Gemeinsam packen die ehrenamtlichen Helfer mit Pastor Klaus Kemper-Kohlhase (2.v.r.) - hier mit Bürgermeister Jan Nesselrath (r.) - für die Bedürftigen in der Stadt an.

Meinerzhagen. Die „Tafel“ – ein Begriff, der in vielen Städten als Synonym für die Versorgung von bedürftigen Bürgerinnen und Bürgern mit Lebensmitteln steht, die von ansässigen Geschäften gespendet und dann von Helfern verteilt werden. Auch in Meinerzhagen gibt es eine solche Tafel, die von der Evangelischen Kirchengemeinde organisiert und mehr als 50 Ehrenamtlichen getragen wird.

Sie sammeln die Spenden, sortieren die Lebensmittel und organisieren die Ausgabe. Von ihrer Arbeit vor Ort machte sich nun Bürgermeister Jan Nesselrath einen Tag lang ein Bild, suchte das Gespräch mit Tafelgästen und -mitarbeitern und legte dabei auch schon mal selbst Hand an bei der Vorbereitung und Verteilung von Lebensmittelpaketen. Dabei brachten die Helfer vor Ort vor allem zum Ausdruck: Die Organisation der Tafel und die Spendenbereitschaft funktionieren bestens. Allerdings werden weitere Hände gebraucht, um den Ablauf auch künftig so gut gewährleisten zu können.

Regelmäßig rund 200 Grundpakete

Denn dass die Hilfe dringend benötigt wird, zeigt sich immer wieder bei der monatlichen Ausgabe: Seit die Tafel im Jahr 2002 aus der Taufe gehoben wurde, kommen bis zu 200 Menschen in das Gemeindezentrum am Inselweg und erhalten dort Grundpakete mit verschiedenen Lebensmitteln für sich und ihre Familien. Dazu gehören frisches Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Molkereiprodukte und Backwaren von etwa 20 ansässigen Händlern, Metzgereien und Bäckereien sowie den Supermärkten.

Raum für Gespräche

„Neben der ganz konkreten Hilfe geht es uns aber auch um das Miteinander, um den Blick für die Nöte und Sorgen der Tafelgäste. Aus diesem Grund laden wir auch in ein tafeleigenes Café ein. Dort ist Raum für Begegnung und Gespräch der Tafelgäste untereinander und mit den Mitarbeitern der Tafel,“ erklärt Pastor Klaus Kemper-Kohlhase, Ansprechpartner der Initiative.

Beispielhaftes Engagement

„Meinerzhagen verfügt über eine große Basis an Helfern, die sich auf vielen Gebieten für ihre Mitmenschen engagieren“, ergänzt Bürgermeister Jan Nesselrath, der bei der jüngsten Ausgabe mit anfasste. „Dafür bin ich als Bürgermeister, aber auch als Mitbürger, einfach sehr dankbar.“ Die Eigeninitiative der Mitstreiter für die Meinerzhagener Tafel ist für dieses Engagement beispielhaft: Ehrenamtliche und die teilnehmenden Händler als Sponsoren ziehen an einem Strang und übernehmen sämtliche Kosten – auch für Transport.

Unterstützer willkommen

Das bislang Erreichte wollen die Ehrenamtlichen der Tafel gerne weiterführen – und dazu freut man sich über weitere helfende Hände: Tatkräftige Unterstützung bei der Abholung der Spenden und Verteilung der Lebensmittel ist sehr willkommen. Wer sich an der Meinerzhagener Tafel beteiligen will – sei es als Spender, Unterstützer oder direkt vor Ort als Mitarbeiter – kann sich direkt an Pastor Kemper-Kohlhase wenden, Kirchstraße 17, Tel. 02354/2196.

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