Lüdenscheid. Ausgetackert: Klaus Peter Beier hat den bestehenden Weltrekord im Papierkettenbasteln geknackt. Nach 24 Stunden unermüdlichen Tackerns und 1042,13 Metern stand am Sonntagmittag fest: Der 47-Jährige aus den niederrheinischen Alpen hat in der Lüdenscheider Phänomenta eine neue Meisterleistung abgeliefert. Punkt 12 Uhr ertönte die Queen-Hymne „We are the Champions“, glänzende Papierschnipsel regneten auf den Rekordhalter nieder und das große Helferteam feierte mit Klaus Peter Beier. Dann beurkundete Notar Klaus Dieter Voth von der Praxis Bergfeld & Partner die Aktion für das Guinnessbuch der Rekorde.

7391 Papierstreifen

Seit Samstagmittag war Klaus peter Beier unermüdlich bei der Arbeit. Foto: Wolfgang Teipel
Seit Samstagmittag war Klaus peter Beier unermüdlich bei der Arbeit. Foto: Wolfgang Teipel

Seit Samstagmittag hatte Klaus Peter Beier mit einer kurzen Unterbrechung 7391 etwa 14,1 Zentimeter lange Papierstreifen aneinander geheftet. Spannend für den Mann selbst, seinen Kollegen und Helfer Henning Hügen sowie das gesamte Begleitteam: Würde Beier durchhalten. „Der Rücken schmerzt etwas“, sagte der Mann aus Alpen wenige Minuten nach dem geglückten Rekordversuch. Probleme mit den Händen habe er nicht. Fast ein Wunder: Immerhin drückte er mehr als 14.000 Mal auf die Tacker des Herstellers Plus Japan. Das freute auch Christian Morgenstern aus dem Vertrieb des Bürogeräteherstellers. Die Tacker, versicherte Klaus Peter Beier, hätten während der Mammutaktion kein einziges Mal versagt.

Spenden für das Diabetikerzentrum

22 Minuten vor 12: Der Endspurt läuft. Foto: Wolfgang Teipel
22 Minuten vor 12: Der Endspurt läuft. Foto: Wolfgang Teipel

Beiers Weltrekordversuch war kein reiner Selbstzweck. „Eine Urkunde brauche ich nicht“, sagte er bescheiden. Er wünscht sich, dass im Zuge der Aktion möglichst viel für das Zentrum für jugendliche Diabetiker in Lüdenscheid gespendet wird.

Das Zentrum, das 58 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betreut, benötigt einen neuen Bus für Fahrten zu Ärzten und Freizeiten. Ein Fahrzeug mit neun Plätzen, das ist der Wunsch der Einrichtung, die sich seit 30 Jahren um junge Menschen mit Diabetes und anderen Stoffwechselerkrankungen kümmert.

Ein Formular zur Spendenabgabe ist seit 9. April für einen Monat auf der Phänomenta-Homepage verfügbar sein.

Besucherinnen und Besucher, die am 9. und 10. April den Rekordaufbau vor Ort verfolgten beziehungsweise den fertigen Rekord begutachteten, konnten auch direkt in der Phänomenta eine Bar-Spende überreichen. Hierzu konnten sie symbolisch für mindestens einen Euro pro Meter Abschnitte der Kette „erwerben“. Die ersten Scheine lagen schon am Sonntagmittag in der Spendenbox.

Die über einen Kilometer lange bunte Papierkette wird in den nächsten vier Wochen noch in der Phänomenta zu sehen sein.

Folgende Unternehmen unterstützten Klaus Peter Beier bei seinem neuen Rekordversuch:

Plus Europe GmbH, Düsseldorf, Bergfeld & Partner, Lüdenscheid, L. Jansen GmbH & Co. KG, Mönchengladbach und das Mercure Hotel in Lüdenscheid.

Die über einen Kilometer lange Papierkette zieht sich durch den Altbau der Phänomenta. Foto: Wolfgang Teipel
Die über einen Kilometer lange Papierkette zieht sich durch den Altbau der Phänomenta. Foto: Wolfgang Teipel

 

 

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