Phänomenta-Turm
Letzte Arbeiten am äußeren Phänomenta-Turm.

Lüdenscheid. Der Phänomenta-Turm in Lüdenscheid ist ein Symbol für den Erfinder- und Innovationsgeist in der Region. Das monumentale Exponat aus 150 Tonnen Stahl steht. Rund 900 Quadratmeter Kunststoffmembran aus PVC/PSE sind verspannt. „Jetzt kommt das Thema Exponate in Fahrt“, sagt Frank Kuschmirtz, Leiter des städtischen Gebäudemanagements.

Kuschmirtz und alle anderen Verantwortlichen sind froh darüber, dass der Turm der Phänomenta, übrigens in jeder Hinsicht ein Unikat, im Zeitplan fertiggestellt worden ist. „Der massive Druck ist jetzt raus“, sagt er. „Nun kann der Innenausbau beginnen.“

Innen mit verspiegelter Folie verkleidet

Im 75 Meter hohen Turm steht ein zweiter Turm, der das Foucault’sche Pendel aufnehmen wird. Unter sicherem Wetterschutz wird in den nächsten Tagen damit beginnen, auch diesen Turm zu verkleiden. Er wird von außen mit einer Kunststofffolie bespannt und im Inneren mit verspiegelter Folie ausgeleidet. „Das ergibt später interessante optische Effekte“, verspricht Linus Wortmann vom Altenaer Architektenbüro kkw.

Phänomenta-Turm
Der Phänomenta-Turm – ein Wahrzeichen für den Erfinder- und Innovationsgeist in der Region.

Seine Idee war es auch, die von außen sichtbare Kunststoffmembran zu drehen. „Das hat gestalterische Gründe“, berichtete er im Gespräch mit UnserLünsche. So folge die äußere Form quasi der Bewegung des Pendels. „Eine tolle Idee, die von der Bauleitung begeistert aufgenommen worden ist“, sagt dazu Frank Kuschmirtz.

Die Membran ist mit drei gestaltgebenden Seilen (Durchmesser 26 Millimeter) an neun Punkten in Richtung Stahlturm verspannt. So erhält sie die Form einer Helix, die der sich der drehenden und nach oben verjüngenden Turmstruktur folgt. Auf den Turm werden erhebliche Kräfte ein wirken. Deshalb wurden für die Konstruktion im unteren Bereich Stahlelemente mit einer Wandungsstärke von drei Zentimetern verwendet. Auch in der Spitze beträgt die Wandungsstärke immerhin von 12 Millimeter.

Phänomenta-Turm das neue Wahrzeichen Südwestfalens

Die Lebensdauer der Folie gibt der französische Hersteller Ferrari mit 20 bis 25 Jahren an. „Zwischendurch muss sie natürlich ab und an gereinigt werden“, sagt kkw-Architekt Linus Wortmann. Nur so kann das neue Wahrzeichen Südwestfalens, das bereits jetzt von sich reden macht, in der Nacht als Symbol für den Erfinder- und Innovationsgeist in der Region warmweiß leuchten.

Beteiligte Unternehmen:

Ferrari Membran, Frankreich (Hersteller der Kunststoffmembran);

Form TL, Radolfzell (Überprüfung der Nähte);

Arnegger, Leutkirch (Zuschneiden der Membran)

Pastors Membranwork (Montage-Kletterer, Verspannen der Membran);

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