DB Cargo wird die Verladestelle Krummenerl weiter anfahren. Foto: Wolfgang Teipel

Meinerzhagen. Die Stadt Meinerzhagen begrüßt die Entscheidung der DB Cargo zum Erhalt der Güterverladestelle Krummenerl: Nach andauernden Gesprächen hat das Unternehmen nun bestätigt, die Station in Meinerzhagen weiterhin anzufahren.

Damit hat die Debatte um eine mögliche Schließung der Verladestelle, die als eine wichtige infrastrukturelle Drehscheibe für ansässige Industriebetriebe fungiert, nun ein Ende. Neben der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) sowie dem Verband der Bau- und Rohstoffindustrie vero hatte sich Bürgermeister Jan Nesselrath gemeinsam mit dem Abgeordneten im Bundestag, Dr. Matthias Heider, intensiv für einen Weiterbetrieb eingesetzt.

Gute Argumente für Weiternutzung

Der anhaltende Einsatz aller Beteiligten und eindeutige Argumente für eine Weiternutzung der Verladestelle haben die DB Cargo offenbar nun dazu bewogen, ihre Stilllegungspläne ad acta zu legen. Bürgermeister Jan Nesselrath: „Wir freuen uns sehr über dieses erfolgreiche Ergebnis unserer gemeinsamen Bemühungen. Die Entscheidung entspricht ganz klar der Sachlage und ist ein deutliches Zeichen für die Wirtschaftlichkeit des Standorts Meinerzhagen. Mein Dank für diese nachhaltig positive Entwicklung geht an alle Beteiligten, die sich gemeinsam mit uns für den Erhalt der Verladestation eingesetzt haben.“

Intensive Gespräche

Der Entscheidung der DB Cargo waren intensive Gespräche auf allen politischen Ebenen vorangegangen: Neben einem gemeinsamen Schreiben der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer und dem Verband der Bau- und Rohstoffindustrie vero hatte die Stadt zudem Dr. Matthias Heider als zuständigen Bundestagsabgeordneten eingeschaltet.

Die DB Cargo ist nun dem argumentativen Dreiklang aus Erhalt der modernen regionalen Infrastruktur, Wirtschaftlichkeitsrechnung und Bedeutung für die Umwelt gefolgt.

Bald wieder 50.000 Tonnen

Auch die Frage nach der langfristigen Wirtschaftlichkeit der Verladestation für die DB Cargo konnte seitens der heimischen Rohstoffindustrie zufriedenstellend beantwortet werden: Nach zuletzt rückläufigen Verlademengen am Standort zeichnet sich ein erneuter Anstieg des Transportvolumens ab, das sich künftig wieder auf rund 50.000 Tonnen pro Jahr belaufen wird.

Endpunkt der Volmetalstrecke

Für den Weiterbetrieb spricht außerdem der allgemeine politische Konsens, durch die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene die Umwelt zu schonen und gleichzeitig die Infrastruktur sinnvoll auszubauen. Die Verladestelle Krummenerl bildet den Endpunkt der so genannten Volmetalstrecke und wird als solch e täglich von Unternehmen der Rohstoffindustrie als Knotenpunkt im Güterverkehr genutzt. Erst vor wenigen Jahren war die Strecke unter hohen Investitionen erneuert worden, um die Nutzung des Verkehrswegs Schiene auch weiter als attraktive Alternative zum Transport per LKW aufrecht zu erhalten.

 

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