Diabetes
Rühren schon die Werbetrommel für den 2. Diabetikertag: Selma und Karolina (vorn), Einrichtungsleiter Michael Langhals, Fördervereinsvorsitzender Thomas Meermann und Diabetes-Beraterin Janina Kaufhold. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Eine Krankheit, die für immer im Körper bleibt? Diabetes ist ein Schock für jeden. Insbesondere für Kinder und Jugendliche, bei denen der Diabetes Typ 1 diagnostiziert wird. Sie müssen ihr Leben lang in besonderer Weise auf ihre Gesundheit achten und vor allem – täglich mehrfach Insulin spritzen. Wie sie mit viel Disziplin und Achtsamkeit trotz Diabetes ein normales Leben führen können, das lernen betroffene Kinder und Jugendliche im Zentrum für jugendliche Diabetiker am Danziger Weg in Lüdenscheid. Am Samstag, 22. Oktober, können Interessenten beim 2. Diabetikertag in der Einrichtung am Danziger Weg erfahren, wie junge Menschen lernen, mit Diabetes zu leben.

Bisher 20 Aussteller

„“Dier Reaktionen auf die erste Veranstaltung vor zwei Jahren haben uns bestärkt, weiterzumachen“, sagt Einrichtungsleiter Michael Langhals. Auch die Reaktionen der Aussteller zeigten, so Thomas Meermann, Vorsitzender des Fördervereins für das Diabetikerzentrum, dass das Haus am Danziger Weg den richtigen Rahmen biete. Im Oktober 2014 waren zehn Aussteller mit von der Partie. „In diesem Jahr werden es 20 sein. Das ist der Stand von heute“, betont Michael Langhals.

Diabetes und Leistungssport

Von 9.30 bis 15 Uhr soll sich im Zentrum für Jugendliche Diabetiker alles um das Thema Zuckerkrankheit drehen. So stellt Gerd Friese, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologe DDG, Neuigkeiten aus der Diabetes-Therapie vor. Gerd Friese ist in der Region einer der Experten für das diabetologische Fußsyndrom.

Kirsten Schwade und Alexander Piel berichten darüber, wie sie Leistungssport und Diabetes unter einen Hut gebracht haben. Die Lüdenscheiderin Kirsten Schwade ist mehrfache Europa- und Weltmeisterin im Powerlifting. Alexander Piel aus Mainz ist Karate-Kämpfer. Mehrfach hat er die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Außerdem startete er international beim Karate-Europa-Cup. Weiter ist er als A-Trainer für Karatesportler tätig. Dazu kommen weitere Vorträge.

Außerdem können die Besucher die Wohngruppen besichtigen. In diesen Wohngruppen leben zurzeit 35 Kinder und Jugendlichemit Diabetes sowie neun Menschen mit Behinderungen. 14 weitere Schützlingen mit dem Diabetes Typ 1 und anderen Stoffwechselproblemen werden in Trainingswohngruppen außerhalb des Diabetikerzentrums betreut. „Sie sind auf dem Weg zur Selbstständigkeit“, sagt Michael Langhals.

Thomas Meermann und Michael Langhals freuen sich darüber, dass Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas erneut die Schirmherrschaft über die den Diabetikertag übernommen hat.

Finanzielle und ideelle Unterstützung

Der Förderverein des Diabetiker-Zentrums unterstützt Leitung und Team der Einrichtung bei der Arbeit und auch beim 2. Diabetikertag am Danziger Weg. „Einerseits leisten wir finanzielle Zuwendungen“, sagt Vorsitzender Thomas Meermann. So überweisen die Förderer Geld, wenn es darum geht, soziale Härten abzufedern.

Der Verein springt auch an anderer Stelle ein, wenn das Geld der öffentlichen Träger der Jugendhilfe nicht ausreicht. Ebenso wichtig ist es dem Verein aber, zu informieren und die Akzeptanz für jugendliche Diabetiker in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Weitere Mitglieder zu gewinnen, Sponsoren auf die Belange des Diabetiker-Zentrums aufmerksam zu machen, auch das gehöre zur Arbeit des Fördervereins.

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