chor hört auf jedes seiner Kommandos 😉

Am dritten Tag der Veranstaltung luden diesmal die „Albert Singers“ aus Halver-Oberbrügge zum „Gospeldance“ in die „Alte Druckerei“ (Konzertsaal des Stock), ein. Unter der Leitung von Chorleiter Matthias Ortmann zeigte der Chor an diesem Abend, was er drauf hat.

25 Sänger/innen plus Band waren angetreten, den Beweis zu erbringen, dass Gospelmusik mehr denn je rockt und swingt. Denn, die „Albert Singers“ sind kein „normaler“ Gospelchor. Sie singen nämlich nicht nur solche echten Gospels wie das feierliche „Father“ oder Standards wie „Ain´t this time to die“, sondern sie wagen sich auch sehr selbstbewusst an populäre Musik heran. So gibt es im Repertoire eine Version von Rammsteins „Engel“, die in dieser Art noch niemand gehört haben dürfte.

„Vater unser“ auf Kisuaheli

"Baba Yetu, das auf Kishuaheli gesungene "Vater unser".
„Baba Yetu“, das auf Kisuaheli gesungene „Vater unser“.

Zu den Highlights gehören sicher auch das auf Kisuaheli gesungene „Vater unser“, hier „Baba Yetu“ genannt, das von dem genialen Weltenmusiker Christopher Tin eigentlich für „Civilization“, ein Videogame, komponiert wurde und dann prompt einen Grammy gewann.

Oder auch „Über uns der Himmel“ von „Luxuslärm“, das in einem sehr anspruchsvollen Arrangement extra für einen Chorcontest mit eben dieser Iserlohner Band entstanden ist.

Extra für diesen Abend zusammengestellte Band

Luka Merschmann am Saxofon und Bendeikt Czywik am Piano.
Luka Merschmann am Saxofon und Benedikt Czywik am Piano.

Außergewöhnlich für den Chor an diesem Abend: Die „Albert Singers“ spielten mit einer extra für dieses Konzert zusammengestellten Band, die aus Ulli Kuhn an der Cajon, Max Jalaly am Kontrabass, Luka Merschmann am Saxofon und Benedikt Czylwik am Piano bestand.

Trotz weniger gemeinsamer Proben hörte sich das Resultat dank dieser vier Profi-Musiker so an, als spielte man schon ewig zusammen. Auf den Punkt auch die vielen Solisten des Chores, die jedem bewiesen, dass der ganze Chor sehr stimmgewaltig auftritt.

„Lüdenscheider Linedance-Fans“ tanzten zur Gospelmusik

Die Lüdenscheider Linedance-Fans. Sie tanzten zum Gospel. Sicher ein Novum in der Musikgeschichte;-)
Die Lüdenscheider Linedance-Fans. Sie tanzten zum Gospel. Sicher ein Novum in der Musikgeschichte;-)

Unerwartet hingegen: Die „Lüdenscheider Linedance-Fans“, die fast vollzählig das Konzert besuchten, tanzten zu einigen der Gospels einen echten Linedance.

So etwas war ganz sicherlich ein Novum und kam nicht nur beim Publikum gut an, sondern auch bei den Musikern.

Niemand hatte erwartet, dass sich auf Lieder wie „Awesome God“, „Walking in Memphis“ oder „It´s raining men“ so verzüglich linedancen lässt! Das verlangt ganz definitiv nach mehr!

Klaus, der „Fels in der Brandung“

Klaus Sonnabend von KultStädte e.V. war für alle Anwesenden ein verlässlicher Ansprechpartner.
Klaus Sonnabend von KultStädte e.V. war für alle Anwesenden ein verlässlicher Ansprechpartner.

Der Stock an sich und auch sein Personal glänzten wie an jedem dieser Abende durch gute Organisation und ein perfektes Handeling.

Ebenso wie Nicolas Leitgeb von Sound of Centuries, der die Technik managte und natürlich Klaus Sonnabend von KultStädte e.V., der allein durch seine Anwesenheit allen Beteiligten Sicherheit gab.

Ganz nebenbei organisierte er noch drei fehlende Notenständer, sorgte dafür, dass auf der Bühne alles rund lief und war auch sonst für alle, ob Musiker oder Publikum, der „Fels in der Brandung“.

Nach der zweiten Zugabe wurde es Zeit, nach Hause zu gehen

Ulli Kuhn brachte Chor und Zuschauern mit seine Cajon den richtigen Rhythmus bei.
Ulli Kuhn brachte Chor und Zuschauern mit seine Cajon den richtigen Rhythmus bei.

Die Zuhörer waren jedenfalls begeistert und wollten auch nach der zweiten Zugabe noch „mehr“, was ihnen von dem völlig erschöpften Chor dann aber doch verwehrt wurde. Nach „Gloria“ von Bach in der Aufarbeitung von Dieter Falk und „Let it be“ von den Beatles wurde es wirklich Zeit, nach Hause zu gehen.

Matthias Ortmann, der die „Albert Singers“ seit 2012 als musikalischer Chorleiter coacht und die Arrangements schreibt, war zufrieden mit der Leistung seiner Musiker. Und der Chor war glücklich, so einen guten Auftritt hingelegt zu haben.

Gospel reißt mit und macht irgendwie glücklich

Nessi, eine der Solistinnen. Sie hat wirklich eine gute Stimme!
Vanessa Kerspe, eine der Solistinnen. Sie hat wirklich eine gute Stimme.

Alle zusammen können sich vorstellen auch in Zukunft den Gospel wieder gemeinsam an Orte zu tragen, die man nicht unbedingt in Zusammenhang bringt mit dieser Art von Musik.

Eines steht nämlich ganz außer Frage: Egal, wohin man den Gospel in solch einem Format und mit dieser Begeisterung trägt, man reißt die Menschen mit, es wird lebendig, es wird laut und niemand kann einfach so auf seinem Stuhl sitzen bleiben. Gospel zündet ein Licht an und strahlt hinein auch in die dunkelsten Gedanken und Gefühle.

Der Chor sucht noch männliche Stimmen

Der Chor sucht noch mehr Männer wie Rolf Hantschel, der hier gerade als Solist agiert.
Der Chor sucht noch mehr Männer wie Rolf Hantschel, der hier gerade als Solist agiert.

Der Chor sucht noch männliche Stimmen, die Lust darauf haben, Teil eines außergewöhnlichen und sehr lebendigen Chorensembels zu werden.

Die Proben sind immer Donnerstagabends zwischen 18.45 Uh rund 20.15 Uhr im Bürgerhaus in Oberbrügge.

Für mehr Informationen: www.thealbertsingers.de

 

Am 13.4. geht es nahtlos weiter mit:

13 | APRIL MUSIC & WORDS
https://www.facebook.com/events/1569072800076907/

14 | APRIL BINGO & KULTUR
https://www.facebook.com/events/932980646816569/

15 | APRIL HIP HOP BAKERY
https://www.facebook.com/events/1048362968556749/

16 | APRIL THE BALI THING
https://www.facebook.com/events/1583331015319636/

Beginn ist jeweils um 20 Uhr, Karten gibt es an der Abendkasse zwischen 3 und 17 Euro, je nach Veranstaltung. Schüler und Studenten bekommen Ermäßigung. Weitere Informationen unter: www.kultstaedte.de

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