Lüdenscheid – Der letzte Vorhang, ein packendes Theaterstück mit den bekannten Schauspielern Suzanne von Borsody und Guntbert Warns ist in der Deutschsprachigen Erstaufführungs-Inszenierung am Donnerstag, den 13.02.2014 um 19:30 Uhr im Kulturhaus Lüdenscheid zu sehen. Die Produktion des Renaissance Theater Berlin inszenierte Antoine Uithaag nach der Vorlage von Maria Goss.



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Die ganze Welt eine Bühne: Wie einst Liz Taylor und Richard Burton waren die Schauspieler Lies und Richard ein Traumpaar auf der Bühne. Richard ist der Inbegriff des Klischee-Schauspielers: er trinkt, spielt in der Kneipe den missverstanden Künstler, ist narzisstisch, größenwahnsinnig – und er hat ein gewaltiges Problem: Niemand will mehr mit ihm arbeiten. Niemand bis auf Lies, die vor dreißig Jahren gemeinsam mit ihm an der Theaterschule ihren Abschluss gemacht hat und nun aus Südfrankreich, wo sie mit ihrem Mann – einem Gynäkologen – wohnt, zurückkehrt, um Richards aktuelle Theaterproduktion zu retten; zwei Kolleginnen sind bereits entnervt ausgestiegen.

Zwanzig Jahre lang haben die beiden intensiv zusammen gearbeitet, und obwohl Lies die ganze Zeit über in Richard verliebt war, hatten sie nie mehr als nur eine kurze Affäre. Allerdings nahm im Laufe der Jahre Richards Alkoholkonsum immer mehr zu, was Lies schlussendlich veranlasste, die Zusammenarbeit zu beenden. Nun sind Lies und Richard um die 50, haben sich gut zehn Jahre nicht gesehen und proben jetzt genau für das Stück, mit dem sie 30 Jahre zuvor ihre Ausbildung beendeten.

Und natürlich probieren sie nicht nur. Die Theaterhandlung verbindet sich mit Szenen aus Gegenwart und Vergangenheit beider Leben. Bühne und Realität gehen dabei fließend ineinander über. Alte Liebe erblüht, alte Wunden reißen wieder auf. Richard und Lies sind sich plötzlich nicht mehr sicher, ob sie im Leben die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Hätte sich Lies vielleicht doch für Richard entscheiden sollen, statt nach Südfrankreich zu ziehen? Und Richard? Wäre seine Karriere anders verlaufen, wenn er für Lies sein Leben umgekrempelt hätte? Alles ist wieder möglich und so steht Lies zu guter Letzt erneut vor der Wahl: ein wildes Künstlerleben mit ihrer großen Liebe Richard – oder die mehr bürgerliche Existenz mit ihrem Ehemann.

Raffiniert springt die Autorin Maria Goos in die verschiedenen Lebensalter ihrer Figuren und kombiniert dabei amüsant mit Szenen aus dem an Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ erinnernden Stück im Stück. Urkomische Wortgeflechte werden von anrührenden Momenten abgelöst.

Für die Veranstaltung gibt noch Karten zu Preisen von 13,00 € bis 18,50 € zzgl. 10% VVk. Geb. an der Theaterkasse des Kulturhauses (Tel: 02351/ 171299) und – nach Vorrat – noch an der Abendkasse vor der Veranstaltung. An der Abendkasse gilt ein erhöhter Eintrittspreis.

Foto: © Barbara Braun drama-berlin.de

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