Das Duo "HonigMut" bestehend aus Melina Fuhrmann und Nando Andreas trat im Ciccolina auf. Fotos: Kannenberg Design & Kommunikation

Lüdenscheid. Das Duo „HonigMut“, bestehend aus Nando Andreas und Melina Fuhrmann gaben am Freitagabend im Ciccolina an der Bräuckenstraße vor ausverkauftem Haus ein gelungenes Konzert. Zwei wirklich schöne Stimmen in der Kombination mit zwei Gitarren und einem gelegentlichen Schellenkranz, dazu eine Auswahl von Songs, die unter die Haut gingen und von Leonard Cohens „Halleluja“ über Haddaways „What is love“ bis zu Eigenkompositionen reichten. Die beiden wussten, ihr Publikum zu begeistern.

Emotionale Tiefe

Honig und Mut, der Name ist Programm: Melina Fuhrmann und Nando Andreas.
Honig und Mut, der Name ist Programm: Melina Fuhrmann und Nando Andreas.

Die zwei sind noch ganz jung, erst Mitte zwanzig, erreichen aber in ihren Texten und der Interpretation ihrer gecoverten Songs eine deutliche emotionale Tiefe. Sie haben anscheinend schon viel durchlebt, durchlitten und offensichtlich positiv und konstruktiv für sich verarbeitet.

Denn das, was sie im Ciccolina zeigten, war sicher nicht nur das Resultat gemeinsamen Probens, sondern eben auch gelebter Herzenstiefe. Und die wird bekanntlich nicht dadurch erreicht, dass man den Kopf in den Sand steckt, sondern sich den schönen und nicht so schönen Aspekten des Lebens (Honig)mutig stellt und gestärkt daraus hervor geht.

Ungewöhnlicher Bandname

Zusammen mit dem "Jungmeister des Wortes" Binyo.
Zusammen mit dem „Jungmeister des Wortes“ Binyo.

Auf die Frage des Publikums, wie sie denn auf einen so einen ungewöhnlichen Band-Namen wie „HonigMut“ kamen, erzählte das Duo, dass sich dieser Name von Melina, in der Bedeutung „Honig“ und Nando, im ungarischen „Mut“, ableitet. Also eigentlich ganz einfach.

Hört und sieht man die zwei, erkennt man schnell, dass Nomen eben oft auch Omen ist. Die süße Melina und der taffe Nando – da haben sich zwei gefunden.

Neuen Generation Singer/Songwriter

HonigMut plus Binyo.
HonigMut plus Binyo.

Das Duo gehört zu der neuen Generation Singer/Songwriter, die sich im Moment in Deutschlands Städten zu einer Bewegung formiert. Ausdrucksstarke Texte kombiniert mit klangvollen Melodien. Dazu große Stimmen und eher verhalten und unplugged akkustische Instrumente, in diesem Fall die zwei Gitarren. Das reicht ihnen völlig aus, um ein Publikum drei Stunden lang zu faszinieren.

Melina und Nando spielen noch gar nicht solange zusammen. Aber: Die zwei haben jeder für sich und zusammen ein spürbar großes Potenzial.

Da entwickelt sich etwas, was in dieser Form eher seltener ist und daher vielversprechend und überregional daher kommt. Sie sind zusammen nicht nur ein schöner Anblick, sondern funktionieren gemeinsam eben auch musiktechnisch auf harmonische und inspirierende Art und Weise.

Trend Singer/Songwriter

Zusammen mit Daniel Koroma
Zusammen mit Alim Koroma

Die Singer/Songwriter bilden eine Riege von jungen Musikern, zu denen auch solche Leute wie Hanna Meyerwald, Kim Leitinger oder die Lüdenscheider Musiker Nancy Siskou, Binyo oder Alim Koroma, aber im weit gefassten Sinne auch Poetry Slammer wie Marian Heuser gehören.

Die Szene ist dicht und vielversprechend und da sich irgendwie alle kennen auch sehr dynamisch und lebendig.

Binyo, der Jungmeister des gesungenen Wortes und Alim Koroma, dessen Stimme und Präsenz Gänsehaut verursachten, waren an diesem Abend überhaupt gar nicht zufällig im Ciccolina die beiden „Special-Guests“, die zusammen mit „HonigMut“ noch das eine oder andere Lied performten.

Binyo und Melina erfanden zur Freude des Publikums gemeinsam und in Lichtgeschwindigkeit neue Reime, die sie in Songs adaptierten. Alim sang danach zusammen mit Nando ein von Nando komponiertes Lied, das durchaus das Zeug zu einem Hit hätte. Auch das dreistimmig mit Melina gesungene „Halleluja“ von Leonard Cohen überzeugte und war sehr anrührend.

Sie haben das Zeug zu „mehr“

Schönes Ambiente für Künstler und Gäste: Das Ciccolina.
Schönes Ambiente für Künstler und Gäste: Das Ciccolina.

Das Duo „HonigMut“ und die beiden „Guests“, Koroma und Binyo sollte man auf dem Schirm haben, denn sie werden sicher alleine oder gemeinsam Erfolg haben und das kleine Lüdenscheid noch weit über seine Grenzen hinaus bekannt machen.

Die Wirtin des Ciccolina, Andrea Gambiolo Wallkum, und das Team um sie herum, gehören zu den Gastronomen in Lüdenscheid, die das große Potential der Lüdenscheider Künstler erkannt haben und dies gerne fördern.

Sie tun dies mit Ausstellungen „Bildender Künstler“ ebenso, wie mit Konzerten und dem Engagement zukunftsträchtiger Musiker wie eben „HonigMut“, Koroma, Binyo oder dem Duo „Ich & Du“, das am 7. November dort spielen wird. Zudem sind sie offen für interessante Live-Acts wie der Brasilianerin Marcia Bittencourt, die der Lüdenscheider Jazz-Club e.V. in diesem Jahr bereits ins Ciccolina holte. Auch der Südamerikaner Luis Gonzales spielt oft und gerne in dem Restaurant und hat mittlerweile schon eine richtige Fanbase in der Stadt.

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