Sarah und Jonas (vorn) Thomas Meermann, Michael Langhals und Uwe Scharf rühren die Werbetrommel für den Diabetiker-Tag am 25. Oktober. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Eine Krankheit, die für immer im Körper bleibt? Diabetes ist ein Schock für jeden. Insbesondere für Kinder und Jugendliche, bei denen der Diabetes Typ 1 diagnostiziert wird. Sie müssen ihr Leben lang in besonderer Weise auf ihre Gesundheit achten und vor allem – täglich mehrfach Insulin spritzen. Wie sie mit viel Disziplin und Achtsamkeit trotz Diabetes ein normales Leben führen können, das lernen betroffene Kinder und Jugendliche im Zentrum für jugendliche Diabetiker am Danziger Weg in Lüdenscheid. Am Samstag, 25. Oktober, können Interessenten beim 1. Diabetikertag in der Einrichtung am Danziger Weg erfahren, wie junge Menschen lernen, mit Diabetes zu leben.

Umfangreiches Programm beim Diabetikertag

Für die Zeit von 10 bis 16 Uhr haben die Organisatoren ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Bürgermeister Dieter Dzewas wird die Veranstaltung um 10 Uhr eröffnen. Der Rathaus-Chef hat die Schirmherrschaft über den Diabetikertag übernommen. Anschließend folgen Referate zu aktuellen Themen, die Diabetiker, Ärzte und Wissenschaftler beschäftigen. Außerdem sind Ausstellungen, Produkte und Dienstleistungen rund um Diabetes zu sehen. Ab 12 Uhr stellen Kinder und Jugendliche, die in der Einrichtung leben, die Wohnbereiche vor. Ab 14 Uhr werden sogenannte DiabDogs vorgestellt. Fachleute erklären, wie Diabeteswarnhunde ausgebildet werden und wie sie ihren Besitzern helfen können. Diabetes-Spürhunde bemerken die Unterzuckerung ihres Schützlings, bevor der Betroffene sie selbst bemerkt. Sie stupsen ihr Herrchen an und können im Notfall sogar das Päckchen mit dem dann dringend benötigten Insulin heranschaffen.

Sport und Diabetes

Diabetes
Anja Renfodt hat sich inzwischen vom Hochleistungssport verabschiedet. Beim Training hält sie sich aber weiter fit. Foto: www.anja-renfordt.de

Über ihre Erfahrungen im Alltag berichtet Anja Renfordt, sechsfache Kickboxweltmeisterin der Amateure. Sie selbst ist Diabetikerin und wird von ihrer Warnhündin Candy begleitet. Sie wird insbesondere darstellen, wie sich Diabetes und Hochleistungssport miteinander verbinden lassen.

Zum Rahmenprogramm der Veranstaltung zählen zudem eine Kunstwerkstatt sowie Kulinarisches und Cocktails.

Aktiver Förderverein

Der Förderverein des Diabetiker-Zentrums unterstützt Leitung und Team der Einrichtung bei ihrer Arbeit und auch beim 1. Diabetikertag am Danziger Weg. „Einerseits leisten wir finanzielle Zuwendungen“, sagt Thomas Meermann, 2. Vorsitzender des Fördervereins. So überweisen die Förderer Geld, wenn es darum geht, soziale Härten abzufedern. „Beispielsweise, wenn Geld benötigt wird, damit alle Kinder und Jugendlichen an Freizeitfahrten teilnehmen können.“ Der Verein springt auch an anderer Stelle ein, wenn das Geld der öffentlichen Träger der Jugendhilfe nicht ausreicht. „Beispielsweise haben wir einen erheblichen Beitrag zur Sanierung der Bäder geleistet“, berichtet Thomas Meermann. Ebenso wichtig ist es dem Verein aber, zu informieren und die Akzeptanz für jugendliche Diabetiker in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Weitere Mitglieder zu gewinnen, Sponsoren auf die Belange des Diabetiker-Zentrums aufmerksam zu machen, auch das gehöre zur Arbeit des Fördervereins.

Menschliche Zuwendung

Mit menschlicher Zuwendung helfen, mit Fachkenntnis anleiten – so leiten wir Betroffene zu einem selbstständigen leben“, heißt es in einer Info-Broschüre des Diabetiker-Zentrums. Das sei gerade bei jungen Leuten wichtig. „Früher oder später neigt so mancher dazu, seinen Diabetes zu verdrängen“, weiß Uwe Scharf aus Erfahrung. „Sie wollen ganz normale Jugendliche sein.“ Der Preis dafür kann hoch sein. Als Spätschäden drohen etwa die Schädigung des Augenlichts oder der Verlust von Gliedmaßen.

 

 

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