Dampfplauderer Thorsten Bär lief bei den Lüdenscheider Kleinkunsttagen zu Höchstform auf. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Was ist der Unterschied zwischen dem HSV und Karstadt. Na, Karstadt hat eine Sportabteilung. Das Witzchen konnte sich der im Hamburg lebende Comedian Thorsten Bär am Sonntag locker leisten. Immerhin hatte sein Lieblingsfußballverein mal wieder gewonnen. Folgerichtig lief Dampfplauderer Bär bei den Lüdenscheider Kleinkunsttagen zu Höchstform auf.

Er rauschte in einem irrwitzigen Tempo durch sein neues Programm „Vadder unser“. Hier ein Gag, da eine Parodie und als Glanzstück des Abends ein Albtraum auf der „MS Katzenberger“.

Albtraum auf der „MS Katzenberger“

Auf diesem Traumschiff haben sich alle versammelt, die Thorsten Bär so gern aufs Korn nimmt. Den nuschelnden Kapitän Udo Lindenberg. Steuermann Oliver Kahn, der kaum ein Wort herausbringt, Lukas Poldi Podolski als Kellner und viele andere. Sie müssen sich eines Piratenangriffs erwehren. Unter den Freibeutern ist Dieter Bohlen. Auch ihn äfft der 37-jährige Wahlhamburger auf unnachahmliche Weise. Das geht in bester Standup-Comedian-Art Schlag auf Schlag. Das Publikum kommt kaum mit.

Eigenwilliger Vadder Schorsch

Als Albtraum entpuppen sich auch Bärs Besuche bei der Familie in Hessen. „Vadder Schorsch“ ist schon ein wenig älter und sehr eigenwillig.  „Du kommst am Samstag? Dann können wir ja die Garageneinfahrt pflastern“, kündigt der Senior an und Sohn Thorsten weiß schon, welche Rolle er dabei spielen wird. Mit seinen zwei linken Händen taugt er gerade mal als „Haltma“. „Früher dachte ich, das sei mein zweiter Vorname“, bekennt Thorsten Bär. Vadder Schorsch hatte sein Urteil über den Nachkömmling nämlich schnell gefällt. „Thorsten, wenn du anpackst, ist das so, als ob zwei loslassen.“ Sein jüngerer Bruder erhielt übrigens den schönen Beinamen „Holma“.

Am 7. März gibt sich Lucy van Kuhl die Ehre. Foto: Thomas Schweigert

Thorsten Bär bescherte dem Publikum einen vergnüglichen Abend, bei dem er mit einem albernen indischen Tanz als Zugabe für viele den Schlusspunkt allzu früh setzte.

Lucy van Kuhl am 7. März

Am 7. März geht’s beim Kabarettisten- und Comedian Wettbewerb um die „Lüdenscheider Lüsterklemme“ der Sparkasse Lüdenscheid weiter. Dann präsentiert Lucy van Kuhl ihr Programm „Fliegen mit dir“. Den Schlusspunkt setzt am 11. März Jacqueline Feldmann mit ihrem Programm „Zum Glück verrückt!“. Die Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr in der zur Kleinkunstbühne umgebauten Garderobenhalle des Kulturhauses.

Der Gewinner der „Lüdenscheider Lüsterklemme“ wird per Publikumsabstimmung ermittelt. Stimmkarten liegen bei den Vorstellungen aus.

Tickets an der Abendkasse.

 

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here