Zusammen mit der Umweltberatung der Verbraucherzentrale (VZ) NRW startet der Märkische Kreis die Aktion „Schadstoffmobil mit Umweltberatung“. Foto: VZ.NRW

Märkischer Kreis. Ein Liter Altöl verunreinigt eine Million Liter Trinkwasser. Das ist nur ein Grund, weshalb schadstoffhaltige Abfälle weder in die Mülltonne noch in den Abfluss und schon gar nicht in die Landschaft gehören. Zusammen mit der Umweltberatung der Verbraucherzentrale (VZ) NRW startet der Märkische Kreis die Aktion „Schadstoffmobil mit Umweltberatung“.

„Hiermit wollen wir darauf aufmerksam machen, wie schadstoffhaltige Haushaltsabfälle richtig entsorgt werden“, erklärt Horst Peter Hohage, Leiter des Fachdienstes Umweltschutz und
Planung beim Märkischen Kreis. Wer „Sonderabfälle“ zum Schadstoffmobil bringt, entsorgt schadstoffhaltige Abfälle richtig und nachhaltig. Man schafft nicht nur wieder Platz zuhause,
sondern entfernt auch potentielle Problemstoffe aus seinem Haushalt.

Kostenloses Abfall-ABC

An den Infoständen am Schadstoffmobil werden die Umweltberater Michael Lücker, Viola Link und Bernhard Oberle Informationen und hilfreiche Tipps zur richtigen Abfallentsorgung und -vermeidung geben. Außerdem kann jeder Besucher ein kostenloses „Abfall-ABC“ des Märkischen Kreises mitnehmen.
Ortstermine gibt es ab dem 2. September in den Städten Schalksmühle, Halver, Werdohl, Plettenberg, Meinerzhagen, Menden, Balve und Altena.

Immer noch Informationsbedarf

„Die Märker sind sehr sensibel im Umgang mit ihren Abfällen“, so ein langjähriges Fazit von Umweltberater Michael Lücker. „Man kommt immer schnell mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch.“ Trotz der ausgeprägten Sensibilität besteht aber durchaus noch Informationsbedarf, meint der Umweltberater. Beispielsweise komme es immer wieder vor, dass Wand- oder Dispersionsfarbe zum Schadstoffmobil gebracht werden. Das sei aber gar nicht nötig, weil die Farbe keine problematischen Inhaltsstoffe enthalte, deshalb werde sie hier auch nicht angenommen. Lückers Entsorgungshinweis: Deckel auf, Restbestände im Eimer aushärten lassen und dann gemeinsam mit dem Hausmüll entsorgen. Saubere bzw. restentleerte Behälter können problemlos in den Gelben Sack oder in die Gelbe Tonne gegeben werden.

Der Schadstoffexperte weist auch darauf hin, dass es für einige Problemstoffe wie Altöl, Batterien, Leuchtstoff- und Energiesparlampen bereits gesonderte Rücknahmesysteme gibt.
Diese Abfälle können zwar beim Schadstoffmobil abgegeben werden, da der Handel aber per Gesetz zur Rücknahme verpflichtet ist und die entsprechenden Systeme eingerichtet hat,
sollten diese genutzt werden. Schließlich bezahlt der Kunde bereits beim Kauf des Produktes die Entsorgung.

So wichtig, wie die richtige Entsorgung von Problemstoffen ist, steht für Michael Lücker trotzdem fest, „der beste Müll ist der, der gar nicht erst anfällt“. Aus diesem Grund hat er immer auch ein paar Abfallvermeidungstipps parat. „Entkalker kann je nach Zusammensetzung sehr umweltschädlich sein. Essig wirkt ähnlich gut, belastet die Umwelt nicht und kostet oft sogar deutlich weniger“.

Erster Termin in Schaksmühle

Hinweis: Die Annahmekapazität des Schadstoffmobils ist begrenzt. Es können daher nur haushaltsübliche Kleinmengen angenommen werden. Das Ablagern von Abfällen an den
Standorten ist nicht gestattet und wird bestraft. Für die Entsorgung von Problemstoffen aus privaten Haushalten steht neben dem Schadstoffmobil auch die stationäre Sammelstelle auf
dem Recyclinghof des Stadtreinigungs-, Transport- und
Baubetrieb (STL) in Lüdenscheid zur Verfügung. Hier können alle Bürger und Bürgerinnen aus dem Märkischen Kreis ebenfalls ihre Sonderabfälle in haushaltsüblichen Kleinmengen abgeben.
Termine der Umweltberatung am Schadstoffmobil:
02.09.2017 Schalksmühle, Parkplatz Schnurrenplatz, 11.15 – 13.00 Uhr
05.09.2017 Werdohl, Goethestr. Parkplatz „Spielplatz“, 10.00 – 12.00 Uhr
06.09.2017 Plettenberg, Im Wieden, Schützenhalle, 11.45 – 13.30 Uhr
08.09.2017 Menden, Innenstadt und „Platte Heide“, 09.00 – 11.15 Uhr
15.09.2017 Balve, Am Bahnhof, 12.00 – 13.00 Uhr
20.09.2017 Meinerzhagen, Parkplatz hinter der Stadthalle, 12.45 – 14.15 Uhr
17.10.2017 Altena, „Langer Kamp“, 14.00 -15.00 Uhr

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