Der Umbau hat begonnen. Foto: Wolfgang Teipel

Meinerzhagen. Nachdem die neue Verkehrsführung im Bereich der Stadthalle erfolgreich realisiert und in Betrieb genommen wurde, hat der zweite große Abschnitt zur Neugestaltung des Stadthallenumfeldes begonnen.

Der neue Stadtplatz als Herzstück in der Innenstadt Meinerzhagens und Kern des Programms „Urbanität“, das im Rahmen der Regionale 2013 aufgelegt wurde, wird nun gebaut.

6000 Quadratmeter Pflaster

Insgesamt 6.000 Quadratmeter Pflaster werden in den kommenden Wochen verlegt. „Die Entscheidung fiel dabei auf eine Pflasterung, bestehend aus drei changierenden Grautönen sowie drei unterschiedlichen Formaten“, erläutert Jürgen Tischbiereck, Leiter des Fachbereichs Technischer Service. „So ist der Belag wetterfest, haltbar und unter praktischen Gesichtspunkten ideal, und die recht große Gesamtfläche wird durch die farbliche Variation sowie die sich abwechselnden Formate aufgelockert.“

Drei Wasserbecken mit Fontänen

Im Herbst werden große Amberbäume gepflanzt. Foto: Wolfgang Teipel

Auf dem Stadtplatz selbst werden sich verschiedene Themen und Elemente wiederfinden, die ihm Struktur, Atmosphäre und Lebendigkeit verleihen sollen. Insbesondere das Thema „Wasser“ wird hier aufgegriffen, indem drei Wasserbecken mit Fontänen vor dem Zugang des Gastronomiebereichs sowie ein Wassergerinne im östlichen Bereich der Stadthalle entstehen. Auch die Bepflanzung des Stadtplatzes mit großen Amberbäumen ist im Anschluss an die jetzt beginnenden Arbeiten im Herbst eingeplant.

Versorgungsleitungen werden verlegt

Bevor gepflastert wird, sind umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Dazu gehört insbesondere die Verlegung der Versorgungsleitungen für Wasser, Strom, Gas sowie die Parkplatzbeleuchtung. Außerdem werden im Bereich des Stadtplatzes sieben unterirdische Stromkästen, die bei Bedarf für Veranstaltungen oder den Wochenmarkt geöffnet werden können, installiert. Damit soll sichergestellt werden, dass der multifunktionale Nutzungsansatz auch tatsächlich umgesetzt werden kann: Für kulturelle Events, Feste und Märkte kann mit Hilfe dieser so genannten Unterflurelektranten eine Stromversorgung flexibel und mit geringstmöglicher oberirdischer Verlegung von Kabeln sichergestellt werden.

Das Umfeld der Stadthalle wird radikal umgebaut. Foto: Wolfgang Teipel

Auch der Mischwasserkanal zwischen der Haupt- und der Volmestraße wird im Rahmen der Baumaßnahme zwischen Mitte Juni und Ende Juli erneuert. Jürgen Tischbiereck: „Unser Ziel ist es, einen Stadtplatz zu kreieren, der langfristig seinen Aufgaben gewachsen ist und allen Ansprüchen, ob technisch, optisch und funktional, nachhaltig gerecht wird – kurz: Der neue Stadtplatz soll auch in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren noch als zentraler Ort in unserer Innenstadt beliebt sein und gerne genutzt werden.“

Parkflächen fallen weg

Die Vorbereitungen für diese Arbeiten haben am 8. Juni begonnen. Die Planungen sehen vor, dass die vorhandene Oberfläche in drei Abschnitten beginnend an der neuen Parkplatzzufahrt am Kreisverkehr aufgenommen wird und sich die weitergehenden Arbeiten in der Folge in Richtung Volmecenter bzw. zur Volmestraße bewegen werden. Aufgrund dessen wird zunächst die übergangsweise als Parkplatz genutzte Fläche der ehemaligen Verbindungsstraße „An der Stadthalle“ für den Verkehr gesperrt. Die Stellplätze, die dort zur Verfügung standen, fallen dementsprechend weg. Die Parkfläche im Bereich der Stadtbücherei soll möglichst schnell wieder freigegeben werden. Die Zufahrt zur Tiefgarage bleibt nach wie vor – sowohl während der Bauzeit als auch nach der Fertigstellung – bestehen.

Wenn nichts dazwischen kommt, soll Ende des Jahres alles fertig sein. Foto: Wolfgang Teipel

Fertigstellung Ende 2017

Mit der Fertigstellung des Stadtplatzes rechnen die Verantwortlichen zum Ende des Jahres hin, sofern die Witterung günstig bleibt und sich keine unvorhergesehenen Ereignisse häufen. „Das Zeitfenster für die Bauarbeiten ist, wie auch bereits im ersten Bauabschnitt, sehr eng bemessen. Gleichwohl wollen wir daran festhalten, bis Ende 2017 den Stadtplatz fertigzustellen“, fasst Jürgen Tischbiereck zusammen. „Dabei handelt es sich sicherlich um ein insgesamt sehr ambitioniertes Projekt. Die bis jetzt erfolgreich verlaufenen Arbeiten und stimmen uns aber optimistisch, dass wir auch diesen Bauabschnitt gut bewältigen werden.“

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