Die beiden Gewinner "MGI" aus Iserlohn und "Living Voices" aus Hagen zusammen mit den Jurymitgliedern der Gruppe "Luxuslärm" auf der Kaja Bühne in Hemer. Fotos: Kannenberg Design & Kommunikation

Halver. Im Rahmen des 2. IKZ-Familienparty im Sauerlandpark fand ein Chor-Contest statt, an dem sechs Chöre aus der Region teilnahmen. Dabei war auch der Oberbrügger Chor „The Albert Singers“ unter der Leitung von Matthias Ortmann. Denn schon mehrere Wochen zuvor hatte „Luxuslärm“ zu diesem Contest aufgerufen. Ihr großes Ziel, „Luxuslärm“ bei einem Auftritt zu begleiten, erreichten die Oberbrügger Sängerinnen und Sänger leider nicht.

Bezug zur Region Sauerland wichtig

Alle hörten gespannt zu. Im Hintergrund die Jury.
Alle hörten gespannt zu. Im Hintergrund die Jury.

Wie Jini Meyer, die Sängerin der Band später erklärte, war es ihnen wichtig, einen Bezug zu ihrer Region herzustellen und andere regionale Musiker für ihr Konzert am 29. August in Hemer mit ins Boot zu holen. Da ihnen Chorarbeit am Herzen liegt und sie sich gut vorstellen konnten, mit einem Chor gemeinsam auf der Bühne zu stehen, schrieben sie relativ kurzfristig diesen Wettbewerb aus. Bedingung war im Vorfeld ein Video, das der Chor von sich und seinem Repertoire erstellen musste. Das bildete dann die Grundlage dafür, dass für den eigentlichen Wettbewerb am 9. August aus den vielen Bewerbern schließlich sechs Chöre ausgewählt wurden, die am Wettbewerb teilnehmen durften.

„The Albert Singers“ aus Oberbrügge waren unter den letzten sechs

Sehr viele Menschen wollten den Contest sehen.
Sehr viele Menschen wollten den Contest sehen.

Einer davon eben „The Albert Singers“ aus Halver-Oberbrügge. Sie sind ein Sauerländer Gospelchor mit ca. 40 Mitgliedern, der seit 2012 von dem Dortmunder Matthias Ortmann geleitet wird. Nach der Bekanntgabe, dass man es unter die letzten sechs Chöre geschafft hatte, war man nicht nur froh darüber, sondern hatte jetzt auch die große Herausforderung, in weniger als zwei Wochen nicht nur ein eigenes Lied einzuüben, sondern zudem noch aus drei, von Luxuslärm vorgegebenen Liedern, eines auszusuchen und für den Contest neu zu arrangieren. Das war wirklich wenig Zeit und reicht dementsprechend gerade einmal für drei Proben, dann musste das Ganze sitzen.

Spannend, vor so einem großen Publikum aufzutreten

The Albert Singers nach ihrem Auftritt vor der Bühne.
The Albert Singers nach ihrem Auftritt vor der Bühne.

Am Sonntag fuhr der Chor nach einer fünfstündigen Sonderprobe am vorhergehenden Samstag mit eher gemischten Gefühlen nach Hemer. Alle waren aufgeregt, hatten aber auch das gleiche Gefühl: Wir haben unser Bestes gegeben, die Zeit war echt kurz dafür und jetzt schau´n wir einfach mal. Und alle Chormitglieder gemeinsam freuten sich zudem darauf, bei dem Wettbewerb dabei sein zu können. Spannend, vor so einem großen Publikum auftreten zu dürfen und die anderen Chöre kennenzulernen. Und natürlich „Luxuslärm“ hautnah zu begegnen. Denn diese saßen mit in der Jury und entschieden letztendlich darüber, wer das Rennen machte.

Selbst Jini war aufgeregt

And the Winner is ...
And the Winner is …

Und die Aufregung im Vorfeld des Wettbewerbs war wirklich allen Teilnehmer gleichermaßen anzumerken. Selbst die Jury – bestehend aus Klaus Levermann, Jini Meyer, Jan Zimmer und Ralf Tiemann, war sichtlich aufgeregt und fieberte dem Ereignis entgegen. „Es ist für uns auch der erste Chorwettbewerb. Ich bin richtig, richtig aufgeregt“, erklärte Jini Meyer dann auch zum Auftakt des Contests dem Publikum. „Wir als Band suchen für unser Sommerspecial in Hemer etwas Heimatbezogenes, sehr lebendiges. Der Chor muss ganz viel Spaß auf der Bühne haben, muss ein echtes Team sein und natürlich richtig gut klingen.“

Highlight der IKZ-Veranstaltung

Der Wettbewerb war dann auch ganz sicher das Highlight dieser gut besuchten IKZ-Veranstaltung. Insgesamt hörten laut Klaus Levermann mehr als 5000 Besucher die Chöre mit, davon dichtgedrängt mehr als 1000 in dem Biergarten am Himmelsspiegel, in dem die Bühne aufgebaut war. Mit so einem Andrang hatten selbst die Veranstalter nicht gerechnet.

„Chöre bringen unsere Musik auf eine ganz andere Ebene“, erklärte Jini Meyer zusammen mit Drummer Jan Zimmer dem Publikum. „Es sind alles Menschen, die mit viel Herzblut singen!“

„Über uns der Himmel“ war der Hit des Tages

Sie freuten sich richtig: Die Mädels von "MGI".
Sie freuten sich richtig: Die Mädels von „MGI“.

Abschließend kann man sagen, dass alle Chöre hochmotiviert waren. Nach jeweils völlig unterschiedlichen eigenen Liedern, hatte sich – unabgesprochen – jeder einzelne Chor für das Lied „Über uns der Himmel“ entschieden. Was den Besuchern die Gelegenheit gab, dieses Lied danach wirklich mitsingen zu können und der Jury die Möglichkeit, einen sehr direkten Vergleich zu ziehen. Was die Entscheidung sichtlich vereinfachte.

Nach einer 15-minütigen Beratung erklärte Jini dann dem Publikum, dass man sich nicht nur für einen, sondern für zwei Chöre entschieden hatte. Als Sieger gingen dann verdient der „Chor des Märkischen Gymnasiums aus Iserlohn“ und „Living Voices“ aus Hagen aus dem Contest hervor. „MGI“, wie er sich kurz nennt ist ein Chor ganz junger Menschen von 11 bis 17 Jahren und hat in dem Wettbewerb für das richtige Gänsehautfeeling gesorgt, während „Living Voices“ durch ihre besondere Show mit Tanzeinlagen und farbigen Tüchern bestach. Und das war Luxuslärm letztendlich wichtig, dass auch die Show nicht zu kurz kam.

Viel Spaß als Gemeinschaft

Jini Meyer trat mit den gewinnern noch einmal auf. Mit? Genau! "Über uns der Himmel"!
Jini Meyer trat mit den Gewinnern „Living Voices“ noch einmal auf. Mit? Genau! „Über uns der Himmel“!

Spannend war es jedenfalls für jeden Chor an diesem Tag und auch der Chor aus Oberbrügge, der viele Sympathiepunkte durch das Publikum einheimsen konnte, fuhr in der Gewissheit nach Hause, alles gegeben zu haben, was in dieser kurzen Zeit möglich war. Und dass es sehr, sehr viel Spaß macht, als Gemeinschaft so eine Herausforderung anzunehmen und umzusetzen.

So gab es auch keine enttäuschten, sondern nur freudige Gesichter unter den Teilnehmern. Besonders als Jini dann noch bekannt gab, dass alle Chormitglieder zu dem kommenden Konzert mit Freikarten eingeladen sind. Man sieht sich also wieder. Toll auch, dass eine Rock/Popgruppe so einen Contest anstößt und damit den Fokus einmal mehr auf die Chöre in der Region lenkt. Sicher auch eine gute Idee, dieses Potential an gut ausgebildeten Sängern auch für Rockkonzerte und ähnliches zu nutzen.

Konzert von Luxuslärm am 29. August in Hemer

Man darf sich auf das Konzert am 29.8. freuen.
Man darf sich auf das Konzert am 29.8. freuen.

Die sechs teilnehmenden Chöre an diesem Wettbewerb freuen sich jedenfalls auf den 29. August in Hemer im Sauerlandpark und dort auf das Konzert von Luxuslärm, die Gemeinschaft und den Austausch untereinander.

Was alle zusammen geschafft haben, war, dass die Besucher und die SängerInnen sicher gleichermaßen einen unvergesslichen Nachmittag erleben durften und an diesem Tag wirklich jeder im Sauerlandpark das Lied „Über uns der Himmel“ leise oder laut mitsang. Und dann mit nach Hause nahm, als Zeichen dafür, dass Musik es immer noch vermag, die Herzen ganz tief zu erreichen.

 

 

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