Die Bushaltestelle wie weggemäht, der Mazda im "Vorgarten" des Landgerichtes: Die Unfall-Szenerie am Sonntag gegen 2.30 Uhr. (Foto: Polizei)

Hagen. „Vermutlich erhöhte Geschwindigkeit“ spielte nach Angaben der Polizei bei einem schweren Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonntag (29. Mai) am Amts- und Landgericht eine Rolle. Ein mit drei jungen Männern besetzter Pkw war, so der Stand der Ermittlungen, gegen 2.30 Uhr auf der Heinitzstraße in Richtung Autobahn unterwegs. An der Kreuzung Heinitzstraße/Eduard-Müller-Straße habe der Fahrer des Mazda augenscheinlich die Lichtzeichenanlage ignoriert, schreibt die Polizei in ihrem Presseportal: Zeugen, die gerade im Querverkehr angefahren waren, hätten ausweichen müssen.

Kontrolle verloren

Der Mazda-Fahrer habe nun die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, das jetzt gegen das Hochboard einer Verkehrsinsel prallte. Im weiteren Verlauf schleuderte der Wagen gegen die Bushaltestelle „Landgericht“, die dabei völlig zerstört wurde. Danach durchbrach der Unfallwagen den Zaun zur Grünanlage des Gerichtsgebäudes. Dort kam das Fahrzeug mit Totalschaden zum Stillstand.

Der völlig zerstörte Mazda, in dem drei junge Männer verunglückten. (Foto: Polizei)
Der völlig zerstörte Mazda, in dem drei junge Männer verunglückten. (Foto: Polizei)

Nach kurzer Flucht geschnappt

Beim Eintreffen der Polizei hat sich dann eine Person fluchtartig von der Unfallstelle entfernt; sie konnte aber nach kurzer Verfolgung festgehalten werden. Laut Polizeiangaben handelte sich um den 24-jährigen, leicht verletzten Fahrer des verunglückten Mazda. Er war mit zwei 23- und 25-jährigen Bekannten unterwegs, die beide schwer verletzt wurden. Sie mussten ins Krankenhaus gebracht werden, wo sie zur stationären Behandlung verblieben.

Bespuckt und beleidigt

Dem Unfallfahrer selbst sollte neben seiner ärztlichen Versorgung im Krankenhaus eine Blutprobe entnommen werden. Im Behandlungszimmer habe er sich aber heftig gegen diese Maßnahme gewehrt: Er habe die diejenigen, die ihn behandeln wollten, beleidigt und bespuckt. Der beschuldigte Fahrzeugführer wurde anschließend dem Polizeigewahrsam zugeführt.

Straße zeitweise komplett gesperrt

Der Sachschaden wird von der Polizei auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Für die Dauer der Unfallaufnahme wurde die Heinitzstraße in Fahrtrichtung A46 komplett gesperrt.

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here