Foto: Privat

Lüdenscheid. Mangelnde Organisation, zerstrittener Jahrgang und ein Jahrgang, der sich selbst feiert, ohne seine Mitschüler einzubeziehen und eine Schulleitung, die sich in Medienberichten „irritiert“ zeigt darüber, dass versprochene Spielangebote nicht eingehalten wurden. Hingegen wurde bedarf für eine „ernste Diskussion über diesen Abisturm und über Abistürme generell“ angemeldet. Die Schüler selbst jedoch weisen die Vorwürfe zurück und sehen nicht allein den Abi-Jahrgang in der Verantwortung für den „gefloppten Abi-Sturm“

Schüler weisen Vorwürfe zurück

Die Abiturienten vom Staberg hingegen sehen das anders. Wie uns eine Schülervertreterin im Gespräch erklärte: „Schon am Dienstag, nachdem wir unseren Schulhof bemalt hatten, ging es mit der ‚Verwüstung‘ der Schule los. Als wir damit fertig waren, kamen Lehrer zu uns und baten uns das doch bitte wieder aufzuräumen, denn das ginge so nicht. Mehr als Toilettenpapier und Absperrband blieb uns dann nicht.“

Zu den Vorwürfen dazu, die Abiturienten hätten ausschließlich sich selbst gefeiert und die Organisation von einer versprochenen Hüpfburg sowie weiterem Unterhaltungsprogramm für die restlichen Schüler vernachlässigt erklärt die Staberg-Abiturientin uns im Gespräch: „Beim Abisturm geht es darum, unser Abitur noch mal zu feiern. Dabei stehen wir als Abiturienten natürlich im Vordergrund. Damit es für die anderen Schüler nicht langweilig wird, werden ja Hüpfburgen etc. organisiert. Allerdings nicht von unserer Stufe, sondern von der Q1, sprich von Leuten die eine Stufe unter uns sind. Diese haben dies leider nicht gemacht. Daran ist nicht unsere angeblich zerstrittene Stufe schuld.“

Die fehlenden Spiele, mit Beteiligung der Lehrkräfte, wird von der Schülerin damit begründet, dass „die wenigsten Lehrer noch mitmachen wollen.“

Auch die angeblich schlechte Laune auf der Feier am Staberg kann sie nicht nachvollziehen: „Leider war die Journalistin nur eine kurze Zeit da und das direkt am Anfang. Da fehlte noch die richtige Stimmung. Auch weil die Band nicht das Richtige gespielt hat. Als später aber bekanntere Lieder durch die Lautsprecher dröhnten, feierten alle(!) Jahrgänge mit uns und haben ausgiebig getanzt. Außerdem hatten kleinere Kinder ebenfalls Wasserpistolen (welche unter den Abiturienten ja weit verbreitet sind), die aber von den Lehrern konfisziert wurden. Die somit selbst die Spaßbremsen.“

Aus Sicht der jungen Abiturientin, die hier auch stellvertretend für die Abi-Jahrgänge spricht, war der Sturm ein voller Erfolg. Und damit steht sie nicht allein. Auch auf FAcebook regtsich Kritik gegen die Vorwürfe. So schreibt eine Mitschülerin in der Gruppe „Du bist Lüdenscheider, wenn…“: „Alle Schüler haben mit den Abiturienten gefeiert, standen mit an der Bühne und haben getanzt gesungen und gelacht, mit den Lehrern wurden Selfies gemacht und niemand sah traurig aus. Meiner Meinung nach war das mit der coolste Abisturm den ich seit dem Abi 2010 erlebt habe.

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Ich bin 31 Jahre jung und gehöre zur viel besprochenen Generation Y. Seit 1999 nutze ich digitale Kommunikationswege und seit 2012 bin ich Online-Unternehmer und berate und betreue Unternehmen als Social Media Experte.

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