Volme
So sah es am 9. Januar 2009 aus: Bis zur Oberkante der Mauer, die die Tiefgarage im Schalksmühler Rathaus vor Hochwasser schützt, fehlten der Volme nur noch 17 Zentimeter.

Volmetal. Es schüttet wie aus Kübeln. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Wasserstand der Volme. Seit Freitag, 0.00 Uhr, ist der Wasserstand am Pegel Stephansohl von 50 Zentimetern auf 1,40 Meter gestiegen (Stand 19. Dezember, 15.45 Uhr). Weiter Volme abwärts am Pegel Hagen-Eckesey lag er zu diesem Zeitpunkt bereits bei 1,85 Meter.

Besorgniserregend ist das noch nicht. In Stephansohl wurde zwar am Freitagmittag die Linie für die erste Informationsstufe überschritten. Sie liegt bei 1,10 Meter. Mit einem mittleren Hochwasser ist nach Angaben der Bezirksregierung Arnsberg erst zu rechnen, wenn am Pegel Stephansohl ein Wasserstand von 1,60 Meter überschritten wird.

Oberlauf der Volme ein Hochwasser-Entstehungsgebiet

Die Volme zählt mit ihrem Oberlauf ebenso wie die Lenne und die Ruhr zu den sogenannten Hochwasser-Entstehungsgebieten. Sollten die kräftigen Niederschläge anhalten, könnte es durchaus zu einem mittleren Hochwasser kommen. Von den negativen Folgen der anschwellenden Volme ist Schalksmühle in der Regel verschont geblieben.

Lediglich 1993 schwappte das Flüsschen derart über, dass die Tiefgarage im Rathaus überflutet wurde. 2009 und 2010 machten die Volmefluten den Tiefbauern beim Ausbau der Kurven im Bereich Linneper Mühle an der B 54 zu schaffen. Mehrfach lief die Baugrube voll, so dass die Arbeiten unterbrochen werden mussten.

Hochwasservorhersagen seit 91 Jahren

Für die hochwasserträchtige Zeit wird bei dem in Dortmund ansässigen Hochwasserwarndienst Volme/Lenne/ Ruhr eine Rufbereitschaft eingerichtet. Dieser Warndienst gibt seit inzwischen 91 Jahren Hochwasservorhersagen mit Trend- und Prognoseberechnungen heraus. An diesem Standort laufen Messdaten über Wasserstände, Abflüsse, Talsperrenfüllstände, Niederschlag und umfangreiche meteorologische Informationen zusammen. Der Hochwasserwarndienst wertet diese Daten aus, schätzt die Hochwasserlage ein und erstellt seine Prognosen. Der Warndienst deckt die Volme vom Pegel Stephans­ohl bis zur Mündung in die Ruhr ab.

Überschreiten die Pegel die Meldegrenzen, sendet der Warndienst Hochwasserwarnungen unter anderem an die Feuerwehrleitstelle des Märkischen Kreises. Ausgewählte Empfänger werden gesondert alarmiert.

Für alle, die die Entwicklung des Wasserstandes am Pegel Stephansohl verfolgen wollen hier der Link: http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/container/pegelstaende/pegelansicht.php?get_karte=ruhr&get_yachse=Standard&get_gewaesser=Volme&get_sname=Stephansohl

 

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