Vernissage in der Lüdenscheider Humboldt-Villa. Marco Nipkow eröffnete die Ausstellung des Malers Stephan Geisler. Die Laudatio sprach der Kunstwissenschaftler Frank Schablewski. v.l.n.r. Marco Nipkow, Frank Schablewski, Stephan Geisler mit Lupo und einer guten Freundin. Fotos: Iris Kannenberg
Lüdenscheid. Mit Stephan Geisler bot die Humboldt-Villa unter Leitung von Marco Nipkow den vielen Gästen ein künstlerisches Hightlight und einen außergewöhnlichen Künstler. Der Grafiker, Maler und Fotograf Stephan Geisler zeigte sein Können einem interessierten und letztendlich rundum begeisterten Publikum.

Marco Nipkow eröffnete die Vernissage

Unzertrennlich: Stephan und sein Lupo!
Unzertrennlich: Stephan und sein Lupo!
Marco Nipkow eröffnete die Vernissage gewohnt souverän und sympatisch mit einigen einleitenden Worten, in denen er seine Gäste sehr herzlich zu dieser Ausstellung begrüßte und den Künstler vorstellte. Dieser Kontakt war – wie er ausdrücklich betonte – durch die Vermittlung der kunstbegeisterten Lüdenscheider Familie Stich zustande gekommen, die selbst Mitglieder des Humboldt-Villa-Clubs ist.

Hund Lupo ist auch sein Model

Stephan Geisler wurde am 1. März 1968 in Bergkamen geboren und studierte zunächst Grafikdesign, eher er um das Jahr 2000 in den Bereich der Bildenden Künste als freischaffender Künstler einstieg. Und das mit Erfolg. Hauptthema seines Schaffens: Der Mensch. Aber auch sein Hund Lupo, der an diesem Nachmittag als Model vieler Alu-Dibond Werke des Künstlers mit von der Partie war, bewies, dass nicht nur in Stephan selbst, sondern auch in seinem Vierbeiner ein echter Star steckt. Die beiden sind unzertrennlich und der kleine Lupo bringt sichtbar viel Freude und Inspiration in das Leben des Künstlers Stephan Geisler.

National und international erfolgreich

Die Kunstliebhaberin Eva Judith Kovacs vor dem Bild "Venedig" von Stephan Geisler.
Die Kunstliebhaberin Eva Judith Kovacs vor dem Bild „Venedig“ von Stephan Geisler.

Stephan lebt und arbeitet in Bochum, wo er auch ein Atelier betreibt, das man besuchen und in dem man seine Werke bewundern und kaufen kann. Er stellte bereits national und international aus u.a. in Köln, Essen, Dorsten, Frankfurt Kopenhagen, Zürich, Baku, Dubai und Aalborg.

Er bezeichnet sich selbst als Schüler von Rolf Escher und begann sein Schaffen mit Zeichnungen und Illustrationen. Erst später griff er dann auch zum Pinsel. Stephan Geisler sucht ganz offensichtlich die direkte Begegnung mit Menschen, Tieren und ganz speziellen Orten, die ihn inspirieren.

Explodierende Farben

Farbenexplosion.
Farbenexplosion.
Seine Bilder können dabei sehr stark variieren in Größe, Technik, Fülle und der Gradation einer Realität. Mal sind sie extrem zeichnerisch und linear geprägt sein, mal dominieren Elemente, die wie Collagen eingesetzt werden, mal explodieren Farben auf den Leinwänden gleich feurigen Vulkanausbrüche oder Fontänen reinsten Wassers.
Er kombiniert in seinen Gemälden diese starken Farben mit Fotos und Musterpapieren, mal deutlich sichtbar und z.B. in ein Portrait eingearbeitet, mal lasierend übermalt und nur noch erahnbar. Allen Werken gemein ist eine große Kraft, die in den sparsamen Pinselstrichen und den wunderbar leuchtenden Farben ihre Vollendung findet.

Werke wirken wie Skizzen

Gewaltig und anrührend seine Betrachtung des Menschen.
Gewaltig und anrührend seine Betrachtung des Menschen.
Seine Werke wirken skizzenhaft, im Herzen des Künstlers scheinen die Bilder bereits fix und fertig zu sein, wenn Stephan sie ohne wenn und aber quasi auf die Leinwand schleudert. Seine Bilder haben den Schwung und die Einzigartigkeit des direkt Erlebten, jedes seiner Bilder ist ein Status Quo des Lebens.
Man hat daher als Besucher den Eindruck, an etwas Großem beteiligt zu sein. Seine Bilder berühren und trösten, geben aber auch Kraft. Man verlässt die Ausstellung dementsprechend gestärkt und beschwingt. Seine Bilder lassen die Seele des Betrachters singen.

Licht und Schatten

Faszinierend: Stephans Alu-Dibond-Arbeiten.
Faszinierend: Stephans Alu-Dibond-Arbeiten.
Wunderbar auch seine Alu-Dibond Werke, in denen er in einzigartiger Weise mit Licht und Schatten spielt. Die Fotos, in denen Hund Lupo einen große Rolle spielt, zeigen eine Leuchtkraft und Intensität, die fasziniert.

Großartige Laudatio

Zusammenfassend erläutert wurde sein Werk in der Laudatio des bekannten Düsseldorfer Kunstwissenschaftler Frank Schablewski, der nicht nur Stephan Geislers Arbeit in den großen Kontext der Menschheitsgeschichte stellte, sondern zudem noch einmal mit deutlich machte, dass Kunst untrennbar mit dem Menschen verbunden ist.

Palindrome und Archetypen

Die Gäste lauschten fasziniert der Laudatio von Frank Schablewski.
Die Gäste lauschten der Laudatio von Frank Schablewski.
Ebenso wie das Leben und Sein des Menschen erst in seinem gemeinsamen, friedvollen Leben mit der vierbeinigen Schöpfung seine echte Erfüllung findet.
Seine Ausführungen zu Palindromen, wie dem Wort „Dog“, das rückwärts gelesen erstaunlicherweise „GOD“ heißt und sein Hinweis, dass „Anima – die Seele“ sich im Wort „Animal“ englisch für „das Tier“ wiederfindet, ließ die faszinierte Zuhörerschaft staunen.
Ebenso wie seine wortgewaltigen Ausflüge zu Rilke und den menschlichen Archetypen. Selten ist wohl ein Künstler mit solch einer poetischen und dabei kurzweiligen Laudatio angekündigt worden, wie Stephan Geisler an diesem Nachmittag.

Expressive Kunst

Club-Mitglieder der Villa dürfen sich noch bis Ende des Monats an Stefans Bildern erfreuen. Wer ansonsten Stephans Werk sehen oder Bilder kaufen möchte, kann auf das Internet zurückgreifen oder darf ihm einfach einen Besuch in seinem Bochumer Atelier abstatten (www.stephangeisler.com). Für jeden Kunstliebhaber expressiver Kunst eigentlich ein Muss.

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