Rönsahl. Unter dem Motto „Das Horn, ein archaisches Instrument“ präsentieren die Rönsahler Kirchenkonzerte am Sonntag, 17. Januar, Werke barocker Meister in einer ungewöhnlichen Instrumenten-Zusammenstellung. Wilhelm Junker spielt Parforce-, Wald- und Alphörner. Dazu kommen Matthias Pflaum (Naturhorn, 2. Horn) und Hans-Peter Kortmann (Orgel). Das Konzert beginnt um 19 Uhr in der Rönsahler Servatius-Kirche. Der Eintritt kostet 12/3 Euro.

Wilhelm Junker, Matthias Pflaum und Hans-Peter Kortmann spielen am 17. Januar in der Rönsahler Servatius-Kirche.
Wilhelm Junker, Matthias Pflaum und Hans-Peter Kortmann spielen am 17. Januar in der Rönsahler Servatius-Kirche.

Tönende Hörner begleiten den Menschen schon seit prähistorischer Zeit. Es kann aus verschiedensten Materialien gefertigt sein. Mit seinem archaischen Klang diente es bis heute als Signal- und Ritualinstrument. Seinen Einzug in die Kunstmusik hielt es erst am Ende des 17. Jahrhunderts unter dem französischen König Ludwig XIV., der 14 Parforce-Hornisten für die Gestaltung der Hofmusik beschäftigte. Seit dem 18 Jahrhundert wurden die Hörner durch Erweiterung der Spieltechnik (Stopfen), Veränderung der Form, den Wechsel von Kessel- auf Trichtermundstück, Erfindung von Ventilen (19. Jahrhundert) und schließlich durch Entwicklung von Doppel- und Tripelhörnern immer weiter vervollkommnet.
Nachdem in der Anfangszeit der Rönsahler Kirchenkonzerte schon einmal Horn plus Orgel‘ und einmal das Hornbläser-Ensemble Emsdetten zu Gast waren, wird nun Wilhelm Junker in einem moderierten Konzert das Horn noch einmal grundlegend vorstellen, mehrere unterschiedliche Exemplare mitbringen und, unterstützt durch Matthias Pflaum und begleitet von Heinz-Peter Kortmann an der historischen KLEINE-Orgel, überwiegend Werke barocker Meister zu Gehör bringen.
Im Programm unter anderem:
Sinfonies de chasse (Naturhörner + Orgel) von Jean J. Mouret (1682-1738, Hubertusmesse von Jules Cantin (1874-1956)
Concerto in D (Naturhörner + Orgel) von Georg Philipp Telemann
u.v.m.

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