Lüdenscheid – Am Sonntag, den 29.09.2013 um 19:30 Uhr gastiert das Osnabrücker Sinfonieorchester unter der Leitung von Andres Hotz im Kulturhaus Lüdenscheid. Auf dem Programm stehen von Ludwig van Beethoven die Sinfonie Nr. 10 in e-Moll, der Liederzyklus „Sieben frühe Lieder“ von Alban Berg sowie von Wolfgang Amadeus Mozart die Sinfonie Nr. 41 in C-Dur (KV 551) mit der Bezeichnung Jupiter-Sinfonie. Als Solistin in Alban Bergs Liederzyklus ist die Sopranistin Christiane Iven engagiert.

 Man kennt Beethovens 9. und letzte Sinfonie als ein Meilenstein der Musikgeschichte und für manch nachfolgenden Komponisten eine nur schwer zu überwindende Hürde. Vielleicht auch für Beethoven selbst? Denn tatsächlich setzte er noch einmal zu einem weiteren sinfonischen Werk an, das jedoch nie vollendet wurde. Barry Cooper nahm sich der Skizzen zum ersten Satz einer „Zehnten“ an und machte diesen für die Nachwelt erlebbar. Das Orchester lässt nun erahnen, wie Beethoven seine Musik weiterentwickelt hätte. Auch Mozarts Jupiter-Sinfonie markiert gewissermaßen einen Abschluss: Es ist, obwohl drei Jahre vor seinem frühen Tod geschrieben, bereits seine letzte Sinfonie, ein Werk, das noch einmal den ganzen Kosmos seines Schaffens auf einen Augenblick komprimiert.

Zwischen diesen beiden Werken später Tage stehen mit Alban Bergs „Sieben frühe Lieder“ seine noch spätromantische Auseinandersetzung mit der Liedtradition des 19. Jahrhunderts. Sie entstanden in den Jahren 1905 bis 1908 für Singstimme mit Klavier. Orchestriert wurden sie jedoch erst zwanzig Jahre später. Das Osnabrücker Sinfonieorchester wurde im Jahre 1919 gegründet – in einer Zeit, die geprägt war von hoher Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise. Bis auf eine dreijährige Unterbrechung nach einem Bombenangriff im März 1944 sorgte und sorgt das Esemble seither für ein reges Musikleben in der Stadt und Region.

Weltweite Beachtung und Wertschätzung fanden im August 2007 zwei Konzerte der Osnabrücker Symphoniker in Teheran: Nach 30 Jahren war es das erste Gastspiel eines westlichen Orchesters, das wieder zu dieser Art Kulturaustausch zugelassen worden war. Christiane Iven wurde in Hamburg geboren, studierte in ihrer Heimatstadt bei Judith Beckmann und ergänzte ihre Ausbildung mit Lied-Interpretationskursen bei Dietrich Fischer-Dieskau. Sie ist Preisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs und mehrerer internationaler Wettbewerbe. Für ihre herausragenden künstlerischen Leistungen wurde sie mit dem Niedersächsischen Staatspreis ausgezeichnet. Im November 2011 wurde sie zur baden-würtembergischen Kammersängerin ernannt.

 Für die Veranstaltung gibt es im Rahmen der Extras Karten an der Theaterkasse des Kulturhauses (Tel: 02351/ 171299) und – nach Vorrat – noch an der Abendkasse vor der Veranstaltung. Weitere Informationen unter: www.kulturhaus-luedenscheid.de. Kartenpreise: Einheitspreis: 19,00 € bis 24,00 €, zzgl. 10% VVk. Geb.

An der Abendkasse gilt ein erhöhter Eintrittspreis.

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