p-kult
Barbara Benner und Ulrich Schulte stoßen mit den Sponsorenvertretern Meinolf Mertens (links) und Bastian Struwe (rechts) auf das P-Kult-Programm 2016 an. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Das hat Kultstatus: Seit über 20 Jahren genießen die Plettenberger in den Sommermonaten die Veranstaltungsreihe P-Kult. Auch 2016 werden an vier Sonntagen und zwei Freitagen Musikveranstaltungen auf dem Alten Markt und Kindertheatervorstellungen an der Christuskirche geboten. Abschließender Höhepunkt des kulturellen Sommerprogramms ist das Gastspiel des N.N. Theaters Köln am Donnerstag, 11. August, ab 20 Uhr unterm Stephansdachstuhl. Wie gewohnt ist der Eintritt zu allen Veranstaltungen frei.

Vor dem Hintergrund der Sparworkshops für den städtischen Haushalt war öffentlich diskutiert worden, ob nicht zumindest für das N.N. Theater Eintrittsgeld genommen werden könnte bzw. sollte. Das Ensemble aus Köln gastierte Anfang Juli mit dem Stück „Metropolis“ in Lüdenscheid. Dort wurde ein Eintrittspreis zwischen 13 und 18,50 Euro verlangt. „Wir wollen das kostenfrei halten“, erklärt Bürgermeister Ulrich Schulte, „zumal der Alte Markt aufwändig abgesperrt werden müsste, um Eintritt zu kassieren.“ Im Rathaus werde noch darüber gesprochen, ob ein freiwilliger Obolus erhoben wird.

P-Kult ist starke Marke und Alleinstellungsmerkmal

Mit dem P-Kult-Programm hat sich die Stadt Plettenberg auf jeden Fall ein Alleinstellungsmerkmal im weiten Umkreis geschaffen. Meinolf Mertens von der Brauerei Veltins und Bastian Struwe vom Westfälischen Gastronomie-Service (WGS) sind viel im Sauerland unterwegs. Übereinstimmend stellen sie fest, dass es Vergleichbares kaum gibt. Möglich ist dies in Plettenberg auch dank des Sponsorings durch die von ihnen vertretenen Unternehmen und das Kultursekretariat Gütersloh.

Für die Gestaltung des P-Kult-Programms zeichnen erneut Barbara Benner und Frank-Ulrich Sohn vom Kulturbüro der Stadt verantwortlich. An sieben P-Kult-Tagen wird für so ziemlich jeden Geschmack etwas geboten. Barbara Benners persönliche Favoritin ist die Wirtschaftswunder-Revue „Die Sweethearts“ am 24. Juli. „Da wird ein Mix aus Gesang, Musik und Comedy geboten. Das hebt sich ab und ist ein Highlight“, freut Barbara Benner sich darauf besonders.

Bürgerschoppen mit Freibier und Flashlight

Die Band Flashlight aus Plettenberg spielt beim Bürgerschoppen.
Die Band Flashlight aus Plettenberg spielt beim Bürgerschoppen.

Zum P-Kult-Auftakt findet der 22. Bürgerschoppen am Freitag, 15. Juli, ab 18 Uhr auf dem Alten Markt statt. Die Sponsoren Veltins und WGS spendieren ein Fass Freibier, das Bürgermeister Ulrich Schulte anschlägt. Für musikalische Unterhaltung sorgt die heimische Band Flashlight mit Gitarre, Mundharmonika, Percussion und Keyboard – und natürlich mit Gesang. Das Trio hat sich ganz der Musik verschrieben. Das Repertoire ist riesig und reicht von 99 Luftballons bis zum Zillertaler Hochzeitsmarsch. Flashlight präsentiert darüber hinaus einen Überraschungsgast. „Ein junges Talent aus Plettenberg – mehr wird nicht verraten“, sagt Barbara Benner. Zu späterer Stunde zeigt Christian Dirr die Faszination von Licht und Feuer. Er setzt Licht und Feuer faszinierend in Szene. Seine Shows verbinden die Magie des Lichts mit höchster artistischer Perfektion.

Musik, Revue und Tanz

Vom 17. Juli bis zum Finale mit dem N.N Theater geht’s p-kult-mäßig weiter Schlag auf Schlag.

Sonntag, 17. Juli, 15 – 18 Uhr

Free Bears, Americana & Rock’n’Roll-Band: Free Bears ist eine Band aus NRW mit amerikanischen Wurzeln und es ist nicht nur Country (Rock), es ist nicht nur „Rock ́n ́Roll – es ist ein Mix aus beidem mit vielen bunten Spielarten anderer Stile kombiniert: AMERICANA. Dazu sorgt die Linedance-Gruppe Renegades, deren Mitglieder aus verschiedenen Städten des Märkischen Kreises kommen, für Stimmung.

Freitag, 22. Juli, 19.30 – ca. 22.30 Uhr

Lazy Long, Deep Purple Tribute: Lazy Long rockt in Plettenberg mit Klassikpassagen als Intro, dem Song Highway Star als Opener und teils fließenden Übergängen zwischen vielen weiteren Deep-Purple-Klassikern, von denen an dieser Stelle nur Smoke on the Water, Child in time und Black night als Beispiele genannt werden.

Sonntag, 24. Juli, 15 – 18 Uhr

revueDie Sweethearts, Wirtschaftswunder-Revue: Drei professionelle Solisten als Trio, die sich ganz dem Lebensgefühl und Zeitgeist der 50er Jahre verschrieben haben, das sind die Sweethearts. Seit 10 Jahren erfolgreich mit ihrer Wirtschaftswunder-Revue in Deutschland unterwegs. Die Sweethearts lassen die schönsten deutschen Schlagerperlen der Wirtschaftswunderzeit wieder lebendig werden. Mit Sketchen und Pointen á la Heinz Erhardt besingen sie virtuos das Lebensgefühl einer Nation im Backfischalter zwischen Nierentisch, Putzfimmel und Campingurlaub. Die ausgefeilten Gesangsarrangements komplettieren lediglich akustische Gitarre, Kontrabass und Percussion: das ist der Originalsound der 50er –100% live! Der Staubwedel kann getrost zu Hause bleiben, denn das Ganze klingt so zeitlos und frisch, dass manch einer sich um Jahrzehnte jünger fühlt.

Sonntag, 31. Juli, 15 – 18 Uhr

Bläck Jäck, maritimer Rock aus Cuxhaven & Shanty-Chor Werdohl: „Maritimer Rock“ bezeichnet ein Konzept, das in Deutschland seinesgleichen sucht: Die vier Musiker von Bläck Jäck präsentieren Shanties, internationale Seemannslieder und auch irische Hafen- und Kneipensongs in eigenen Versionen und Arrangements – teilweise mit deutlichen stilistischen und rhythmischen Veränderungen, aber ohne die Songs zu parodieren. Sie interpretieren Lieder von den Dubliners oder Hans Albers, aber auch traditionelle Seemannslieder und geben ihnen eine neue zeitgemäße und rockige Note. Bläck Jäck wechselt sich mit dem Werdohler Shanty-Chor ab, der das Publikum mit seiner fröhlichen Art mitreißt.

Außerdem findet an diesem Sonntag ein Bikertreff auf dem Alten Markt statt. Organisiert wird er von der Fahrschule Fellmer.

Sonntag, 7. August, 15 – 18 Uhr

Darf ich bitten?, Tanzparty mit Marcel Schulte: Tanzlehrer Marcel Schulte lädt alle tanzbegeisterten Menschen zur 2. Kultursommer-Tanzparty unterm Stephansdachstuhl ein. Diese Veranstaltung war der Überraschungserfolg des Vorjahres. In einer Tanzpause gibt Musicalsängerin Rebecca Henke eine exklusive Hörprobe aus der Produktion „Stadtschatten“, die im November uraufgeführt wird.

Donnerstag, 11. August, 20 Uhr

nnN.N. Theater Köln, „Nibelungen“, ein phantastisches und dramatisches Geschehen in Plettenberg: … theatralisch wandern die karikierenden Recken, klugen Mütter und schönen Minnen auf den Spuren derben Volkstheaters, wie es auf Mittelaltermärkten und Gauklerfesten beliebte Renaissance feiert. Das N.N. Theater ist aber nicht irgendeine Gauklertruppe. So derb der Stoff erscheint, er ist doch fein gewebt. Stäbe zum Beispiel durchziehen das ganze Stück als stumme Motive. Hier sind sie orakelnde Runen, dort Ruder, Schwerter, Bäume oder gar Treppenstufen. Walter Ulbricht hat ebenso seinen Auftritt wie die Niederländer, die schon damals das Rheintal mit ihren Karren verstopften. In ständig wechselnden Rollen werfen Aischa Lina Löbbert, Irene Schwarz, Ozan Akhan, Tom Simon und Didi Jünemann ihr ganzes schauspielerisches Können in die Waagschale und machen ihren Blick auf die alte Sage so zu einem schmissigen Vergnügen.

Kindertheater

Das Kinderprogramm findet immer ab 16 Uhr an der Christuskirche statt, bei Dauerregen in der Christuskirche oder im Jugendzentrum Alte Feuerwache.

Sonntag, 17. Juli

kreuzquer„Der Fischer, seine Frau und das Fischstäbchen“, Theater Kreuz & Quer aus Duisburg: Gebrr sitzt am liebsten im Badezimmer und angelt in der Badewan- ne. Doch heute ist Samstag und am Samstag ist Grimms Badetag. Sie würde schon die Angel weglegen, wenn Grimm ihr denn ein Märchen vorlesen würde, am besten eines mit Fischen und Angeln und natürlich darf ein Kuss am Ende nicht fehlen. Und welches Märchen liegt da näher als das vom „Fischer und seine Frau“? In dem gibt es zwar kein Küsschen am Ende, aber das kann Gebrr sich sicherlich auch so ergattern.
Und hast du nicht gesehen wird Gebrr zum Fischers Fritze, Grimm zur seiner ständig unzufriedenen Frau Helene und das Badezimmer zum großen weiten Meer und die Badewanne mal zum Fischerboot und mal zum Königspalast.

Sonntag, 24. Juli

„Hase und Igel“, Theater Lakritz aus Berlin, ein Erzähltheater mit Objekten aus dem Nähkästchen: Der Hase und Familie Igel sind Nachbarn und machen sich das Leben nicht immer leicht. Den Hasen stört der Lärm der Igelkinder, außerdem ist er ein Angeber und macht sich über die kurzen Beine von Papa Igel lustig. Bis sie sich eines schönen Sonntagmorgens in die Wolle kriegen und eine Wette abschließen.

Sonntag, 31. Juli

kaiser„Des Kaisers neue Kleider“, Theater Tom Teuer aus Duisburg: Es lebte einmal ein Kaiser, der liebte schöne Kleider so sehr, dass er sein ganzes Geld dafür ausgab. Dabei vergaß er, sich um sein Volk und sein Kaiserreich zu kümmern. Und es lebte zur selben Zeit ein Schneider, der dem Kaiser zeigte, wie eitel und faul er war. Er versprach dem Kaiser die schönsten Kleider zu nähen, so schön, wie er sie noch nie gesehen hatte. Und nicht nur das – diese Kleider sollten für dumme Menschen und solche, die in ihrem Amt nichts taugen, unsichtbar sein. Der Kaiser wollte diese Kleider unbedingt haben, um sich vor seinem Volke zu zeigen und zu erkennen, wer an seinem Hof nichts tauge.

Sonntag, 7. August

„Didgeridoo & Känguru“ Karibuni – Weltmusik für Kinder, Ein Mitmachkonzert – Australien in Liedern und Geschichten: Der hypnotische Klang des Didgeridoo zieht sich wie ein roter Faden durch das Australien-Programm der Gruppe Karibuni. Lieder über die Tierwelt des 5. Kontinentes, wie das Känguru, den Koala – der dann doch kein Bär ist, den Kookaburra – den die Europäer den „Lachenden Hans“ nennen, wechseln sich ab mit Liedern und Geschichten, die Kinder und Erwachsene in die Welt der Aborigines, der Ureinwohner Australiens entführen.

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