Seit Wochen sehe ich im Fitness-Studio Injoy Volmetal neue Geräte. Ein Werbebanner auf dem Weg zur den Umkleidekabinen kündigt an: fle.xx-Rückgratkonzept. Was steckt dahinter? Ein Selbstversuch.

„Du sollest das unbedingt probieren“, sagt Trainerin Vera. Allerdings: Ohne fachkundige Anleitung möchte sie mich nicht in den neuen Parcours lassen. Also muss ein Termin her. Der ist schnell gefunden. „Mach Dich ein bisschen warm und danach  kommst du runter“, sagt sie, als ich zwei Tage später erscheine.

Nichts geht ohne Coach

Brav klettere ich auf den Crossstepper. Nach 15 Minuten betrete ich den neuen Trainingsraum und schaue mich um. Gleich am ersten Gerät geht’s in den Spagat. Gut für die Muskelkette Beinstrecker/Hüftbeuger. Sofort begreife ich, warum es ohne Coach nicht geht. Meine Hüfte ist zu weit ausgedreht, das rechte Bein ist zu weit nach vorn geschoben. Das linke Bein ist schief aufgesetzt. Ich kann kaum das Gleichgewicht halten. Gut, dass Vera mich unterstützt. Zuvor hat sie mir die Übung gezeigt. Da sah alles noch ganz einfach aus.

So beweglich wie ein Brett

Ich bin so beweglich wie ein Brett, schießt es mir durch den Kopf. Vera sagt: „Das wird schon noch.“ Und weiter geht’s zum zweiten Gerät. Ich gebe mir größte Mühe, muss aber auch an den weiteren Geräten feststellen: Es ist noch viel Luft nach oben.

Das fle.xx-Rückgratkonzept soll die Beweglichkeit verbessern. Das ist nicht nur bei mir dringend nötig, obwohl ich mich seit mehreren Jahren im Injoy Volmetal mit einem Kraft-Ausdauertraining fit halte.

Immer nur Sitzen, Sitzen, Sitzen

Was liegt der fle.xx-Idee zugrunde? In unserem anspruchsvollen Alltag nehmen wir häufig eine nach vorne gebeugte Haltung ein: Wir arbeiten im Sitzen, wir fahren Auto im Sitzen, abends sitzen wir auf dem Sofa und auch im Schlaf rollen wir uns zusammen. So werden wir unbeweglich.
Mit zunehmendem Alter passt sich unsere Muskulatur immer mehr dieser Haltung an. Die Folge ist eine verkürzte Brust- und Bauchmuskulatur. Dies macht sich durch Schmerzen im Rücken und durch Verspannungen im sensiblen Hals-Nacken-Bereich bemerkbar. Mit fle.xx kann jeder lernen, sich wieder aufzurichten und die natürliche Beweglichkeit, die wir bei kleinen Kindern als selbstverständlich ansehen, wieder herzustellen.

Völlig neues Körpergefühl

„Rund 150 Kunden nutzen den neuen fle.xx-Parcours“, sagt Injoy-Geschäftsführer Sebastian Ignatzek (Foto oben). „Die meisten sind begeistert.“  Manche sagen ihm, sie fühlten sich jetzt größer und aufrechter als zuvor. Andere verspüren eine schmerzlindernde Wirkung. Ich komme mit einen älteren Ehepaar, beide um die 70, ins Gespräch. Er hat mehrere Bandscheibenvorfälle erlitten, dazu kommt eine Verengung des Wirbelkanals im Rücken. Nachts wurde er regelmäßig von Krämpfen geplagt. „Das hat nachgelassen.“ Seine Frau hat eine Knieoperation hintern sich. Deshalb lässt sie noch einige Übungen im fle.xx-Parcours weg. An anderen Staionen wird sie von ihrem Mann unterstützt. Anschließend geht’s ab in die Sauna und in den nächsten Tagen wieder in den fle.xx-Parcours. „Auf jeden Fall“, versichern beide.

Dritte Säule neben Kraft und Ausdauer

Für Sebastian Ignatzek erfüllt der neue Parcours eine wichtige Funktion. „Neben Kraft und Ausdauer ist jetzt Beweglichkeit unsere dritte Säule“, erklärt er. Er habe lange nach einem passenden Konzept gesucht. Mit fle.xx habe er das optimale Angebot gefunden. Bislang hat das Injoy Volmetal nur intern für seine dritte Säule geworben. In den nächsten Tagen will der Geschäftsführer aber auch öffentlich die Werbetrommel rühren.

Ich habe mich schon für die nächste Trainerstunde angemeldet. Weitermachen ist angesagt. „Du musst regelmäßig kommen.“ Werde ich. Die fle.xx-Idee hat gezündet: Ich bin so alt wie meine Wirbelsäule. Nur wenn ich mich bewege – und das in alle Richtungen – bleibt mein Rücken schmerzfrei und ich fühle mich wohl. Mehr zum fle.xx-Rückgratkonzept hier.

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