Willkommensseite der Webpräsenz des DGB in Hagen

Märkischer Kreis/Hagen. „Die Schaffung von Arbeitsplätzen zu verantwortungsbewussten Bedingungen ist eine zentrale Aufgabe. Dabei müssen wir dringend darauf achten, dass Erwerbslose und Flüchtlinge nicht gegeneinander ausgespielt werden.“ Das sagt Jochen Marquardt, im Deutschen Gewerkschaftsbund Geschäftsführer der hiesigen DGB-Region. Aktuell seien Arbeitsagenturen, Jobcenter sowie Politik und Wirtschaft besonders gefordert.

„Mehr Unterstützung für Geringqualifizierte“

„Vor allem Geringqualifizierte brauchen mehr Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten sowie eine Durchhalteprämie bei längeren Maßnahmen“, präzisiert Marquardt das Anliegen des DGB. Für die Gewerkschaften sei der Schutz vor Ausbeutung von hoher Bedeutung: „Das gilt sowohl für die Flüchtlinge als auch für die vielen weiteren Arbeitssuchenden, vor allem der Langzeitarbeitslosen.“

Der DGB setze sich dafür ein, dass die Betroffenen vor Arbeitsaufnahme eine zuverlässige Aufklärung über den Mindestlohn, zum Kündigungsschutz und zu wesentlichen Arbeitsschutzbestimmungen erhalten, macht Marquardt deutlich, dass die bestehenden Arbeitsmarktregeln für alle gelten müssen.

„Chancen für ältere Arbeitslose weiter ungenügend“

Bei den aktuellen Zahlen des Arbeitsmarktes sieht der DGB-Sprecher in der Region ein durchwachsenes Bild: „Während es in Bochum, Herne, im Märkischen Kreis und im Ennepe-Ruhr Kreis wie üblich im September zu einer Verbesserung der Situation gekommen ist, hat sich die Zahl der Erwerbslosen in Hagen kaum verändert.“ Insgesamt sei in den Städten und Kreisen der Region weiter zu beobachten, „dass die Chancen für ältere Arbeitslose ungenügend sind und auch die Arbeitskräftenachfrage hinter den Erfordernissen bleibt. Angesichts der neuen Herausforderungen durch die Flüchtlinge sind noch mehr und verstärkte Bemühungen dringend erforderlich.“

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