Lars Bursian (links) und Bernd Meyer im Gespräch über mögliche Namen für das Bier welches noch den Arbeitstitel "Lüdenscheider" trägt. Foto: Parnemann

Lüdenscheid. Viele Lüdenscheider teilen gemeinsame Erlebnisse mit dem Schillerbad am Lüdenscheider Rosengarten. Egal ob als Schwimmbad, Jugendzentrum oder eben seit 1994 als Gastronomiebetrieb. Die Vergangenheit des Hauses durchlebte also zahlreiche Wandlungen. Und auch in diesen Tagen gibt es Veränderungen. So wird seit Donnerstag, 7. Januar, die Brauereianlage demontiert und abtransportiert. Doch der Betrieb im Brauhaus geht weiter.“

Brauanlage veraltet

Im Rahmen eines Gesprächs, zu dem auch unsere Redaktion in das Brauhaus eingeladen wurde, erklärte Inhaber Bernd Meyer, dass die Brauanlage mittlerweile deutlich in die Jahre gekommen sei. Dies bestätigten ihm auch einige Fachleute. „Allein im letzten Jahr haben wir eine fünfstellige Summe investiert nur um die Anlage am Laufen zu halten“, verdeutlichte Meyer den Zustand der Anlage. „Aufgrund der technischen Mängel und dem Alter der Anlage war es uns auch nicht möglich eine konstante Qualität in unser Bier zu bekommen und um die Anlage auf den neuesten Stand zu bekommen, wäre eine sechsstellige Investition nötig gewesen“, so Meyer weiter.

Weiterhin Lüdenscheider Bier

Doch auch wenn die Brauanlage Lüdenscheid nun verlässt: Lüdenscheider Bier wird es dennoch im Brauhaus geben. Jörg Jovi, der auch selbst vier Monate mit der Anlage in Lüdenscheid arbeitete, wird in Zukunft das „Lüdenscheider Bier“ in einer seiner Brauereien in Neuss und Aachen brauen. Und zwar nach Lüdenscheider Rezept. Jovi, der als Meister schon mehrere Stationen in namenhaften Brauereien durchlaufen hat, ist seit 2003 als Braumeister selbstständig. Er erhielt mehrere Preise für Craft-Beer-Kreationen, gründete insgesamt fünf Hausbrauereien und ist Vortragsredner zum Thema Bier und Gesundheit und blickt auf eine mehr als 20-jährige Berufserfahrung in Sachen Bier zurück.

Durch die Auslagerung des Brauprozesses verspricht sich Bernd Meyer eine konstant hohe Qualität seines Hausbieres. Um einen klaren Schlussstrich zu ziehen, wird es auch eine Namensänderung für das Bier geben. „Im Moment heißt es ‚Lüdenscheider‘„, verriet Meyer. Machte aber deutlich, dass dies noch nicht der finale Name sei und man offen für Vorschläge sei. Auf die Frage, ob denn das „Brauhaus Schillerbad“ auch in Zukunft diesen Namen tragen wird, da es ja keine Brauerei mehr beheimatet, verdeutlichte das Ehepaar Meyer, dass es durchaus nichts Ungewöhnliches sei, dass es gastronomische Betriebe gäbe, die zwar keine Brauerei haben, sich aber dennoch „Brauhaus“ nennen. Aus dieser Sicht steht eine Umbenennung des Betriebs derzeit offenbar nicht zur Debatte.

Zukunft des Brauhauses

Auch für das Brauhaus selbst wird es in Zukunft sicher noch einige Veränderungen geben. In den vergangenen Monaten wurden die Zimmer des Hotels aufwendig modernisiert und renoviert und laut Bernd Meyer „soll auch im Gastrobereich noch einiges passieren.“ Was genau passieren soll, dazu gibt es noch keine konkreten Pläne. Man arbeitet allerdings eng mit der Stadt Lüdenscheid zusammen, um eventuelle Umbauten bestmöglich unterstützen zu können. Die Bedeutung des Brauhauses für die Stadt Lüdenscheid wurde von Lars Bursian vom Fachdienst Stadtplanung und Verkehr mehrfach deutlich betont. Er hält die Erhaltung und Stärkung des gastronomischen Betriebs am Rosengarten vor allem auch aus Sicht der Belebung des Rosengartens und als Bindeglied zwischen Innen- und Oberstadt für „ausgesprochen wichtig.“ Auch in Hinblick auf das Integrierte Handlungskonzept für die Alt- und Oberstadt.

 

 

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